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Der AIDS Information Trojaner infizierte mehr als 1.000 Rechner - bereits im Jahr 1989.
Der AIDS Information Trojaner infizierte mehr als 1.000 Rechner - bereits im Jahr 1989. (Bild: F-Secure)

Popp leugnet böse Absichten

Der Biologe leugnete in den Befragungen, dass er Erpressungssoftware eingesetzt hatte. Die Verschlüsselungsfunktion und die Lizenzforderungen des auf der Diskette gespeicherten Programms bezeichnete er als "unerklärlich". Er habe "keine finanziellen Interessen" an dem Unternehmen PC Cyborg Corporation, das in den Unterlagen zu den Disketten als Ansprechpartner genutzt wird.

"Der einzige Grund für die Entwicklung der Aids-Disk war es, Computer zu nutzen, um Menschen über Gesundheitsfragen aufzuklären, um die globale AIDS-Epidemie zu bekämpfen", sagte er. Er habe "niemals einen Penny damit verdient" und habe dies auch in Zukunft nicht vor. Die Direktoren der PC Cyborg Corporation würden zudem alle für die Weltgesundheitsorganisation arbeiten. Ein Sprecher der Organisation wies dies damals zurück, die Behauptungen seien "voll und ganz falsch".

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Zum angeblich angestrebten medizinischen Fortschritt trug der Aids Information Trojan jedenfalls nicht bei, im Gegenteil: Eine Forschungseinrichtung in Italien soll mehr als zehn Jahre an Forschungsergebnissen verloren haben, weil sie nach der Infektion in Panik das gesamte System gelöscht und neu aufgesetzt haben soll.

  • Die Erpresserbotschaft des AIDS-Information-Trojan (Bild: F-Secure).
  • Die Erpresserbotschaft des Petya-Trojaners aus dem Jahr 2016 hat beim Design kaum Fortschritte gemacht. (Bild: F-Secure).
  • Der Trojaner wurde nicht per Mail-Anhang oder Exploit-Kit verteilt, sondern über Disketten. (Bild: F-Secure)
Die Erpresserbotschaft des AIDS-Information-Trojan (Bild: F-Secure).

In vielen Fällen soll außerdem IT-Verantwortlichen gekündigt worden sein, weil die Installation der Software im Unternehmensnetzwerk auf Mängel im Ablauf hingewiesen habe.

Der Gefängnisaufenthalt tat Popp nicht gut

Der Aufenthalt im Gefängnis tat der ohnehin labilen Psyche von Joseph Popp offenbar nicht gut. Er soll mit einem Pappkarton bekleidet durch die Flure gelaufen sein, außerdem Lockenwickler in seinem langen Bart getragen haben, die ihn vor bösartiger Strahlung und Mikroorganismen bewahren sollten. Mitinsassen sollen ihn außerdem dabei beobachtet haben, wie er sich Kondome über die Nase zog.

Aufgrund seiner schlechten Verfassung wurde Popp schließlich entlassen und nach Cleveland im US-Bundesstaat Ohio abgeschoben. Nach der Entlassung richtete er in einem Haus im Staat New York mit seiner Tochter ein Schmetterlingskonservatorium ein.

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drpa 11. Jul 2016

Und ich habe auch nicht gesagt, dass der Grund die Homosexualität ist, sondern dass laut...

thorben 09. Jul 2016

Aufgrund seiner schlechten Verfassung wurde Popp schließlich entlassen und nach Cleveland...

Fun 08. Jul 2016

Interessanter Artikel, kannte vieles davon noch nicht. Aber 1000 Computer weltweit war...

Gaius Gugelhupf 08. Jul 2016

Ein Konservatorium ist eine Einrichtung zur Ausbildungvon Musikern. Da Dr. Popp...

janoP 08. Jul 2016

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