Erste Roboter bald im Einsatz

Auf diese Weise beispielsweise Hunderte von Offshore-Windkraftanlagen zu überprüfen, dauere viel zu lange und sei deshalb schlicht unbezahlbar, sagt Kirchner. Der Einsatz eines solchen Schiffes kostet nämlich zwischen 100.000 und 250.000 Euro - pro Tag. Hinzu kommt, dass auf der Nordsee das Wetter oft so schlecht ist, dass Inspektionsfahrten nicht möglich sind.

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"Das können wir in Zukunft deutlich einfacher und auch für den Menschen besser machen", sagt Ronthaler: Ein autonomer Roboter wird auf eine bestimmte Aufgabe programmiert, etwa eine Pipeline abzufahren, an bestimmten Punkten vorgegebene Parameter zu überprüfen und dann wieder zurückzukommen. "Das Fahrzeug fährt autonom diese Pipeline ab, schnell, ohne dass ein Mensch dabei gefragt oder gefordert ist, und kann, wenn es etwas ganz Kritisches findet, sogar wieder umdrehen, eine Runde um diese Stelle drehen und von verschiedenen Seiten Aufnahmen machen." Die Bilder werden dann von einem Menschen ausgewertet, und der entscheidet darüber, was weiter geschieht.

Handliche AUVs

Weiterer Vorteil von Dagon oder Avalon: Diese Roboter sind deutlich handlicher als ein herkömmliches ROV. Das wird normalerweise in einem Standardcontainer verschickt - zusammen mit diversen weiteren Containern: einer für die Kabeltrommel sowie weitere für Zubehör. In dem Szenario der Bremer Robotiker wird dieser Aufwand nicht mehr nötig sein: In der unterseeischen Anlage soll eine Garage für einen Roboter wie Avalon errichtet werden. Von der aus operiert er und zu der kehre er wieder zurück, wenn er seine Patrouille beendet hat. Dort kann er seine Akkus wieder aufladen und gleichzeitig seine Daten an die Oberfläche übertragen.

Zukunftsmusik? Nicht ganz, sagen die DFKI-Forscher: "Wir haben ganz konkret die Pläne, nächstes Jahr mit unseren Kollegen von British Gas in Brasilien im Offshore-Einsatz zu sein", erzählt Kirchner. Ein Pipeline-Verfolgungssystem wie das beschriebene werde spätestens in zwei Jahren im Einsatz sein, ist Ronthaler überzeugt.

Schrittweiser Prozess

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Das bedeute aber nicht, dass die Halle dann ausgedient habe. "Wir werden zunächst die Navigation in den Griff bekommen müssen", erklärt Kirchner. "Dann werden wir uns an die Intervention herantasten, das heißt das Anfassen, Bewegen und Manipulieren von Objekten." Diese Entwicklung könne sich über zehn bis zwanzig Jahren hinziehen, schätzt Kirchner. "Das wird ein schrittweiser Prozess."

Aber auch daran wird schon gearbeitet: In einem deutlich kleineren Becken haben die DFKI-Robotiker ein System mit einem Manipulator und zwei Kameras aufgebaut. Das entspreche der Ausstattung eines herkömmlichen ROV, erklärt Kirchner. Bislang werde der Manipulator mit einem Joystick gesteuert. Damit klaubt der Steuerer beispielsweise Transponder, etwa 30 cm lange Röhren, vom Meeresboden auf. Die DFKI-Forscher wollen diese Prozedur vereinfachen: Sie entwickeln eine Software, mit der das Greifen semiautonom ablaufen soll: Der Steuerer markiert auf dem Videobild des ROV einen Gegenstand, und das ROV greift sich diesen. Vorteil dieser Lösung: Sie kann auf bestehende Systeme übertragen werden.

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 Unterwasserroboter für die IndustrieFummeln auf dem Meeresgrund 
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