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DGB-Umfrage: Digitalisierung im Job für viele Beschäftigte belastend

In der Umfrage des DGB gab es auch Beschäftigte, denen die Digitalisierung des Arbeitsplatzes Verbesserungen gebracht hat.
/ Ingo Pakalski , dpa
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Viele Videokonferenzen gehören heute vielfach zum Job-Alltag. (Bild: Pixabay)
Viele Videokonferenzen gehören heute vielfach zum Job-Alltag. Bild: Pixabay

Nach einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) fühlen sich 40 Prozent der Beschäftigten in Deutschland durch die Digitalisierung in ihrer Arbeitswelt belastet. Das geht aus der repräsentativen Befragung Index Gute Arbeit 2022 hervor, deren Ergebnisse der DGB am 1. Dezember 2022 vorstellen wird. Der Report lag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorab vor.

Demnach gab fast die Hälfte der Befragten an (46 Prozent), dass die Anforderungen im Arbeitsalltag durch Multitasking gewachsen seien. Multitasking beschreibt, dass gleichzeitig mehrere Aufgaben bei der Arbeit erledigt werden müssten. Mehr als ein Drittel (33 Prozent) fühlt sich während der Arbeit stärker überwacht.

Knapp ein Viertel (23 Prozent) äußerte sich dagegen positiv und gab an, dass digitale Arbeitsmittel den Entscheidungsspielraum bei der eigenen Tätigkeit vergrößert hätten.

DGB sieht Potenzial der Digitalisierung nicht ausgeschöpft

Für seinen Report hat der DGB in diesem Jahr bundesweit 6.689 zufällig ausgewählte Arbeitnehmer aller Branchen, Berufe, Einkommens- und Altersgruppen, Regionen und Betriebsgrößen befragt.

Die Ergebnisse seien "ein Alarmsignal" , erklärte die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi. "Die Potenziale der Digitalisierung werden viel zu wenig genutzt." Die Digitalisierung von Prozessen müsse eine Erleichterung für Beschäftigte sein und sie nicht belasten, sagte Fahimi.

Betriebsrat im Unternehmen hilft

Wichtig sei es daher, dass Arbeitgeber ihre Beschäftigten an den Prozessen beteiligten. Wenn Unternehmen einen Betriebsrat habe, komme es viel seltener zur Überwachung von Arbeitnehmern durch digitale Technik, erklärte Fahimi.

Laut DGB-Umfrage nutzen 83 Prozent der Beschäftigten im Job digitale Arbeitsmittel – am häufigsten verbreitet ist demnach die digitale Kommunikation (79 Prozent). Ein Fünftel (21 Prozent) arbeite mit Künstlicher Intelligenz.

Die Coronapandemie habe einen "regelrechten Digitalisierungsschub" zur Folge gehabt, erklärte Fahimi. Damit verbunden sei die starke Ausbreitung mobiler Arbeit, die aber auch zu mehr Arbeitsverdichtung geführt habe. So hätten 26 Prozent der Befragten angegeben, seit dem pandemiebedingten Homeoffice häufig mit mehreren pausenlos aufeinanderfolgenden Videokonferenzen konfrontiert zu sein.

Nachtrag vom 1. Dezember 2022, 12:20 Uhr

Der DGB hat die Ergebnisse der Studie zu den Erfahrungen bei der Digitalisierung des Arbeitslebens(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.


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