Eine CGI-Figur erwacht: ein Ritter aus Buntglas

Weiter ging es mit dem SF-Film Last Starfighter (1984), der die ersten integrierten CGI-Backgrounds benutzte. 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen bot die erste fortgeschrittene CGI-Animation eines Planeten.

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Ein echter Entwicklungssprung fand in Das Geheimnis des verborgenen Tempels (1985), einer Geschichte um den jungen Sherlock Holmes, statt. Der Film hat sich seinen Platz in den Annalen der FX-Historie gesichert, weil er als erstes eine vollständig am Computer generierte fotorealistische Figur zeigte: einen Ritter, der aus Buntglas besteht.

Für die Umsetzung des Effekts, bei dem die CGI-Figur gescannt und mittels eines Lasers auf den Film gebannt wurde, war John Lasseter verantwortlich. Lasseter war damals noch für George Lucas tätig und leitete später Pixar. Die Arbeit an der 30-sekündigen Sequenz nahm sechs Monate Zeit in Anspruch.

Im Jahr darauf gab es bei Die Reise ins Labyrinth das erste fotorealistische CGI-Tier, eine Eule, die im Intro des Films zu sehen ist. In Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart (1986) gab es derweil das erste realistische Morphing eines Gesichts.

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Zwei Jahre später, bei dem Fantasy-Film Willow, sollte das Morphing noch sehr viel beeindruckender sein. Dort verwandelte sich eine Frau in verschiedene Tiere. Dennis Muren von George Lucas' Firma Industrial Light & Magic war dafür verantwortlich und brachte die Effekttechnik damit ein gutes Stück voran.

Der letzte große Schritt wurde in den 1980er Jahren in James Camerons Abyss (1989) gemacht. Hier wurde das erste Mal Flüssigkeit mit der Morphing-Technologie gezeigt, nämlich wenn die Außerirdischen aus Wasser erst einen Tentakel formen und an dessen Spitze dann ein Gesicht zu sehen ist.

Diese Szene war im Skript so angelegt, dass der Film auch ohne sie funktioniert, weil im Vorfeld niemand wusste, ob man den Effekt überzeugend hinbekommen würde. Tatsächlich gab es Effekte, die damals noch zu anspruchsvoll waren, wie etwa die große Welle am Ende des Films. Sie wurde erst für die spätere Special Edition von ILM gestaltet, als James Cameron seine Langfassung präsentierte.

The Abyss

Eine neue Welt

Abyss war insofern wichtig, als James Cameron auf Basis der hier entwickelten Effekte nur zwei Jahre später in Terminator 2 (1991) den T-1000 in seiner flüssigen Form zeigen konnte. Die 1990er Jahre hatten begonnen - und das, was technisch möglich war, entwickelte sich mit enormer Rasanz immer weiter. 1993 kam Spielbergs Jurassic Park.

Seitdem sind viele klassische Effekttechniken eingemottet oder für die neue Welt der Computer adaptiert worden. Die technischen Durchbrüche von einst sind längst vom heutigen Standard überholt worden.

Damals aber mutete das, was die FX-Künstler auf die Leinwand brachten, fast wie Magie an.

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 Ein schwarzes Loch als Wireframe
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demonkoryu 03. Jun 2021

Derartige Programme benutzen eher die GPU als die CPU.

Ach 21. Mai 2021

+1 Schließe mich an.

Cerdo 20. Mai 2021

Im Artikel wird das ein bisschen übergangen: Ed Catmull hat nicht nur die Hand animiert...

Hotohori 20. Mai 2021

Kein Problem mit FF hier, gleiche Version.



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