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Dido Blankenburg: Telekom verliert erneut ihren Chef für Kooperation

Dido Blankenburg verlässt die Telekommunikationsbranche. Der Vorstandposten für Breitbandkooperationen bei der Telekom wird nicht neu besetzt.
/ Achim Sawall
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Dido Blankenburg, Vorstandsbeauftragter Breitbandkooperationen Telekom, bei den Fiberdays 2019 des Breko in Wiesbaden (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Dido Blankenburg, Vorstandsbeauftragter Breitbandkooperationen Telekom, bei den Fiberdays 2019 des Breko in Wiesbaden Bild: Achim Sawall/Golem.de

Nach vier Jahren als Vorstand für Breitbandkooperationen verlässt Dido Blankenburg (51) die Deutsche Telekom. Das gab der Netzbetreiber am 6. Mai 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Sein Posten wird nicht nachbesetzt.

Blankenburg beende zum 30. Juni 2022 auf eigenen Wunsch das Arbeitsverhältnis, "um sich Aufgaben außerhalb der Telekommunikationsbranche zu widmen" . "Für die Herausforderungen, die wir vor vier Jahren identifiziert haben, existieren heute Lösungen. Wir kooperieren mit lokalen Versorgern, haben Glasfaser Nordwest sowie Glasfaserplus gegründet und erreichen so zusätzlich Millionen von Menschen" , sagte Blankenburg.

Er betrachte seine Aufgabe als abgeschlossen. Mit den bereits laufenden Kooperationen wird das Unternehmen perspektivisch sechs bis acht Millionen Haushalte in Deutschland mit Glasfaser versorgen. Weitere Kooperationen sind offensichtlich geplant. Telekom-Deutschland-Chef Srini Gopalan erklärte: "Dido hat verschiedene Kooperationen mitbegründet und die Vorleistungsverträge mit unseren Wettbewerbern gestaltet."

Überbauen findet weiter statt

Wilhelm.tel-Chef Theo Weirich sagte noch im Juni 2021 beim Branchenkongress Anga Com, bei Netzbetreibern mit sieben (Telekom) und acht Buchstaben (Vodafone) funktioniere die Zusammenarbeit nicht . Blankenburg entgegnete, dass die Telekom für viele verschiedene Formen der Kooperation offen sei.

"Nur wenn einer sagt, du baust hier nicht und kaufst bei uns ein, dann gibt es Probleme. Das ist das einzige, wo man sich nicht einigen kann. Dann kommt es vor, dass zwei an gleicher Stelle bauen" , sagte Blankenburg. Doch schon im März 2021 verkündeten Weirich und die Telekom eine Zusammenarbeit .

Blankenburgs Vorgänger, Johannes Pruchnow, verließ die Telekom nach knapp zwei Jahren wieder . Er trat im Raum München, wo er auch seinen Lebensmittelpunkt hat, eine Stelle als Vorstandsvorsitzender bei Gabo Systemtechnik an, der Rohrsysteme für die Telekombranche herstellt.


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