Diablo 2 Resurrected im Test: Der dunkle Fürst der Zeitfresser ist auferstanden

Gelungene Umsetzung für Konsolen, überarbeitete Grafik und Detailverbesserungen: Bei Diablo 2 Resurrected herrscht Lange-Nacht-Gefahr.

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Artwork von Diablo 2 Resurrected
Artwork von Diablo 2 Resurrected (Bild: Blizzard)

Natürlich wissen wir, wer Marius in Diablo 2 besucht und welches Schicksal dem armen alten Mann bevorsteht. Schon im Jahr 2000 haben wir das herausgefunden. Trotzdem hat uns die Handlung in der Neuauflage Resurrected wieder gepackt.

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Grund: Das zu Blizzard gehörende Entwicklerstudio Vicarious Visions hat die Zwischensequenzen des Oldies so packend neu inszeniert, dass wir auch wegen des hohen "wie sieht das nächste Video aus"-Faktors erneut in die Falle getappt sind und schon wieder zu viel Diablo 2 gespielt haben.

Dabei bietet das Remaster von Hauptspiel und der Erweiterung Lord of Destruction eigentlich nichts Neues, sondern einen über 20 Jahre alten Klassiker mit verbesserter Grafik - und erstmals auf Konsole.

Handlung, Umgebungen sowie das Kampf- und Rollenspielsystem mit den sieben vertrauten Klassen sind im Grunde gleich geblieben.

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Allerdings können wir auf Konsole und PC mit einer von Grund auf neuen Controller-Steuerung durch die Fantasywelt Sanktuario ziehen, was bei so gut wie jedem Spieler vom ersten Moment an intuitiv und ohne Probleme klappen dürfte.

Wir hätten Anno 2000 nie gedacht, das jemals zu schreiben - aber: Uns macht Diablo 2 mit Gamepad inzwischen mehr Spaß als mit Tastatur und Maus.

Sonstige Änderungen finden sich nur bei Details. So steckt unser Charakter Goldmünzen nun vollautomatisch ein. Die Schatztruhe wurde vergrößert, das Helden-Inventar ist aber unverändert und damit für heutige Gewohnheiten gefühlt viel zu klein.

Wir können wahlweise eine Offlinepartie ganz privat spielen oder eine Onlinepartie allein sowie im Koop mit bis zu sieben Mitstreitern; Crossplay gibt es noch nicht. In jedem Fall müssen wir vor dem ersten Start eine Verbindung zum Battle.net herstellen, was auf den Konsolen über einen Web-Link geschieht.

Das Programm unterstützt Auflösungen bis 4K, sofern die jeweilige Plattform dies darstellen kann. Die Konsolenversion läuft wahlweise im Qualitätsmodus (30 Frames) oder im Leistungsmodus (60 Frames).

  • Resurrected bietet unter anderem dynamische Schatten. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Bei Stufenaufstiegen können wir unsere Basiswerte verbessern. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Insgesamt stehen uns sieben Klassen zur Verfügung. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Die Zwischensequenzen sind aufwendig in Szene gesetzt. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Vor dem Start wählen wir die Details der Partie aus. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Das Jager der Jägerinnen in neuer Grafik. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Auch auf den Konsolen können wir nahtlos zur Legacy-Grafik wechseln. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
  • Die Steuerung per Gamepad wirkt durchdacht. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)
Resurrected bietet unter anderem dynamische Schatten. (Bild: Blizzard / Screenshot: Golem.de)

Resurrected hat noch technische Problemchen, die aber lösbar sein sollten. Exemplarisch nennen wir hier, dass unsere Xbox-Series-X-Fassung noch nicht mit Quick Resume klarkommt. Wir sehen nach dem Neustart eine Fehlermeldung, dass der Kontakt zu den Servern nicht wiederhergestellt werden konnte.

Auf PC gibt es noch nicht den ursprünglich angekündigten Support für Ultrawide-Monitore (Bildverhältnis 21:9). Die Entwickler arbeiten daran, irgendwann soll es ein entsprechendes Update geben. Bis dahin läuft das Spiel in 19:9 mit schwarzem Rand.

Diablo 2 Resurrected ist für Windows-PC (Battle.net), Nintendo Switch, Playstation 4 und 5 sowie für Xbox One und Series X/S erschienen. Der Preis liegt bei rund 40 Euro. Die deutsche Lokalisierung finden wir gelungen. Von der USK hat das Programm eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten.

Diablo II: Resurrected Standard | Xbox - Download Code

Fazit

Diablo 2 hat uns vor 21 Jahren viele Monate beschäftigt, Resurrected schafft es wieder: Die Mischung aus simplem Gameplay mit fantastischem Flow, der guten alten Sammelleidenschaft und dem berühmten "nur noch 5 Minuten" sorgt dafür, dass wir wieder länger spielen als geplant.

Die Entwickler von Resurrected haben zum Glück alle Stärken bewahrt und ein paar Verbesserungen eingebaut. Als wichtigste Neuerung empfinden wir allerdings schlicht das Einfügen in aktuelle Ökosysteme sowie die richtig gute Umsetzung für Konsolen.

Die überarbeitete Grafik ist ein einfaches Ziel für Spott, aber ganz ehrlich: Wir finden sie einfach stimmig, obwohl sie auf größeren Bildschirmen schon recht pixelig aussieht.

Die technischen Schwächen und Fehler sind ärgerlich, stören im Alltag aber wenig und dürften rasch behoben sein. Unterm Strich hat Blizzard mit Diablo 2 Resurrected fast alles richtig gemacht.

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davidcl0nel 07. Okt 2021 / Themenstart

Bloodrun war die Lod-Anfangszeit, als vor allem die Firewall-Sorc groß war. In dem Gebiet...

superdachs 02. Okt 2021 / Themenstart

Ich muss sagen ich finde in D3 die Gamepadsteuerung deutlich besser. Spiele beide Spiele...

Alphavader 30. Sep 2021 / Themenstart

gute Idee... Daran hatte ich noch nicht gedacht, aber sollte man sich doch mal für einen...

Janquar 30. Sep 2021 / Themenstart

Also ich möchte auf der Konsole gerne flüssig spielen und nicht von Duriel gebasht...

Truster 28. Sep 2021 / Themenstart

Das würde mich wundern. bei mir zumindest hat es unter Windows 10 die Videosequenzen...

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