Abo
  • Services:

Die nächste WLAN-Generation: 802.11ax überholt anscheinend 802.11ad

Als wir uns vor nicht einmal zwei Jahren mit dem nächsten WLAN beschäftigt haben, war das mittlerweile marktreife 802.11ad in aller Munde und 802.11ax noch eine nahezu bedeutungslose Buchstabenkombination. In Barcelona hat sich nun gezeigt, dass in ax die Zukunft liegt und ad zur Nische wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Router wurden schon angekündigt, aber bis zum Start von 802.11ax vergeht noch einige Zeit.
Die Router wurden schon angekündigt, aber bis zum Start von 802.11ax vergeht noch einige Zeit. (Bild: Asus)

Es ist noch nicht lange her, da haben wir uns ausführlich mit der nächsten WLAN-Generation 802.11ad beschäftigt. Zu dem Zeitpunkt sahen wir bereits einige Demonstrationen zum besonders schnellen WLAN und zwischenzeitlich sind selbst in unserer Redaktion zumindest Infrastrukturgeräte gelandet. Nur bei den Endgeräten mangelte und mangelt es. Sprich das nächste WLAN, samt Frequenzbandsprung, ist eigentlich fertig und doch redete auf dem Mobilkongress Mobile World Congress kaum einer über die marktreife Technik.

Stellenmarkt
  1. Weleda AG, Schwäbisch Gmünd
  2. TUI InfoTec GmbH, Hannover

Stattdessen ist eine Buchstabenkombination in aller Munde, die damals nur wenig Bedeutung hatte: 802.11ax als dedizierter Nachfolger von 802.11ac mit den alten Bändern. 802.11ad ist hingegen auf dem 60-GHz-Band zu finden. Egal wen man auf der Messe besuchte oder befragte: 802.11ax ist der nächste große WLAN-Standard und im Vorfeld der Messe gab es auch diverse Ankündigungen. Allerdings nur Vorankündigungen. Router waren auf dem MWC noch nicht zu sehen, obwohl Asus auf der vergangenen Ifa schon das erste Produkt angekündigt hat.

Frühe Ankündigungen mit langfristigem Potenzial bis 2019

Trotz der offensichtlichen Fortschritte wagen sich die Hersteller zu früh mit Ankündigungen auf den Markt. Einer davon ist Qualcomm. Dieser kann mittlerweile eine Plattform für Smartphones vorweisen, die jedoch erst in den nächsten Monaten als Musterstückzahl an Hersteller geliefert werden, die damit noch experimentieren müssen.

Im Gespräch gab Qualcomm dann auch zu, dass die Einführung von 802.11ax nicht einfach sein wird. So wird es jetzt wohl auf einen Draft 3.0 hinauslaufen, da sich die Teilnehmer am Standard bisher nicht einigen konnten. Bis zu einer Zertifizierung werde es wohl bis August 2019, vielleicht sogar Ende 2019 dauern, so Qualcomm. Es ist ein komplizierterer Prozess als noch bei 802.11ac, aber nicht so komplex wie etwa die Einführung von 802.11n.

In der Praxis soll der neue Standard vor allem mehr Bandbreite bringen. Allerdings nicht überwiegend für den einzelnen Client, sondern eine Vielzahl der Clients. In besonders dichten Szenarien soll 802.11ax Vorteile zeigen. Laut Qualcomm auch für den Endkunden. Wir glauben allerdings eher, dass dies vor allem Unternehmen mit vielen Clients helfen wird. Die Entwicklung war seinerzeit schon bei 802.11ac Wave 2 zu beobachten. Damals fing die Verbreitung von Multi User MIMO an, was die verfügbare Bandbreite besser aufteilt und weniger an langsamen Clients verschwendet. Die Entwicklung sorgte aber auch dafür, dass die Bandbreiten-Angaben völlig unsinnig werden. Vor allem Linksys fiel mit unrealistischen Marketing-Nummern in der Vergangenheit auf. Das wird wohl auch bei 802.11ax nicht anders sein.

Qualcomm verspricht aber nicht nur mehr Bandbreite, sondern auch mehr Reichweite mit 802.11ax. Zu erwarten sind 3 db extra, was in etwa einer zusätzlichen durchschnittlichen Wand entsprechen soll. Was die Routerhersteller dann tatsächlich umsetzen, ist eine andere Frage. In der Theorie ist auch 802.11ac noch nicht am Ausbaulimit und 802.11n zeigt bis heute, dass aufwendige Antennenkonfigurationen unrealistisch sind.

Das Thema 802.11ad ist damit aber noch nicht komplett. Qualcomm bewirbt den Standard durchaus noch und glaubt, damit auch Nischen gut belegen zu können. Darunter fallen etwa Direktverbindungen für Backhaul-Lösungen, da die Frequenzen leicht nutzbar sind. Doch ein Einsatz von 802.11ad und dessen Nachfolger 802.11ay ist im Wohnzimmer derzeit nicht zu erwarten. Die Wohnungen werden eher mit ax-Routern bestückt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 23,99€
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


Bright Memory Episode 1 - 10 Minuten Gameplay

Wir zeigen die ersten 10 Minuten von Bright Memory, dem actionreichen Indie-Ego-Shooter mit spektakulären Schwertkampf-Einlagen.

Bright Memory Episode 1 - 10 Minuten Gameplay Video aufrufen
Honor Magic 2 im Test: Die Smartphone-Revolution ist aufgeschoben
Honor Magic 2 im Test
Die Smartphone-Revolution ist aufgeschoben

Ein Smartphone, dessen vordere Seite vollständig vom Display ausgefüllt wird: Diesem Ideal kommt Honor mit dem Magic 2 schon ziemlich nahe. Nicht mit Magie, sondern mit Hilfe eines Slider-Mechanismus. Honor verschenkt beim Magic 2 aber viel Potenzial, wie der Test zeigt.
Ein Test von Tobias Czullay

  1. Honor Neues Magic 2 mit Slider und ohne Notch vorgestellt
  2. Huawei Neues Honor 8X kostet 250 Euro
  3. Honor 10 vs. Oneplus 6 Oberklasse ab 400 Euro

Struktrurwandel: IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
Struktrurwandel
IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen

In Cottbus wird bald der letzte große Braunkohle-Tagebau zum Badesee. Die ansässige Wirtschaft sucht nach neuen Geldquellen und will die Stadt zu einem wichtigen IT-Standort machen. Richten könnten das die Informatiker der Technischen Uni - die werden aber direkt nach ihrem Abschluss abgeworben.
Von Maja Hoock

  1. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"
  2. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
  3. Softwareentwicklung Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel

Honor View 20 im Test: Schluss mit der Wiederverwertung
Honor View 20 im Test
Schluss mit der Wiederverwertung

Mit dem View 20 weicht Huawei mit seiner Tochterfirma Honor vom bisherigen Konzept ab, altgediente Komponenten einfach neu zu verpacken: Das Smartphone hat nicht nur erstmals eine Frontkamera im Display, sondern auch eine hervorragende neue Hauptkamera, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huawei Honor View 20 mit 48-Megapixel-Kamera kostet ab 570 Euro
  2. Huawei Honor 10 Lite mit kleiner Notch kostet 250 Euro
  3. Huawei Honor View 20 hat die Frontkamera im Display

    •  /