Die Siedler Online: Verbraucherschützer mahnen Ubisoft ab

Den Zugriff auf - auch bezahlte - Inhalte verlieren Spieler von Die Siedler Online, die neuen Geschäftsbedingungen nicht zustimmen. Verbraucherschützer haben deshalb den Betreiber Ubisoft abgemahnt.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Siedler Online
Die Siedler Online (Bild: Ubisoft)

Seit einigen Tagen erleben Spieler von Die Siedler Online eine Überraschung: Beim Versuch, sich in das Browsergame einzuloggen, erscheint ein Pop-up-Fenster mit dem Hinweis, dass die Zustimmung zu geänderten allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und einer neuen Datenschutzerklärung erforderlich ist. Wer sich nicht mit den neuen Bedingungen einverstanden erklärt, hat keinen Zugriff mehr auf das Spiel - und damit auch nicht auf möglicherweise gekaufte Gegenstände.

Stellenmarkt
  1. Entwicklungsingenieur im Bereich Fahrzeug Cyber Security als Security Architect (w/m/d)
    Daimler Truck AG, Stuttgart-Untertürkheim
  2. Consultant Test Lab Engineering (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg
Detailsuche

Diese Geschäftspraxis hält die Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv) für falsch. Die Organisation hat den Betreiber Ubisoft am 4. April 2013 mit einer Unterlassungserklärung abgemahnt. Ubisoft hat nun bis zum 11. April 2013 Zeit, die Zustimmung zu den AGB auf andere Art einzuholen.

Dabei geht es zwar nicht um den Inhalt der Nutzungsbedingungen, sondern nur um das Einholen der Zustimmung. Die Verbraucherschützer betonen zwar, dass es zulässig sei, in einem laufenden Vertragsverhältnis Änderungen vorzunehmen. Dabei müssten aber die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden.

Vergleich mit Mietwohnung

Der Vzbv veranschaulicht das in einem Vergleich: Es sei "unzulässig, wenn sich der Vermieter von Wohnraum vor die Eingangstüren seiner Mieter stellt und fordert, dass diese sofort alle Wände in Schwarz streichen sollen. Nur den Mietern, die sich den neuen Bedingungen unterwerfen, wird Einlass zu ihren Wohnungen gewährt. Alle anderen verlieren das in der Wohnung sich befindende Hab und Gut und sind fortan wohnungslos."

Golem Akademie
  1. Cloud Competence Center: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Ein-Tages-Workshop
    26.07.2022, Virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    03.06.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Verbraucherschützer finden allerdings auch einzelne Klauseln der Nutzungsbedingungen problematisch. So heißt es jetzt unter anderem, dass die erhobenen Daten "auch in Kanada gespeichert und verarbeitet" werden. Allein der Wortlaut lasse die Frage unbeantwortet, wo genau die Daten denn nun gespeichert werden - in Kanada oder doch woanders. Solche Details lassen Unklarheiten bei der Frage der Durchsetzung von Auskunfts- oder Löschungsansprüchen gegenüber ausländischen Unternehmen offen.

Der Vzbv hatte in einem vergleichbaren Fall gegen die Art der Zustimmung für neue AGB bei Steam gekämpft - und gewonnen. Betreiber Valve hat sich Ende Januar 2013 bereiterklärt, das Verfahren zu ändern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


sukramNeu 23. Apr 2013

Das ist ja echt schade, dass ubisoft so drauf ist. Ich finde das Spiel nämlich super...

IrgendeinNutzer 05. Apr 2013

Wenn man bei nicht-zustimmen der AGB keinen Zugriff mehr hat, können sie ja gleich die...

RipClaw 05. Apr 2013

Eventuell wurde das bei WoW nicht so wahrgenommen oder die Spieler hatten sich nicht...

Clown 05. Apr 2013

Französisch



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kitty Lixo
Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten

Laut einer Sexdarstellerin muss man nur die richtigen Leute bei Facebook sehr intim kennen, um seinen Instagram-Account immer wieder zurückzubekommen.

Kitty Lixo: Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten
Artikel
  1. Ebay-Kleinanzeigen: Im Chat mit den Phishing-Betrügern
    Ebay-Kleinanzeigen
    Im Chat mit den Phishing-Betrügern

    Wenn man bestimmte Anzeigen in Kleinanzeigenportalen aufgibt, hat man sofort einen Betrüger an der Backe. Die Polizei kann kaum etwas dagegen tun.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Musikstreaming: Audi bringt Apple Music ins Auto
    Musikstreaming
    Audi bringt Apple Music ins Auto

    Audi integriert den Streamingdienst Apple Music in das Infotainmentsystem seiner Fahrzeuge. Ein Smartphone-Kopplung ist nicht notwendig.

  3. Autos: Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein
    Autos
    Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein

    Mercedes definiert sich neu als Luxuskonzern. Das könnte auch das Ende für die Einsteiger-Modelle bedeuten, weil mit diesen kaum Geld zu verdienen ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 87€ Rabatt auf SSDs • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 974€ • Razer Basilisk V3 Gaming-Maus 44,99€ • PS5-Controller + Samsung SSD 1TB 176,58€ • MindStar (u. a. MSI RTX 3090 24GB Suprim X 1.790€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 464,29€ [Werbung]
    •  /