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Tauchroboter Avalon im Bremer Becken: Ist die Milliardeninvestition in Ordnung?
Tauchroboter Avalon im Bremer Becken: Ist die Milliardeninvestition in Ordnung? (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Unterwasserroboter für die Industrie

Meeresforschung ist aber nur ein Anwendungsgebiet. Es gibt auch industrielle Anwendungen für die Unterwasserrobotik, und dafür sind die drei anderen Installationen gedacht: Auf dem Grund des Beckens liegen einige Meter Rohre - so wie sie sich viele Kilometer über die Meeresböden ziehen, durch die Öl oder Gas von unterseeischen Förderstätten an Land oder zu Schiffen fließen, von denen aus die Rohstoffe abtransportiert werden.

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Langsam schwebt das Autonomous Vehicle for Aquatic Learning, Operation and Navigation, kurz: Avalon, darüber. Avalon ist ein 1,35 Meter langer, röhrenförmiger Roboter, der sehr wendig ist. Gedacht ist er unter anderem für die Inspektion von Unterwasserbauwerken. Dazu ist er mit vier Kameras mit unterschiedlicher Auflösung ausgestattet sowie mit zwei Sonargeräten, mit denen er die Umgebung abtastet.

Bilder aus Schall

Ab einer gewissen Tiefe ist Sonar nützlicher als Kameras, weil es dort dunkel ist. Bei einem autonomen Roboter sei es nicht praktikabel, das Licht einzuschalten, weil dieses viel Leistung aufnehme und damit die Einsatzzeit verringere, erläutert Kirchner. Die Sonardaten lassen sich in Bilder umrechnen.

An einer Beckenwand befindet sich ein Bedienelement für eine unterseeische Pumpenanlage - sie ist einem Bedienelement der 2010 explodierten Ölplattform Deepwater Horizon nachempfunden. An der benachbarten Wand schließlich ist das Modell einer Basis einer Offshore-Windturbine im Maßstab 1:4 zu sehen.

Anlagen überwachen

Allen diesen Anlagen sei gemeinsam, dass es sich um große Werte handele, die ständig überwacht werden müssten, erklärt Kirchner: Pipelines müssen auf Unterspülungen geprüft werden, da sie an solchen Stellen brechen können. An Basen der Windkraftanlage krallen sich im Nu Pflanzen und Tiere fest.

Derzeit macht das ein Mensch. An Bord eines Schiffes sitzt ein Spezialist, der das ROV ganz langsam entlang einer Rohrleitung steuert und sich die Kamerabilder anschaut, die der Tauchroboter nach oben schickt. Nicht ganz einfach, so etwas: Das Schiff schwankt im Seegang. Es zieht an dem Kabel, das zusätzlich der Strömung viel Angriffsfläche bietet. Gesteuert wird das ROV mit einem Joystick, und so sucht der ROV-Steuerer stundenlang die Rohrleitung auf dem Meeresgrund ab.

 DFKI: In Bremen gehen Roboter badenErste Roboter bald im Einsatz 

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CruZer 30. Apr 2014

Kommt darauf an, wie lange nicht gemäht wurde ;)



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