Abo
  • Services:

Wird das Auto zum größten Wearable?

Auch beim Straßenverkehr redet die Branche in diesen Tagen viel vom Wandel. Autos, die zu Robotern werden, sollen die Zahl der Verkehrstoten senken und die derzeit rund eine Milliarde Fahrzeuge effizienter nutzen. Bis zum fahrerlosen Auto, da ist man sich trotz allen Optimismus einig, ist der Weg noch weit. Aber das intelligente Auto scheint auf der SXSW zum Greifen nah. Schon jetzt bietet etwa Ford ein Developer Kit an, mit dem Hacker neue Tools entwickeln können. Und der Elektroautohersteller Tesla setzt auf eine Integration von Google Glass. Doch das ist erst der Anfang.

Stellenmarkt
  1. amedes Medizinische Dienstleistungen GmbH, Hamburg
  2. Robert Bosch GmbH, Waiblingen

Das Auto, meinen viele, werde schon bald zum größten Wearable, Scheibenwischer sollen dann ebenso Daten sammeln wie Autoreifen. "Das Auto hat mehr Sensoren als je zuvor, das eröffnet ganz neue Möglichkeiten", sagt Jason Torchinsky von Gawker Media. Meteorologen könnten mit Hilfe der Informationen genauere Wettervorhersagen machen, Städte ihre Verkehrslage kontrollieren. Bald soll man sich in Mietwagen einloggen können und das eigene Profil samt Präferenzen einfach mitbringen. Die Musikanlage könnte den nächsten Song danach auswählen, wer gerade am Steuer sitzt. Informationen wie technische Störungen, erklärt Torchinsky, könnten auf der Frontscheibe angezeigt und "in einfachem Englisch erklärt werden, damit wir uns nicht auf den Mechaniker verlassen müssen".

Das vernetzte Auto

Auch Werbekunden hoffen dank der vernetzten Autos auf neue Möglichkeiten. Wenn sie ständig wissen, wo sich der Fahrer gerade aufhält, können sie gezielt den Weg zum nächsten Produkt zeigen. Nicht nur das. Wenn das Auto ständig Daten an die Umgebung funkt, könnten Unfälle in Zukunft leichter analysiert und Versicherungsprämien gesenkt werden, wenn das Fahrverhalten es zulässt. Auch neue Bezahlmodelle werden in Austin angedacht. Eine der Ideen: Man abonniert bestimmte Dienste und bekommt das Auto, genauso wie sein Smartphone, entsprechend billiger.

Langfristig soll das Auto genauso zu einer Plattform werden wie das Smartphone. Schon jetzt hat Apple erste Lizenzverträge mit Herstellern wie Mercedes geschlossen. "Bald", ist Torchinsky sicher, "werden wir unser Auto danach aussuchen, mit welchem Betriebssystem es läuft". Müssen wir uns angesichts dieser Visionen vor Hackern fürchten? Bedenken hört man hier kaum. "Ohne physischen Kontakt wird es nicht möglich sein, einfach per Smartphone die Bremsen abzuschalten", ist Torchinsky sicher. Damit ist das Thema erstmal erledigt.

Die Zukunft gehört den Maschinen

Fragen bleiben nach der Woche in Austin trotzdem. Denn je mehr Autos untereinander kommunizieren und Daten sammeln, desto unübersichtlicher werden die Daten. Viele sehen dringend Nachholbedarf, vor allem vonseiten der Politik. Die wichtigste Frage, die noch immer unbeantwortet ist: Wem gehören die Daten, die das Auto der Zukunft produziert? Dem Fahrer, dem Autobauer, der App?

Verbraucher müssten wissen, welche persönlichen Daten ihre Autos übermitteln, meint Cora Han von der Federal Trade Commission. Es seien klare Grenzen nötig, die bestimmen, welche Informationen mit wem geteilt werden dürfen. Schwierig werde es etwa, wenn Autos auffälliges Fahrverhalten automatisch an die Versicherung meldeten. "Verbraucher brauchen Transparenz, um eine wirkliche Wahl zu haben", fordert die Expertin.

In Austin sind das jedoch Randprobleme. Die Zukunft, da scheint man hier sicher, gehört den Daten und den Maschinen. Was das genau heißt? Catherine Mc Cullough von der Intelligent Car Coalition: "Das werden wir mit der Zeit herausfinden."

 Die Roboter-Revolution: Die Maschinen kommen
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)

cwexperts65 14. Apr 2014

Werden wir alle arbeitslos? Nicht nur von Robotern, was vielleicht noch ein bisschen...

dasQ 14. Mär 2014

Ich will aber mein Hoverboard und die Nikes aus BTTF :D

CraWler 12. Mär 2014

Die erste technische Revolution hat ja vor allem auf der Ersetzung der Muskelkraft von...

Zockmock 12. Mär 2014

Lass es doch, manche wollen es nicht verstehen oder können es Mangels fehlendem...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Moto G6 - Test

Bei einem Smartphone für 250 Euro müssen sich Käufer oft auf Kompromisse einstellen. Beim Moto G6 halten sie sich aber in Grenzen.

Lenovo Moto G6 - Test Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

    •  /