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Dialog Semiconductor: Apple kauft PMIC-Lizenz und übernimmt Ingenieure

Für 600 Millionen US-Dollar verschafft sich Apple einen stärkeren Zugriff auf wichtige Power-Management-Chips: Über 300 Mitarbeiter und mehrere Standorte wechseln von Dialog Semiconductor zu Apple, überdies wurden Verträge über Patente und für die nächsten Jahre geschlossen.
/ Marc Sauter
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Die eines PMIC von Dialog Semiconductor (Bild: Kawe Mazidjatari)
Die eines PMIC von Dialog Semiconductor Bild: Kawe Mazidjatari / CC-BY 4.0

Apple hat sich mit dem PMIC-Zulieferer Dialog Semiconductor auf eine anteilige Übernahme geeinigt ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ): Der iPhone-Hersteller zahlt 300 Millionen US-Dollar und erhält eine Lizenz, geistiges Eigentum sowie Standorte samt Mitarbeitern, obendrein fließen 300 Millionen US-Dollar als Vorabzahlung für Power-Management- und weitere Chips, welche in den nächsten drei Jahren geliefert werden.

Dialog Semiconductor, ein deutscher Zulieferer, tritt seine Standorte in Nabern und Neuaubing (Deutschland), in Livorno (Italien) und in Swindon (Großbritannien) an Apple und über 300 Ingenieure sowie weitere Mitarbeiter wechseln zu Apple. Das entspricht ungefähr 16 Prozent der gesamten Belegschaft, allerdings haben die entsprechenden Angestellten bereits zuvor sehr eng und teils exklusiv an PMICs für Apple-Produkte wie iPhones gearbeitet.

Weil die Vereinbarung für PMIC-, für Lade-, für Audio- und für Mixed-Signal-Chips vorerst von 2019 bis 2021 gilt, ist durchaus denkbar, dass Apple die vertikale Integration von Komponenten dann auch auf Power-Management-Chips ausweitet. Berichte, wonach das Unternehmen aus Cupertino selbst PMICs entwickelt, sind nicht neu. Ähnlich ging Apple auch bei Grafikeinheiten vor, nach der Abkehr von Imagination Technologies und PowerVR wurden eigene iGPUs entworfen, wenngleich das Design auf eine Lizenz schließen lässt.

Ein PMIC ist ein vergleichsweise teures und wichtiges Bauteil, da es für das Energiemanagement eines Smartphones (mit)verantwortlich ist. Die Chips können Spannungen wandeln, das Laden des Akkus verwalten oder die Stromquelle wählen. Eine möglichst hohe Effizienz hilft dabei, dass ein Gerät über jegliche Workloads hinweg möglichst sparsam arbeitet – wichtig für die Laufzeit des Smartphones.


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