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Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti auf der ISS 2015: nur deutsche Männer im All
Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti auf der ISS 2015: nur deutsche Männer im All (Bild: Nasa)

Per Crowdfunding in den Orbit

Bis 2010 gab es mit den USA und Russland zwei Staaten, die regelmäßig die internationale Raumstation ISS angesteuert haben. Dann jedoch stellte die amerikanische Raumfahrtagentur Nasa ihr Space-Shuttle-Programm ein. Wer Menschen ins All bringen will, ist seitdem auf Roskosmos angewiesen. Ein Umstand, den gerade mehrere Firmen ändern wollen.

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Unternehmen wie SpaceX, Sierra Nevada Corporation und Boeing arbeiten seit rund einem Jahrzehnt daran, die Raumfahrt zu einem privaten Geschäft zu machen. Sie entwickeln Konzepte für Zubringerschiffe und Trägerraketen, drei Firmen führen schon jetzt im Auftrag der Nasa Versorgungsflüge zur ISS durch. Sie liefern Fracht, kutschieren aber keine Menschen. Noch nicht.

Reiseplätze ins All sind rar und begehrt

Für nächstes Jahr planen SpaceX und Boeing erste bemannte Flüge. Allerdings ist der Zeitpunkt schon mehrfach verschoben worden. Zudem wird ab 2018 ein Platz in der russischen Sojus-Rakete frei sein, weil die Russen künftig nur noch mit zwei statt drei Mann zur ISS fliegen wollen. Ein rares Gut, das umso begehrter ist. "Jedes Frühjahr und jeden Herbst wird dann ein Aufenthalt im All zu kaufen sein", sagt Schütz. Für wie viel weiß niemand.

Geht es nach Kessler, soll eine Deutsche den Platz bekommen. Und zwar nicht als Angestellte einer staatlichen Einrichtung wie der Nasa oder Esa, sondern im Auftrag von HE Space, die die Astronautenzeit dann an potenzielle Nutzer verkaufen kann.

Ihr Projekt sei einzigartig, sagt Kessler. "Daher ist es nur normal, dass ganz viele Fragen zu diesem Zeitpunkt unbeantwortet sind." Die Kandidatinnen wüssten um die Unsicherheiten, man habe ihnen deutlich gesagt, dass die Suche nach Deutschlands erster Astronautin nicht bedeutet, dass sich eine finden wird. Der Anfang aber sei gemacht.

Mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne will man das Training zu Beginn finanzieren. Mindestens 50.000 Euro erhofft Kessler sich, 125.000 Euro wären noch besser. Noch in diesem Jahr soll die Ausbildung für einen Kurzaufenthalt in der Astronauten-WG im All beginnen. Stück um Stück wollen Kessler und Kollegen ihre Raumfahrerin aufbauen. Die Kandidatin soll Teile des Esa-Astronautentrainings nacheinander abarbeiten. Dazu zählen Tauchkurse, etwa um Weltraumspaziergänge und Andockmanöver zu trainieren, sowie russische Sprachkurse, Verhaltens- und Leistungstraining.

Private Anbieter stellen neue Regeln auf

Doch auch hier ist unklar, wo welche Ausbildungsabschnitte absolviert werden sollen. Tauchen und dabei Koppeln üben lässt sich beispielsweise im Becken der Nasa in Houston, aber muss es dort sein? Noch gibt es keine Richtlinien für eine kommerzielle Ausbildung. Fest steht, dass wer derzeit in der ISS leben und arbeiten will, den Kriterien der internationalen Raumfahrtagenturen entsprechen muss. Vollkommen egal, ob es sich um eine herkömmlich ausgebildete oder gecastete Astronautin handelt.

Fest steht, dass mit den privaten Anbietern neue Regeln gelten werden. Firmen wie HE Space werden sie wohl mitbestimmen. Auch SpaceX, Boeing und andere werden mitreden wollen, schließlich sind sie die Zukunft der bemannten Raumfahrt. Es sind Firmen, die nicht nur zur ISS oder zum Mond, sondern am liebsten zum Mars und noch weiter wollen. Die Menschheit soll das All erobern. Ohne Frauen wird ihnen das nicht gelingen.

 "Die Astronautin": Ich habe heute leider keinen Flug ins All für dich

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frostbitten king 04. Mär 2017

Der Vergleich hinkt nicht nur, es ist ein Strawman. Aja, ...wir haben einen Winner...

Ovaron 02. Mär 2017

Am Großen Wagen ist die Deichsel verbogen! scnr

Eheran 02. Mär 2017

Wenn ich mir die Kriterien anschaue mangelt es auch an sämtlichem Fachwissen, was...



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