Abo
  • Services:
Anzeige
Tauchroboter Avalon im Bremer Becken: Ist die Milliardeninvestition in Ordnung?
Tauchroboter Avalon im Bremer Becken: Ist die Milliardeninvestition in Ordnung? (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Erste Roboter bald im Einsatz

Auf diese Weise beispielsweise Hunderte von Offshore-Windkraftanlagen zu überprüfen, dauere viel zu lange und sei deshalb schlicht unbezahlbar, sagt Kirchner. Der Einsatz eines solchen Schiffes kostet nämlich zwischen 100.000 und 250.000 Euro - pro Tag. Hinzu kommt, dass auf der Nordsee das Wetter oft so schlecht ist, dass Inspektionsfahrten nicht möglich sind.

"Das können wir in Zukunft deutlich einfacher und auch für den Menschen besser machen", sagt Ronthaler: Ein autonomer Roboter wird auf eine bestimmte Aufgabe programmiert, etwa eine Pipeline abzufahren, an bestimmten Punkten vorgegebene Parameter zu überprüfen und dann wieder zurückzukommen. "Das Fahrzeug fährt autonom diese Pipeline ab, schnell, ohne dass ein Mensch dabei gefragt oder gefordert ist, und kann, wenn es etwas ganz Kritisches findet, sogar wieder umdrehen, eine Runde um diese Stelle drehen und von verschiedenen Seiten Aufnahmen machen." Die Bilder werden dann von einem Menschen ausgewertet, und der entscheidet darüber, was weiter geschieht.

Anzeige

Handliche AUVs

Weiterer Vorteil von Dagon oder Avalon: Diese Roboter sind deutlich handlicher als ein herkömmliches ROV. Das wird normalerweise in einem Standardcontainer verschickt - zusammen mit diversen weiteren Containern: einer für die Kabeltrommel sowie weitere für Zubehör. In dem Szenario der Bremer Robotiker wird dieser Aufwand nicht mehr nötig sein: In der unterseeischen Anlage soll eine Garage für einen Roboter wie Avalon errichtet werden. Von der aus operiert er und zu der kehre er wieder zurück, wenn er seine Patrouille beendet hat. Dort kann er seine Akkus wieder aufladen und gleichzeitig seine Daten an die Oberfläche übertragen.

Zukunftsmusik? Nicht ganz, sagen die DFKI-Forscher: "Wir haben ganz konkret die Pläne, nächstes Jahr mit unseren Kollegen von British Gas in Brasilien im Offshore-Einsatz zu sein", erzählt Kirchner. Ein Pipeline-Verfolgungssystem wie das beschriebene werde spätestens in zwei Jahren im Einsatz sein, ist Ronthaler überzeugt.

Schrittweiser Prozess

Das bedeute aber nicht, dass die Halle dann ausgedient habe. "Wir werden zunächst die Navigation in den Griff bekommen müssen", erklärt Kirchner. "Dann werden wir uns an die Intervention herantasten, das heißt das Anfassen, Bewegen und Manipulieren von Objekten." Diese Entwicklung könne sich über zehn bis zwanzig Jahren hinziehen, schätzt Kirchner. "Das wird ein schrittweiser Prozess."

Aber auch daran wird schon gearbeitet: In einem deutlich kleineren Becken haben die DFKI-Robotiker ein System mit einem Manipulator und zwei Kameras aufgebaut. Das entspreche der Ausstattung eines herkömmlichen ROV, erklärt Kirchner. Bislang werde der Manipulator mit einem Joystick gesteuert. Damit klaubt der Steuerer beispielsweise Transponder, etwa 30 cm lange Röhren, vom Meeresboden auf. Die DFKI-Forscher wollen diese Prozedur vereinfachen: Sie entwickeln eine Software, mit der das Greifen semiautonom ablaufen soll: Der Steuerer markiert auf dem Videobild des ROV einen Gegenstand, und das ROV greift sich diesen. Vorteil dieser Lösung: Sie kann auf bestehende Systeme übertragen werden.

 Unterwasserroboter für die IndustrieFummeln auf dem Meeresgrund 

eye home zur Startseite
CruZer 30. Apr 2014

Kommt darauf an, wie lange nicht gemäht wurde ;)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. WKM GmbH, München
  2. OEDIV KG, Bielefeld
  3. Ratbacher GmbH, Düsseldorf (Home-Office)
  4. Brabbler Secure Message and Data Exchange Aktiengesellschaft, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)
  2. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (u. a. The Big Bang Theory, The Vampire Diaries, True Detective)

Folgen Sie uns
       


  1. Hate Speech

    Facebook wehrt sich gegen Gesetz gegen Hass im Netz

  2. Blackberry

    Qualcomm muss fast 1 Milliarde US-Dollar zurückzahlen

  3. Surface Ergonomische Tastatur im Test

    Eins werden mit Microsofts Tastatur

  4. Russischer Milliardär

    Nonstop-Weltumrundung mit Solarflugzeug geplant

  5. BMW Motorrad Concept Link

    Auch BMW plant Elektromotorrad

  6. Solar Roof

    Teslas Sonnendachziegel bis Ende 2018 ausverkauft

  7. Cortex-A75

    ARM bringt CPU-Kern für Windows-10-Geräte

  8. Cortex-A55

    ARMs neuer kleiner Lieblingskern

  9. Mali-G72

    ARMs Grafikeinheit für Deep-Learning-Smartphones

  10. Service

    Telekom verspricht kürzeres Warten auf Techniker



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten
  3. Onlinebanking Betrüger tricksen das mTAN-Verfahren aus

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

  1. Re: USB wäre sicherer

    xtrem | 09:38

  2. Welche Technologie wird da verwendet?

    Netzweltler | 09:38

  3. Re: Kenne ich

    kotzwuerg | 09:35

  4. Re: Akkuproblem noch viel schlimmer als bei PKW!

    chewbacca0815 | 09:35

  5. Re: Unzureichender Artikel

    Muhaha | 09:34


  1. 09:53

  2. 09:12

  3. 09:10

  4. 08:57

  5. 08:08

  6. 07:46

  7. 06:00

  8. 06:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel