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Diablo 3: Verbraucherschützer mahnen Blizzard ab

Wegen der Startprobleme bei Diablo 3 und fehlender Informationen auf der Verpackung nehmen sich nun deutsche Verbraucherschützer Activision-Blizzard vor. Dem Spielepublisher ging eine Abmahnung zu.
/ Christian Klaß
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Blizzard ist wegen Diablo 3 im Visier der Verbraucherschützer. (Bild: Blizzard)
Blizzard ist wegen Diablo 3 im Visier der Verbraucherschützer. Bild: Blizzard

Der Verbraucherzentrale Bundesverband(öffnet im neuen Fenster) (VZBV) wirft Blizzard Wettbewerbsverstöße vor(öffnet im neuen Fenster) . Dabei geht es um das Spiel Diablo 3 . Auf dessen Verpackung würden nicht nur wichtige Informationen zu Spielvoraussetzungen fehlen, etwa die benötigte dauerhafte Internetverbindung und die Zwangsbindung an Battle.net. Viele Spieler hätten zudem über einen längeren Zeitraum keinen Zugang zum Spiel erhalten. Stattdessen gab es Fehlermeldungen, wobei der "Fehler 37" durch sein häufiges Auftreten zum Internet-Meme wurde.

Bereits Ende Mai 2012 kritisierte der VZBV eine mangelhafte Informationspolitik seitens Blizzard. Der potenzielle Käufer müsse bereits vor dem Kauf wissen, unter welchen Voraussetzungen eine Software genutzt werden kann. Zudem müsse eine technische Infrastruktur einschließlich ausreichender Serverkapazitäten bereitgehalten werden. "Für bares Geld darf schließlich auch eine Gegenleistung, sprich ungetrübter Spielgenuss, erwartet werden" , so der VZBV.

"Dem VZBZ gingen seit dem Spielstart am 15. Mai 2012 bis Anfang Juni 2012 zahlreiche Beschwerden zu, so dass Handeln geboten war" , heißt es in einer Mitteilung der Verbraucherschützer. Die haben Blizzard nun eine Abmahnung zugeschickt. Blizzard hat bis zum 13. Juli 2012 Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben.

Blizzard(öffnet im neuen Fenster) hat unterdessen wie angekündigt das Echtgeld-Auktionshaus(öffnet im neuen Fenster) gestartet, in dem Diablo-3-Spieler untereinander Ingame-Gegenstände verkaufen können. Spieler haben nur in ihrer jeweiligen Heimatregion Zugang zum Echtgeld-Auktionshaus. Für außerhalb davon erstellte Charaktere können keine Gegenstände gekauft oder verkauft werden.


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