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Digitale Souveränität: Irgendwo zwischen Idealismus und Alltagstauglichkeit

Wir haben gefragt, wie ihr euch digital frei macht, und gelernt: Der Wechselwillen ist groß, oft fehlt es aber noch an Alternativen – oder die Bequemlichkeit siegt.
/ Andrea Pawlowski
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Wo ziehen unsere Leser den Stecker aus der US-Cloud? (Bild: USA-Reiseblogger)
Wo ziehen unsere Leser den Stecker aus der US-Cloud? Bild: USA-Reiseblogger

Die Frage nach Kontrolle, Vertrauen und Entscheidungsfreiheit im digitalen Leben ist längst nicht mehr hypothetisch – sie betrifft unseren Alltag. Wir haben daher gefragt: Wie steht es um eure persönliche digitale Souveränität? In welchen Bereichen seid ihr bereits unabhängig, was plant ihr als Nächstes, und wo begegnet ihr den größten Herausforderungen?

Die Realität der digitalen Souveränität liegt irgendwo zwischen Idealismus und Alltagstauglichkeit. Eure Antworten zeigen, dass der Weg oft steinig ist – oder wie es ein Teilnehmer nach einem Jahrzehnt Open-Source-Erfahrung ausdrückt:"Nach zehn Jahren rumfrickeln möchte ich einfach, dass bestimmte Dinge funktionieren".

Unsere erste Frage lautete: "Wo bist du privat schon umgestiegen oder musstest es gar nicht, weil du schon einen unabhängigen Dienst benutzt hast? Erzähl uns, wie es geklappt hat und was die Herausforderungen waren".

Nach anfänglichen Hürden erscheint euch ein Wechsel in Infrastrukturbereichen – etwa bei E-Mail, Betriebssystemen oder Servern – als am machbarsten.

Hier kommen eure Beiträge:

"Google, Meta usw. werden in der Firewall geblockt"

➤ Seit 2023 bin ich bei Twitter raus. Umstieg auf Mastodon. Ich bin zufrieden. Einige Personen, die ich schätzen gelernt habe sind auch da, andere nicht, Aber es gibt für mich keinen Grund eine der US-Social-Media-Plattformen in Betracht zu ziehen.

Rein aus beruflichen Gründen geht es nicht, sich von Microsoft zu lösen. Alle anderen, Google, Meta, usw. werden in der Firewall geblockt.

Ich würde ein wirklich Android-freies Handy bevorzugen, aber hier muss man wohl noch warten, Ich nutze ein iPhone 15 Pro, allerdings mit kaum App-Nutzung und Internet auf dem Phone, nein danke.

Ich habe ansonsten mit der Familie Line aus Japan/Korea. Da kann man sich sehr abschotten und muss keine Algorithmen ertragen. Ich vermisse nichts. Signal ist für mich keine Diskussion wert, ich habe den Diskurs einer Freundin mit diesem arroganten Typ Moxie erlebt. Der schmeißt gerne einfach Menschen vor den Bus, mit der Argumentation, wir verschlüsseln doch Ende zu Ende – außer Acht lassend, ja es gibt ein OS das über Add-ons auch eingreift.

Aber egal, den Quatsch werde ich nie nutzen. Wenn ich sicher kommunizieren muss: Threema.

Insgesamt mein Credo: Je weniger US-basierter Dreck, desto besser. Und je weniger online. Ach und bequem lässt bei mir die Alarmglocken läuten. Aber das schon seit Jahren.

➤ Ich steige aktuell von Google Fotos auf Immich um. Das Speichermanagement und die Back-up-Strategie sind derzeit meine größten Herausforderungen, aber beides bereits gelöst. Praxistest steht noch aus.

➤ Vor ca. 10 Jahren schon von Whatsapp zu Telegram gewechselt, selbiges aber mittlerweile gegen Signal und Threema ersetzt. Ebenfalls schon seit Jahren Nextcloud auf meinem Heimserver um Dateien, Kalender, Kontakte zu synchronisieren inkl. Online-Office.

Aktuell Back-up-Lösung des Heimservers umziehen auf etwas lokaleres (derzeit Backblaze). Und bald von Android (/e/OS) auf SailfishOS umziehen (mal wieder).

"OpenXChange – lautlos und alltagstauglich"

➤ Erstmal vielen Dank an euch, Golem-Team. Es ist wichtig, dass Open-Source-Interessierte sich austauschen, ihre Erfahrungen und Wege und Lösungen von anderen sehen können.

Ich bin seit 2015 bei Mailbox.org und nutze den Open-Xchange-basierten Dienst für Mails, Kalender- und Aufgabenmanagement plus Datenaustausch mit meiner Familie mit wenigen Aussetzern lautlos und alltagstauglich. Das letzte große Update aus 2025 hat die Weboberfläche dramatisch verschönert und brachte einige Erleichterungen im Handling von Mails und Terminen.

Grundsätzlich mag ich Mailbox.org.; Hauptherausforderung seit zehn Jahren ist der beschwerliche Workflow von Funktionen auf unseren Android-Handys. Mailbox.org stellt nur eine performancelahme PWA statt Android-nativer Apps bereit. Auf Android muss ich diverse Apps wie DAVx5, Thunderbird for Android, etar und Tasks.org miteinander kombinieren, damit der Workflow funktioniert.

Und trotzdem fehlen mir Funktionen wie Termine in einer Mail annehmen (Funktion hab ich bei Mozilla mit requested) oder Einkaufslisten über Tasks und Sub-Tasks zu managen (Sub-Tasks kann Open-Xchange-Plattform nicht; Funktionalität wurde in den letzten Jahren mehrfach von Mailbox.org requested). Hinzu kommt, dass ich bereits einige Apps wechseln musste, da der Entwickler das Projekt aufgegeben hat.

Auch das Finden einer für meine Familie auch mitnutzbaren Office-Alternative war eine große Herausforderung. MS Office haben wir vor fünf Jahren verbannt; seitdem waren mal Libreoffice, Collabra und jetzt das aufgeräumte Only Office mit integrierter Update-Funktion auf meinen Geräten.

Ansonsten nutze ich als Messenger Threema und Signal ohne Whatsapp seit über zehn Jahren und bin glücklich. Leute von den Apps zu überzeugen, klappt im Allgemeinen und das reicht mir vollkommen.

Als Passwortmanager nutze ich KeypassXC aufm Desktop und KeypassDX aufm Handy. Die Passwort-Datenbank synchronisiere ich lokal mit Syncthing. Als 2FA-App kommt bei mir Aegis zum Einsatz (nachdem ein Back-up & Restore mit der App FreeOTP in die Grütze ging).

''Von Windows komme ich noch nicht weg''

➤ Ich bin nie wirklich bei Facebook oder anderen sozialen Medien gewesen, außer Google+ und das gibt es ja schon länger nicht mehr. Cloudspeicher habe ich auch nie wirklich benutzt.

Google war lange meine Standard-Suchmaschine, seit einiger Zeit benutze ich aber Ecosia – wobei ich nicht sicher bin, ob das wirklich besser ist (die Qualität der Ergebnisse ist es jedenfalls nicht). Ich war einer der ersten Google-Mail-Nutzer, bin aber letztes Jahr mit meiner Domain umgezogen und verwende jetzt Mailbox.org als E-Mail Provider.

Was bleibt? Youtube, aber die nerven immer mehr mit Werbung, so dass ich auch das zurückfahre. Microsoft Windows, da komme ich derzeit noch nicht weg.

"Whatsapp kommt für mich nicht mehr infrage"

➤ Wero, Order Kwit oder ähnliches als Paypal-Alternative probieren zu registrieren

➤ Bin dabei (Proton, Evernote). was noch fehlt, wäre Dropbox und MS-To-do loszuwerden.

➤ Ich hatte schon vor vielen Jahren allen meinen Kontakten gesagt. Wenn sie mich erreichen wollen, müssen sie Threema oder Signal benutzen. Whatsapp kommt für mich nicht mehr infrage. Bei meinem Mail/Kalender- und Adressbuch-Anbieter bin ich von Google zur Posteo gewechselt.

Meine Authenticator App ist nun von Proton und war mal von Microsoft. Meine einzige Herausforderung bestand darin, Teil meiner Familie Threema zu kaufen, da diese nicht gewillt waren, für eine App Geld zu bezahlen. Und natürlich die Fleißarbeit, alles kleinteilig umzuziehen wie bei der Authenticator App.

➤ Mail (hatte MS, Google nie genutzt), Kalender (vor ein paar Jahren auf Kalender von Mailbox umgestiegen), Soziale Medien (Mastodon aktiv, andere nicht mehr nutzend), Messenger (Whatsapp nie gehabt).

"Für meine Kinder habe ich Proton-Mailadressen"

➤ Wie bringt man die Masse dazu, von Whatsapp auf Signal umzusteigen? Kostet auch nix und funktioniert fast identisch. Klappt aber trotzdem nicht.

Privat bin ich längst von MS weg (Linux, Libreoffice, Firefox und Thunderbird statt Windows, Outlook, Edge und MS-Office).

➤ Für meine Kinder habe ich Proton-E-Mail Adressen eingerichtet. Werbefrei und sicher.

➤ Suchmaschine ist jetzt Ecosia, E-Mail zusammen mit eigener Domain, Cloud-Back-up bei Hetzner, DNS bei dnsforge.de / DNS4EU und Signal als Messenger. Office war schon immer Staroffice / Openoffice / Libreoffice. Da ich schon immer auf plattformunabhängige Software geachtet habe, wird der Rechner auch bald auf Linux umgestellt. Mobiltelefon ist leider ein Problem.

➤ Cloud und Fotos liegen jetzt auf dem NAS

➤ Ich verwende einen Raspi mit Nextcloud für Kalender, Kontakte, Speicher

➤ Wenn auch etwas unabhängig davon, hat mich der DID darin bestärkt.

Zu Weihnachten gab es ein neues Telefon (das FP6), welches sogar die offizielle Unterstützung von /e/-OS hat. Also warum das neue Telefon nicht gleich Google-frei, so toll ist der Laden schon lange nicht mehr.

"Heute am DID habe ich Win 10 plattgemacht"

Auch der Wechsel von Windows zu Linux stand schon lange auf den Plan, Windows 11 wollte ich nicht und Win10 hat abseits von ein paar Tricks, leider ausgedient. Geliebäugelt habe ich mit dem Pinguin schon lange, aber mich schwer getan mich aus dem gewohnten Umfeld zu lösen. Heute am DID wars dann so weit, Win 10 wurde platt gemacht und CachyOS installiert.

Die größte Herausforderung? Sich von der Angst zu lösen, "was ist, wenn". Ja, das eine oder andere Programm braucht eine Alternative. Ja, manches wird nicht auf Anhieb laufen und ich werde neu lernen. Aber ich habe schon damals bei Win-XP Probleme gelöst, warum sollte ich das heute nicht immer noch können?

Die einzige Kritik: Bei der Suche bei einfachen Problemen (das dauerhafte Einhängen von Datenträgern z. B.) wird auf fstab verwiesen, dabei macht die KDE-Partitionsverwaltung genau dasselbe.

➤ Ich habe im Rahmen vom Digital Independence Day gerade Whatsapp, Facebook, Google, Chrome, Edge, Gmail, Outlook, Office, Onedrive und eine Windows Installation abgeschafft.

Es war auch mit etwas Aufwand verbunden, aber eigentlich ging alles recht rund.

''Schon mehrmals Schwierigkeiten beim Update auf Nextcloud''

➤ Ich nutze privat Nextcloud zur Datenablage, aber auch einen darauf aufbauenden Passwort-Manager (Nextcloud Passwords). Für diesen gibt es sowohl Browser-Plug-ins als auch mindestens eine App für Android.

Grundsätzlich funktioniert das ganz gut, aber ich hatte auch schon mehrmals Schwierigkeiten beim Upgrade auf neue Nextcloud- und PHP Versionen. Dann war manuelle Arbeit gefragt. Dank vielen Anleitungen im Netz und KI kein Problem, aber eine selbst gemanagte Nextcloud-Instanz ist sicher nicht für jeden geeignet. Aber zum Glück gibt es bei europäischen Anbietern auch gemanagte Instanzen für wenig Geld im Monat.

Ansonsten empfehle ich sich einmal Jellyfin (Medienplattform) und Paperless ngx (Dokumentenverwaltung) als Open-Source-Software anzuschauen. Zwei inzwischen wirklich sehr ausgereifte Projekte, die kontinuierlich weiterentwickelt werden.

➤ Im Zuge vom ersten DID nach dem 39C3 den Klassiker, den Familienchat inkl. Groß- und Urgroßmutter auf Signal umgezogen. Meine letzten persönlichen Arbeitsrechner hatte ich im Laufe der Jahre schon auf Linux umgestellt.

➤ Beim OS von Windows zu Ubuntu

➤ Seit zwei Jahren nutze ich ein Synology NAS als Back-up von Onedrive in der MS-Cloud.

➤ Weg von Windows 11 zu Linux (Nobara) und sehr zufrieden. Das Meiste läuft Out-of-Box und für die anderen Produkte gibt es gute Alternativen.

➤ Ich betreibe meine eigene (Nextcloud) daheim. Bei E-Mail und Website setze ich auf Strato.

Hosting auf eigener NAS

➤ Hosting von Kalender, Kontakten, Fotos, Dateien auf eigener NAS. Nutzung von Threema, Signal, Mastodon und Pixelfed zusätzlich zu den Datenkraken (die aber beschränkt werden und nicht auf Kontakte oder Kalender kommen).

➤ Whatsapp privat durch Signal ersetzt

➤ Nextcloud selbstgehostet (schon lange) für Adressen, Termine, Foto-Upload und Dateiaustausch; Hausautomation komplett Cloud-frei; Signal und Threema (beides schon lange für Messaging, WA noch nie genutzt; E-Mail schon immer bei deutschem Hoster.

➤ Alle Accounts auf Social-Media Netzwerken gelöscht und ausschließlich auf Mastodon wieder eins angelegt. Von Google-basierten Android auf Graphene OS mit allen zusätzlichen Sicherheitsfeatures gewechselt. Nicht jede App funktioniert ohne Google Play Services. Signal installiert und Threema reaktiviert.

Zum Thema E-Mail: Hosteurope verlassen und zu deutschen datenschutzfreundlichen Anbietern gewechselt.

Unabhängig werden – was kommt als Nächstes?

Außerdem haben wir gefragt: "Was steht bei dir persönlich als Nächstes an? Wo fällt es dir am schwersten und warum?" Zu den Diensten, die sich am schwersten ersetzen lassen, gehört demnach Paypal – egal ob Wero sich durchsetzt oder es einen anderen Anbieter gibt.

➤ Bargeldlos bezahlen per NFC im Einzelhandel. Hoffentlich klappt das bald mit Wero!

➤ Ein datenschutzfreundliches OS zu finden, das auch auf kleinen Smartphones läuft. Oder überhaupt ein aktuelles kompaktes Smartphone mit entsperrbarem Bootloader zu finden.

"Nach zehn Jahren Rumfrickeln möchte ich, dass Dinge funktionieren"

➤ Nach zehn Jahren Rumfrickeln möchte ich einfach, dass bestimmte Dinge funktionieren. Ohne dass ein Projekt stirbt, weil ein Entwickler weg ist oder dass bestimmte Usability-Funktionalitäten da sind oder zumindest in naher Zukunft da sind (Termine in ner E-Mail annehmen, Einkaufslisten über Sub-tasks managen, Seamless-Updates ohne manuelle Installation) oder ich 100 verschiedene Apps von verschiedenen Anbietern installieren muss.

Ich schau mir bzgl. Mail, Kalender und Aufgabenmanagement nun als Nächstes Proton-Mail an. Dort gibt es native Android-Apps, die wohl einige mir wichtige Funktionalitäten bereits haben oder zumindest öffentlich auf ihrer Roadmap zeigen.

Für verteiltes, gemeinsames Arbeiten an Dokumenten brauche ich noch eine sinnvolle Alternative. Hab ich noch keine Antwort drauf.

In meiner Berufswelt erlebe ich, dass die Microsoft-Welt mit Sharepoint, MS Office und Teams meistens nahtlos funktioniert. Ärgernisse sind selten mal Performance-Issues. Im Vergleich zu meinem privaten Workflow-Erlebnissen empfinde ich die MS-Ärgernisse als Luxusprobleme.

Die Ende-zu-Ende-Integration ist Microsoft wirklich gut gelungen. Open-Source-Anbieter oder- Initiativen sollte m.E. eine nahtlose, plattformübergreifende Integration – insbesondere auch für Privatanwender – unbedingt als Ziel haben.

"Claude-Code ist so gut, dass ich keine Alternative sehe"

➤ Claude-Code benutze ich erst seit Ende Dezember 2025. Und das ist so gut, dass ich derzeit nicht sehe, wo eine Alternative sein sollte, zumal ja fast alle anderen Online-LLMs ebenfalls aus den USA oder – nicht besser – China kommen. Die einzige europäische Alternative, von der ich weiß, ist Mistral. Taugt das was?

Naja, und dann natürlich Windows. Ich sehe noch keine sinnvolle Alternative, da ich beruflich Windows-Programme entwickle und ein Umstieg auf Linux dann privat nur bedingt sinnvoll ist.

➤ Google Gemini ist leider echt gut zum Programmieren, hier suche ich eine gute Alternative.

➤ Dropbox-Ablöse, weil preislich und Vertrauen sehr hoch sind. Proton ist zwar beim Vertrauen hoch, aber ihr Filesharing ist noch recht rudimentär.

''Wechsele nicht, weil andere Programme so altbacken aussehen''

➤ Am schwersten fällt mir der Umstieg vom iPhone. Erstens weil ich Google und Android ablehnend gegenüber stehe und zweitens, da das einzige echte Alternativprodukt mit /e/ OS leider als Hardware eine eher schlechte Kamera hat. Das wäre für mich ein Rückschritt.

➤ Whatsapp als Messenger und Facebook für regionale Infos und Veranstaltungen – alternativlos.

➤ Office. Bisher MS Office und Pages. Wechsel nur deswegen nicht, weil die anderen Programme so altbacken aussehen.

Betriebssystem MacOS und iOS) Schwer, weil viele (OS-exklusive) Programme, die ich nicht missen möchte. Außerdem gute Hardware (und kompakt) die ich so nicht bekomme. Eventuell Probleme mit bspw. Graphene OS und Banking-Software.

"Whatsapp tauschen – es macht niemand mit"

➤ Whatsapp gegen Signal tauschen. Problem: Es macht niemand mit, trotz gutem Zureden.

➤ Umstellung Windows auf Linux. Digital Audio Workstation ist leider ein Problem bei der Umstellung. Mobiltelefon mit europäischer Software – hier gibt es leider gar nichts mehr (was wurde eigentlich aus Sailfish OS?).

➤ In unserem Betrieb wollen wir uns möglichst unabhängig von amerikanischen Firmen machen. Der Weg ist lang und weit, doch wir haben begonnen, ihn zu beschreiten, indem wir jetzt auf das in Europa gehostete Odoo umsteigen und damit eine Vielzahl amerikanischer Software-Lösungen über Bord werfen.

➤ Google und ChatGPT fällt mir am schwersten, als nächstes ist ChatGPT aber dran ... Lumo oder Mistral werden es dann vermutlich.

➤ Mein AndroidTelefon bekommt ein Custom-ROM. Schwer fallen mir Google Maps (weil sehr gut) und zwei Windows-Installationen, weil da nur auf Windows verfügbare Software drauf läuft.

➤ Die Daddelkiste. Obwohl ich das Meiste eh über Steam spiele und das unter Linux schon extrem prima funktioniert, bin ich noch zu faul, um das letzte Windows überzubügeln.

Für Peripherie, Gamepads und -Keyboards etc. gibt es meist keine nativen Treiber für Linux. Da nutzt auch die schönste Steam-Konfiguration nichts, wenn die zusätzlichen Tasten nicht einmal im System ankommen.

Hey, DA könnte die EU was für die digitale Souveränität tun: Hardwarehersteller verpflichten, für jedes Gerät, das in der EU verkauft wird, einen funktionsvollständigen, offenen Treiber zur Verfügung zu stellen ^-^

"Das einzige Problem ist mein Sohn"

➤ Google-Konto für Mail, Kalender und Smartphone Nutzung. Die Dienste sind so gut integriert.

➤ Bin gerade dabei, von Microsoft wegzukommen. Die 600 GByte Onedrive-Daten liegen jetzt auf meinem Nextcloud-Server. Das einzige, kurzfristig aufgetauchte Problem ist mein Sohn. Er ist im Moment der einzig aktive Nutzer von Office 365 Family, die Daten muss ich auch noch verschieben und dann ist Microsoft fast weg.

➤ Ich ziehe gerade von Office 365 und Onedrive auf Hetzner Storage Share um.

➤ Umzug von Mails (Gmail, Outlook und Web.de) zu Strato mit meiner Familie.

➤ Einen eigenen E-Mail Server betreiben.

➤ Projekte: Wechsel von Synology-NAS-Diensten auf Nextcloud AIO (mit Docker), Hosting auf Mini-Server.

"Familie von Amazon-Verzicht überzeugen"

Schwer: Verlassen von Whatsapp, Facebook und Instagram, da viele Infos nur dort sind. Leider sind Behörden nicht verpflichtet, offene Lösungen zu bespielen, wenn sie in sozialen Netzen aktiv sind. Das wäre doch eine gute Initiative!

➤ Google-Kalender ablösen, da mehrere Personen in einem einzigen Kalender tätig sind. Whatsapp, da viele nicht wechselwillig sind.

➤ Familie von Amazon-Verzicht überzeugen; wie von Android und iOS verabschieden?

➤ Ich bastle gerade an meinem Homelab und experimentiere mit den Möglichkeiten eines Homeservers. Perspektivisch möchte ich mir damit die Datenhoheit über so viele Dienste wie möglich zurückholen. Also alles, was sonst irgendwo in Clouds liegt (sei es iCloud, Dropbox, etc.). Außerdem würde ich mir gerne ein Plex installieren, um die Inhalte der öffentlich zugänglichen Mediatheken von ARD und ZDF besser kuratieren und lokal verfügbar zu machen.

Hinweis in eigener Sache

Golem organisiert eine neue Konferenz zu IT-Souveränität! Die Rack & Stack(öffnet im neuen Fenster) findet im April statt – Tickets gibt es hier(öffnet im neuen Fenster).


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