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Quartalszahlen: Tesla meldet 71 Prozent Gewinnrückgang

Für die Zukunft befürchtet Tesla sinkende Nachfrage aufgrund der politischen Stimmung.
/ Andreas Donath
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Tesla Model 3 (Bild: Tesla)
Tesla Model 3 Bild: Tesla

Tesla hat für das erste Quartal 2025 schlechte Zahlen bekannt gegeben(öffnet im neuen Fenster) . Der Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 71 Prozent auf 409 Millionen US-Dollar. Tesla verzeichnete zudem einen Umsatz von 19,3 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Das Unternehmen führte einen Großteil des Einbruchs auf die gleichzeitige Umstellung der Produktionslinien für das aktualisierte Model Y in allen vier Produktionsstätten zurück. Diese Umstellung verursachte einen mehrwöchigen Produktionsausfall Anfang des Jahres.

"Im ersten Quartal haben wir ein Novum in der Branche vollbracht: Wir haben die Produktionslinien für das weltweit meistverkaufte Fahrzeug – das Model Y – in allen Fabriken gleichzeitig umgestellt" , erklärte Tesla im Quartalsbericht. Die Fahrzeugauslieferungen fielen um 13 Prozent auf 336.681 Einheiten, wobei die Auslieferungen des Model 3/Y um 12 Prozent zurückgingen.

US-Politik und Elon Musk belasten den Ausblick

Tesla ist zudem besorgt wegen der Unsicherheiten auf den Automobil- und Energiemärkten durch die US-Handelspolitik. Diese Veränderungen beeinflussten "die globale Lieferkette und die Kostenstruktur von Tesla und unseren Mitbewerbern negativ" .

Das Unternehmen warnte davor, die politische Stimmung könnte sich in naher Zukunft erheblich auf die Nachfrage nach Tesla-Produkten auswirken.

Das Betriebsergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um 66 Prozent auf 0,4 Milliarden US-Dollar, was zu einer operativen Marge von 2,1 Prozent führte. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber der operativen Marge von 5,5 Prozent, die im ersten Quartal 2024 gemeldet wurde.

Energiegeschäft lief positiv

Erschwinglichere Elektroautomodelle sollten in der ersten Hälfte des Jahres 2025 produziert werden. Die Fahrzeuge sollten sowohl Teile der Plattform der nächsten Generation als auch der aktuellen Plattformen nutzen. Dieser Ansatz werde zu einer "geringeren Kostensenkung als bisher erwartet" führen. Details dazu gab es nicht.

Tesla bekräftigte außerdem, das Cybercab-Robotaxi sei weiterhin für die Serienproduktion ab 2026 vorgesehen.

Während der Umsatz im Automobilbereich um 20 Prozent zurückging, verzeichnete das Unternehmen in seinem Energiegeschäft positive Entwicklungen. Die Einnahmen aus der Energieerzeugung und -speicherung stiegen um 67 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2024.


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