Filme 2026: Die große Science-Fiction-Kino-Vorschau
Im Kino werden wie zuletzt große Franchises das Geschehen dominieren, darunter Marvel, DC, Star Wars und Dune. Zum Auftakt des neuen Jahres geben wir einen kurzen Ausblick auf die Science-Fiction-Highlights, die das Kinojahr 2026 prägen werden.
Auf der Insel: 28 Years Later – The Bone Temple (15. Januar)
Nur wenige Monate nach 28 Years Later gibt es schon die Fortsetzung, denn beide Filme wurden direkt nacheinander gedreht, auf Basis von Drehbüchern von Alex Garland. Während 28 Years Later von Danny Boyle inszeniert wurde, verantwortete das Sequel Nia DaCosta (Candyman).
Die Geschichte: Dr. Kelson (Ralph Fiennes) gerät in eine verstörende neue Verbindung, deren Folgen das bestehende Weltgefüge ins Wanken bringen könnten. Für Spike (Alfie Williams) entwickelt sich die Begegnung mit Jimmy Crystal (Jack O'Connell) zu einem Albtraum. Die Infizierten rücken in den Hintergrund – denn die wahre Gefahr geht zunehmend von den Überlebenden aus, deren Grausamkeit weitaus bizarrer und erschreckender sein kann.
Der Vorgänger war nicht so erfolgreich, wie Sony sich das vorgestellt hatte, dennoch hat man einen dritten Teil, der die Geschichte abschließen (und Cillian Murphy aus 28 Days Later zurückbringen) soll, in Auftrag gegeben.
Sci-Fi mit Chris Pratt: Mercy (23. Januar)
Mercy hätte eigentlich schon im August 2025 kommen sollen, wurde dann aber verschoben. Im Januar ist es so weit – nicht unbedingt ein Vertrauensbeweis des Studios. Denn während man Blockbuster im Sommer positioniert, ist der Januar üblicherweise ein Monat, in dem man Filme, von denen man nichts erwartet, herausbringt.
Chris Pratt spielt in Mercy einen Detektiv, dem ein Verbrechen vorgeworfen wird. Es liegt nun an ihm, seine Unschuld zu beweisen, während er versuchen muss, eine Verschwörung aufzudecken. Der Film wurde von Timur Bekmambetov (Wanted) inszeniert. Erwarten darf man darum einige visuell aufregende Actionsequenzen. Die Geschichte spielt in einem futuristischen Setting. Neben Pratt ist auch Rebecca Ferguson (Silo) dabei.
Cold Storage (12. Februar)
David Koepp (Jurassic Park) hat den Roman und das Drehbuch zu dieser Sci-Fi-Komödie geschrieben. Für Teacake (Joe Keery) und Naomi (Georgina Campbell) entwickelt sich eine scheinbar gewöhnliche Nachtschicht zum Albtraum, als in dem Self-Storage-Komplex, in dem sie arbeiten, ein rätselhafter Pilzparasit freigesetzt wird.
Der extrem gefährliche Organismus stammt aus einer abgeschotteten Militäranlage unter dem Gebäude, einem Überbleibsel geheimer US-Experimente. Kaum entfesselt, breitet sich der Erreger mit atemberaubender Geschwindigkeit aus und verwandelt Menschen wie Tiere in zombieartige Wesen.
Während die Zeit gnadenlos verrinnt, müssen Teacake und Naomi gemeinsam mit einem gealterten Anti-Bioterror-Agenten (Liam Neeson) alles daran setzen, eine globale Katastrophe zu verhindern. In den Hauptrollen agieren Liam Neeson, Georgina Campbell und der als Steve aus Stranger Things bekannte Joe Keery.
Frankenstein und ein Astronaut
Die Braut des Monsters: The Bride (5. März)
Der Film hätte schon letzten Oktober kommen sollen, dann erfolgte eine Verschiebung auf März dieses Jahres. Im Chicago der 1930er-Jahre sucht Frankensteins Monster die Unterstützung von Dr. Euphronius, um einen Gefährten zu erschaffen.
Gemeinsam erwecken sie eine ermordete Frau als Braut zum Leben – ein Akt, der nicht nur eine Liebesgeschichte entfacht, sondern auch die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zieht und tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen anstößt.
Der von Maggie Gyllenhaal geschriebene und inszenierte Film versteht sich als eigenständige, moderne Neuinterpretation von James Whales Klassiker Frankensteins Braut aus dem Jahr 1935. In der Rolle der Braut ist Jessie Buckley zu sehen, Christian Bale spielt das Monster. Zum Ensemble gehören außerdem Penélope Cruz, Annette Bening, Jake Gyllenhaal und Peter Sarsgaard.
Gore Verbinski ist zurück: Good Luck, Have Fun, Don't Die (12. März)
Vor zehn Jahren lieferte Regisseur Gore Verbinski mit A Cure for Wellness seinen letzten Film ab. Mit Good Luck, Have Fun, Don't Die meldet er sich nun zurück. Ein geheimnisvoller Mann aus der Zukunft (Sam Rockwell) betritt ein Diner in Los Angeles. Dort ist er gezwungen, aus den anwesenden Gästen eine ganz bestimmte Gruppe zusammenzustellen – darunter Haley Lu Richardson, Michael Peña, Zazie Beetz und Juno Temple -, denn nur in dieser Konstellation besteht eine Chance, in einer nächtlichen Mission das Schicksal der Welt zu wenden.
Ob der Mann, der mit den drei Fluch-der-Karibik-Filmen riesige Hits hatte, damit wieder groß durchstartet? Der Trailer sieht jedenfalls vielversprechend aus.
Nach Der Marsianer: Der Astronaut – Project Hail Mary (19. März)
Wie Ridley Scotts Der Marsianer basiert der Film auf dem Roman von Andy Weir. Ein Astronaut versucht, die Erde zu retten, während er allein im Weltraum ist.
Gespielt wird er von Ryan Gosling. Die Regie übernahmen Christopher Miller und Phil Lord, deren letzte Regiearbeit 22 Jump Street vor zwölf Jahren war. Als Produzenten waren sie jedoch sehr aktiv und betreuen unter anderem die Spider-Man-Animationsfilme.
Der Film wurde bereits 2024 gedreht, die Nachproduktion mit den Effekten nahm jedoch viel Zeit in Anspruch. Mit Andy Weir kommen die beiden Regisseure wohl gut aus. Als Nächstes wollen sie dessen Roman Artemis verfilmen. Ein gemeinsames, originäres Projekt der drei ist auch angedacht.
Ein neuer Ridley-Scott-Film und Star Wars
The Dog Stars (26. März)
Auch mit 88 Jahren dreht Ridley Scott weiter Filme. Nach Gladiator II im letzten Jahr ist The Dog Stars seine neueste Regiearbeit. In einer verwüsteten Welt nach dem Zusammenbruch der Zivilisation hat ein tödlicher Virus die Menschheit fast vollständig ausgelöscht. Die wenigen Zurückgebliebenen werden von umherziehenden Plünderern, den Reapern, bedroht.
Einer von ihnen ist Hig, ein Pilot, der die Seuche überlebt hat, jedoch mit dem Tod seiner Frau und der Einsamkeit einer zerstörten Welt leben muss. Der Film basiert auf dem Roman von Peter Heller.
Die Besetzung kann sich sehen lassen: Josh Rolin, Jacob Elordi, Margaret Qualley, Guy Pearce und Benedict Wong. Eigentlich sollte Paul Mescal, der in Gladiator II die Hauptrolle spielte(öffnet im neuen Fenster), den Part von Jacob Elordi übernehmen, aber terminliche Probleme verhinderten das.
Mehr Star Wars: The Mandalorian & Grogu (20. Mai)
Über die Geschichte ist noch immer nicht viel bekannt, der erste Trailer gibt auch nicht viel her. Was man weiß: Der Mandalorianer Din Djarin, früher als Einzelgänger und Kopfgeldjäger unterwegs, zieht mit seinem Schützling Grogu in ein neues Abenteuer.
Dabei trifft er auf den Sohn von Jabba the Hutt, der im Original von Jeremy Allen White (The Bear) gesprochen wird. Mit dabei ist auch Sigourney Weaver, die damit ein weiteres Sci-Fi-Franchise nach Alien und Avatar abhaken kann. Jon Favreau, der The Mandalorian entwickelt hat, führte Regie. Es ist der erste Star-Wars-Kinofilm seit 2019, als Episode IX in die Kinos kam.
Bei der Macht von Grayskull: Masters of the Universe (4. Juni)
Über die Handlung ist noch nicht viel bekannt. Was es sicher gibt: He-Man. Der stärkste Krieger des Universums stellt sich dem finsteren Skeletor entgegen, um Eternia vor dem Untergang zu bewahren und die Machtgeheimnisse von Castle Grayskull zu verteidigen.
Ein Masters-Film war seit vielen Jahren in Entwicklung, und das von verschiedenen Studios. Manchmal kam man dem Produktionsstart nahe, aber erst mit diesem Film gelingt es, He-Man zum ersten Mal in fast 40 Jahren wieder auf die Leinwand zu bringen (1987 spielte ihn Dolph Lundgren in Masters of the Universe).
Die Besetzung ist toll: Morena Baccarin spielt die Zauberin, Idris Elba ist der Man-at-Arms, Alison Brie ist Evil-Lyn, Jared Leto Skeletor, James Purefoy König Randor und Nicholas Galitzine He-Man. Was Fans schon vor einiger Zeit in Aufregung versetzte: Der Film beginnt auf der Erde, weil Prinz Adam dort als Kind lebt und erst später nach Eternia kommt.
Steven Spielbergs geheimnisvolles Projekt
Disclosure Day (11. Juni)
Seit Cloverfield gab es rund um einen neuen Sci-Fi-Film keine solche Geheimhaltung. Bis der Trailer im Dezember 2025 präsentiert wurde, war der Öffentlichkeit nicht einmal der Titel des Films bekannt.
Mit Disclosure Day, geschrieben von David Koepp, kehrt Steven Spielberg zu seinen Wurzeln in der Science-Fiction zurück. Es geht darum, dass der Mensch nicht allein im All ist, dass Außerirdische Einfluss nehmen und dass ein junger Mann die große Geheimhaltung kippen und jedem auf Erden die Wahrheit sagen will. Emily Blunt, Josh O'Connor, Colin Firth, Colman Domingo und Wyatt Russell spielen die Hauptrollen.
Frech: Supergirl (25. Juni)
Der Auftritt von Supergirl in James Gunns Film Superman war toll, weil Supergirl hier anders auftritt, als man sie bisher kannte: in Partylaune, nicht alles ernst nehmend und kein Pfadfinder wie ihr Cousin.
Der Trailer erwies sich als sehr erfolgreich, erste Testscreenings lassen ebenfalls viel erwarten. Zwar heißt es, der Schurke sei nicht gänzlich überzeugend, aber das Drumherum mache Spaß. Das glaubt man nach dem Trailer gerne, zumal Milly Alcock als Supergirl ziemlich cool ist.
Aber das ist längst nicht alles: Lobo ist auch dabei. Er hatte bisher noch keinen Live-Action-Auftritt, ist aber eine beliebte Comic-Figur. Der außerirdische Kopfgeldjäger(öffnet im neuen Fenster) wird von Jason Momoa gespielt.
Mit Sadie Sink: Spider-Man: Brand New Day (30. Juli)
Der vierte Teil der Sony-Marvel-Reihe wurde von Destin Daniel Cretton inszeniert, der für Marvel schon beim Shang-Chi-Film Regie führte. Peter Parker versucht, ein normales Leben zu beginnen und sich ganz auf sein College-Dasein zu konzentrieren. Seine Rolle als Spider-Man will er hinter sich lassen.
Doch als seinen Freunden eine neue Gefahr droht, bleibt ihm keine Wahl: Mit Unterstützung eines unerwarteten Verbündeten muss er erneut zum Helden werden. Nach dem dritten Teil stehen einige Änderungen an – welche, das wird man erst noch herausfinden müssen.
Das größte Mysterium stellt die aus Stranger Things bekannte Sadie Sink dar. Ihre Rolle ist noch immer ein Geheimnis. Fans haben sie schon mit jeder rothaarigen Figur im Marvel-Universum in Verbindung gebracht, sie meinte dazu aber nur, dass man sich Haare ja auch färben könne.
Avengers und Arrakis
Mit Anne Hathaway und Ewan McGregor: Flowervale Street (13. August)
Auch über diesen Film ist noch nicht viel bekannt. Er soll in den Achtzigerjahren spielen und zeigen, wie eine Familie seltsame Vorkommnisse in ihrer Nachbarschaft bemerkt. Gerüchteweise kommen auch Dinosaurier vor.
Autor und Regisseur ist David Robert Mitchell, der mit It Follows im Jahr 2014 einen der besten Horrorfilme des neuen Jahrtausends abgeliefert hat. In den Hauptrollen agieren Anne Hathaway und Ewan McGregor, der Oscar Isaac ersetzt.
Noch ein Prequel: Die Tribute von Panem – Sunrise on the Reaping (19. November)
Der Film erkundet Panem 24 Jahre vor Katniss' Geschichte und setzt am Morgen der Ernte für die 50. Hungerspiele ein, an denen der junge Haymitch Abernathy teilnimmt. Das ist die Figur, die in den ursprünglichen Filmen von Woody Harrelson gespielt wurde.
Wie bei den letzten Teilen der Hauptreihe und dem ersten Prequel hat Francis Lawrence wieder die Regie übernommen. In den Hauptrollen agieren die aus Stranger Things bekannte Maya Hawke, Jesse Plemons, Mckenna Grace, Ralph Fiennes, Glenn Close und Elle Fanning.
Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson spielen ihre Rollen Katniss und Peeta erneut – vielleicht in einer Rahmenhandlung. Fiennes spielt Präsident Snow, Plemons Plutarch Heavensbee. Sie treten damit in die Fußstapfen von Donald Sutherland und Philip Seymour Hoffman.
Das letzte Level: Jumanji 3 (10. Dezember)
Der Film soll die Reihe abschließen, Dwayne Johnson, Karen Gillan, Jack Black und Kevin Hart sind wieder dabei. Außerdem spielt Danny DeVito mit. Die Regie hat wie in den beiden vorherigen Filmen Jake Kasdan übernommen.
Messias: Dune – Part Three (17. Dezember)
Der Film adaptiert den zweiten Roman von Frank Herbert. Die Geschichte knüpft an Paul Atreides an, den messianischen Herrscher, der mithilfe der Fremen vom Wüstenplaneten Arrakis – auch Dune genannt – das galaktische Imperium an sich gerissen hat.
Zwölf Jahre nach diesem Triumph sieht sich Atreides einer Verschwörung gegenüber, die seinen Sturz zum Ziel hat: Ein Atomanschlag soll seine Herrschaft und seine Dynastie beenden.
Zugleich erfährt er, dass seine geliebte Chani Zwillinge erwartet, ihr Leben jedoch bedroht ist. Die Regie hat erneut Denis Villeneuve übernommen, der aber schon sagte, dass er danach keinen Dune-Film mehr inszenieren werde. Schade, gibt es doch vier weitere Romane von Frank Herbert. Dieser Film wird der zweite sein, der vollständig auf Imax-70-mm-Film gedreht wird.
Rächer sammeln: Avengers – Doomsday (17. Dezember)
Der Film wurde schon einmal verschoben – gut möglich, dass das wieder geschieht. Es ist nur schwer vorstellbar, dass Disney und Warner sich mit Avengers und Dune am selben Tag ein Duell liefern werden.
Schließlich ist das hier nicht Barbenheimer (Barbie und Oppenheimer), dieses Duo spricht das genau gleiche Publikum an. Nachdem Marvel in den letzten Jahren etwas strauchelte, setzt das Studio in den Film große Hoffnungen. Die Russo-Brüder, die schon Avengers: Endgame zum Megahit machten, führen Regie.
Worum es geht, weiß man nicht, aber dieser und der nächste Avengers-Film werden die Multiversum-Saga abschließen. Darum gibt es hier auch Auftritte der X-Men aus den Fox-Filmen. Robert Downey Jr. kehrt ebenfalls zurück, aber nicht als Iron Man, sondern als Doctor Doom aus einem anderen Universum.
Ohne Termin: Godzilla Minus Zero
Toho hat das Sequel zu Godzilla Minus One für 2026 angekündigt. Vermutlich wird der Film Ende des Jahres starten.
Da der erste Teil weltweit erfolgreich war, dürfte einem deutschen Kinostart auch nichts im Weg stehen. Über die Handlung ist noch nichts bekannt, Takashi Yamazaki wird aber nach dem ersten Teil wieder als Autor und Regisseur den Film verantworten.
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