DHL: Post findet neue Portopreise zu niedrig und klagt
Die Deutsche Post zieht vor Gericht, weil das Briefporto im Jahr 2025 aus ihrer Sicht nicht stark genug steigt. Man habe beim Kölner Verwaltungsgericht fristgerecht Klage gegen eine Entscheidung der Bundesnetzagentur(öffnet im neuen Fenster) eingereicht, teilte der Bonner Konzern auf dpa-Anfrage mit. Aufschiebende Wirkung hat die Klage nicht.
Die Bundesnetzagentur hatte im sogenannten Maßgrößenverfahren im November 2024 entschieden, dass sich der Versand von Briefen der Post in Deutschland ab Januar um rund 10,5 Prozent verteuern darf und der Versand von DHL-Paketen um 7,2 Prozent. Das ist DHL, dessen Briefgeschäft Deutsche Post heißt, nicht genug.
Das Unternehmen möchte gerichtlich klären lassen, welche Kosten bei der Portoerhöhung wie berücksichtigt werden dürfen. Dadurch soll der künftige Preisaufschlag – also für die Zeit ab 2027 – kräftiger ausfallen als bislang üblich. Dann bekäme die Post zukünftig mehr Geld in die Kasse als nach aktueller Rechtsauslegung der Bundesnetzagentur.
Briefmengen sind in den vergangenen Jahren gesunken
Die Post ist verpflichtet, überall in Deutschland Briefe einzusammeln und auszutragen. Das ist teuer, zumal die Briefmengen im Internetzeitalter sinken – die Menschen setzen immer mehr auf digitale Kommunikation. Damit Briefe für den Logistiker dennoch ein profitables Geschäft sind, erlaubt ihm die Netzagentur alle paar Jahre einen Preisaufschlag.
Außerdem wurde bekannt, dass die Bundesnetzagentur das neue Porto genehmigte. Im Januar 2025 verteuert sich demnach der Versand eines bis zu 20 Gramm schweren Standardbriefs von aktuell 85 auf dann 95 Cent, auch andere Briefarten und Paketsendungen werden teurer.
Der bis zu 50 Gramm schwere Kompaktbrief kostet dann 1,10 Euro und damit 10 Cent mehr als bislang. Die Postkarte wird dem Standardbrief gleichgesetzt, ihr Versand kostet dann ebenfalls 95 Cent und damit 25 Cent mehr als bislang. Ein bis zu fünf Kilogramm schweres Paket kostet bei DHL im Inlandsversand derzeit 6,99 Euro und künftig 7,69 Euro.



