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Die paradoxe Qual der Wahl:
Wenn Optionen lähmen statt zu helfen

Denkpause
Zu viel Auswahl zu haben, ist nicht gut, weil Entscheidungen dann schwerer fallen. Wie macht man es besser?
/ Tim Reinboth
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Zu viele Möglichkeiten... durch welche Tür gehe ich jetzt? (Bild: qimono/Pixabay)
Zu viele Möglichkeiten... durch welche Tür gehe ich jetzt? Bild: qimono/Pixabay

Umgeben von Dutzenden Browser-Tabs mit verschiedenen Javascript-Frameworks, starrt Produktmanagerin Vanessa bereits seit zwei Stunden auf ihren Bildschirm. React oder Vue? Oder Angular? Svelte? Die Entscheidung sollte eigentlich schnell gehen, doch mit jeder neuen Option sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Vanessa eine Wahl trifft. Was sie erlebt, ist kein persönliches Versagen, sondern ein wissenschaftlich belegtes Phänomen namens Hick's Law.

Entscheidungszeit steigt mit Anzahl der Alternativen

Das Hick-Hyman-Gesetz wurde in den 1950er Jahren von den Psychologen William Edmund Hick und Ray Hyman formuliert(öffnet im neuen Fenster) . Es beschreibt mathematisch, dass die Zeit für eine Entscheidung logarithmisch mit der Anzahl der Auswahlmöglichkeiten steigt, nach der Formel T = b * log₂(n + 1), wobei T die Reaktionszeit, b eine Konstante und n die Anzahl der Alternativen darstellt.

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