Diablo 2 Resurrected: Entwickler äußern sich zu Blizzard-Boykott

Für viele Spieler wäre Diablo 2 Resurrected ein Pflichtkauf. Blizzard soll aber nicht unterstützt werden. Das sagen Entwickler zum Dilemma.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Diablo 2 Resurrected
Artwork von Diablo 2 Resurrected (Bild: Blizzard)

Am 23. September 2021 erscheint Diablo 2 Resurrected für Windows-PC und Konsolen. Für Fans der Serie stellt sich die Frage: Einfach kaufen - oder lieber nicht, um den Publisher Activision Blizzard kollektiv unter Druck zu setzen, damit die Arbeitsbedingungen in den Entwicklerstudios verbessert werden?

Stellenmarkt
  1. Leiter IT / Senior Systemadministrator (m/w/d)
    ViGEM GmbH, Karlsruhe
  2. Projektmanager (m/w/d) mit Schwerpunkt Healthcare-IT im Rahmen der Umsetzung des KHZG
    Stiftung Kreuznacher Diakonie, Bad Kreuznach
Detailsuche

Im Gespräch mit dem Magazin Axios hat sich jetzt Designchef Rob Gallerani über diese Entscheidung geäußert. Er sagt salomonisch, dass die Spieler "das tun sollen, was sich für sie richtig" anfühlt.

Nach seinen Angaben seien in Diablo 2 - anders als unter anderem in World of Warcraft - keine Verweise auf Personen gefunden worden, die in irgendeinem Zusammenhang mit der Klage der kalifornischen Department of Fair Employment and Housing gegen Activision Blizzard stehen.

Wegen der Klage, in der es unter anderem um Diskriminierung und Sexismus geht, sei allerdings die Darstellung der Amazone etwas verändert worden. Sie sehe nun mehr wie eine Kriegerin aus und nicht wie eine Figur, die "gerade aus einem Nachtclub kommt".

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Der Artikel von Axios verweist außerdem darauf, dass Resurrected primär bei dem zu Blizzard gehörenden Entwicklerstudio Vicarious Vision entstehe, bei dem auch Gallerani arbeitet. Das Team hat seinen Sitz in New York und ist nicht direkt von der Klage der kalifornischen Behörde betroffen.

Bereits im Juli 2021 hatte die Blizzard-Mitarbeiterin Tami Sigmund auf Twitter geschrieben, dass sie durchaus verstehen könne, wenn die Spieler mit ihrem Geld keine Firma unterstützen wollten, mit deren Moralvorstellungen sie nicht übereinstimmen.

Anderseits, schreibt Sigmund, würden ihre Boni auch vom wirtschaftlichen Erfolg abhängen. Unter Umständen bedeuteten niedrige Verkaufszahlen, dass sie sich die Betreuung für ihr Kind nicht leisten könne.

Diablo II: Resurrected Standard | Xbox - Download Code

Serienerfinder will Diablo 2 Resurrected boykottieren

Im Netz finden sich - wenig überraschend - keine Aufforderungen von Blizzard-Angestellten, das Unternehmen zu boykottieren. Öffentlich hat sich allerdings David Brevik, einer der Erfinder von Diablo, im September 2021 geäußert.

Brevik, der schon lange nicht mehr bei Blizzard arbeitet, hatte in seinem Blog geschrieben, dass er sich nicht mit Diablo 2 Resurrected beschäftigen werde. Er freue sich aber, dass die "Mitarbeiter bei Blizzard sich vor dem Management behaupten und Veränderungen fordern. Ich unterstütze sie mit ganzem Herzen."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


BenniD 23. Sep 2021 / Themenstart

Wo verdient man als Software-Entwickler Brutto knapp 30k im Monat? Und wo kann man sich...

sigii 22. Sep 2021 / Themenstart

Du hetzt doch? Dafür gibt's dich keinerlei Hinweis?!

Truster 22. Sep 2021 / Themenstart

Ich werde es nicht kaufen.... Aber hast schon recht, weniger wegen den...

Pecker 22. Sep 2021 / Themenstart

Ja, das kann einen nerven, wenn man etwas haben möchte, das angekündigt wurde und dann...

Pecker 22. Sep 2021 / Themenstart

Alleine dass du die Kreditkarte für schlecht hältst identifiziert dich als deutschen...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Google
Neues Pixel 6 kostet 650 Euro

Das Pixel 6 Pro mit Telekamera und schnellerem Display kostet ab 900 Euro. Google verbaut erstmals einen eigenen Prozessor.

Google: Neues Pixel 6 kostet 650 Euro
Artikel
  1. M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
    M1 Pro/Max
    Dieses Apple Silicon ist gigantisch

    Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
    Eine Analyse von Marc Sauter

  2. Klimaforscher: Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle
    Klimaforscher
    Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle

    Mit der Entnahme von CO2 in den nächsten Jahrzehnten netto auf null Emissionen zu kommen, klingt nach einer guten Idee. Ist es aber nicht, sagen Klimaforscher.
    Von James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr

  3. Kalter Krieg 2.0?: Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe
    Kalter Krieg 2.0?
    Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe

    Die Volksrepublik China soll eine Hyperschallwaffe getestet haben. China dementiert die Vorwürfe aber und sagt, es wäre ein Raumschiff gewesen.
    Eine Analyse von Patrick Klapetz

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 16% auf SSDs & RAM von Adata & bis zu 30% auf Alternate • 3 Spiele für 49€: PC, PS5 uvm. • Switch OLED 369,99€ • 6 Blu-rays für 40€ • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Chromebooks zu Bestpreisen • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) [Werbung]
    •  /