Abo
  • Services:
Anzeige
Roboter Charlie: bessere Balance und längere Schritte
Roboter Charlie: bessere Balance und längere Schritte (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

DFKI: Charlie, der Weltraumroboter

Dieser Affe klettert nicht auf Bäume, sondern in Krater: Charlie ist ein vierbeiniger Roboter, der einem Schimpansen nachempfunden wurde. Er ist gedacht für die Erkundung fremder Himmelskörper.

Anzeige

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) stellt auf der Cebit einen Roboter vor, der nach einem Schimpansen modelliert ist. Er verfügt über eine bewegliche Wirbelsäule, soll aber nicht auf Bäume, sondern in Krater klettern.

Charlie wurde im Rahmen des Projekts Intelligente Strukturen für mobile Robotersysteme (iStruct) am DFKI im Bremen entwickelt und wird auf der Cebit vorgestellt (Halle 9 Stand F43). Zu den Besonderheiten des Roboters gehören seine bewegliche Wirbelsäule und seine mit Sensoren ausgestatteten Füße. Letztere verleihen ihm einen besseren Stand, Erstere mehr Beweglichkeit.

Normalerweise hätten Roboter eine starre Verbindung zwischen Vorder- und Hinterkörper, erklärt Daniel Kühn, einer der Entwickler des Roboters. Dadurch seinen deren Bewegungen oft sehr ruckelig und unelegant. "Mit einer beweglichen Wirbelsäule kann der Roboter sich in alle drei Raumrichtungen bewegen, und sie lässt Bewegungsmuster zu, die mit einer festen Wirbelsäule gar nicht möglich wären", sagt iStruct-Projektleiter Kühn im Gespräch mit Golem.de.

Bessere Balance

Dazu gehöre beispielsweise das Aufstehen aus dem Stand auf allen Vieren auf zwei Füße. Durch die bewegliche Wirbelsäule könne der Masseschwerpunkt von den Vorderarmen in Richtung der Hinterbeine verlagert werden; wenn auf den vorderen Armen keine Last mehr sei, könne sich der Roboter aufrichten. Beim Laufen ermöglicht sie eine bessere Balance sowie längere Schritte.

  • Roboter Charlie auf der Cebit 2014 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Er geht auf vier Füßen, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... kann sich aber auch auf zwei Beine aufrichten. Das zweibeinige Gehen übt er noch. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Größenvergleich: Charlie und Robotiker Daniel Kühn (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Roboter Charlie auf der Cebit 2014 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Zweite Neuentwicklung ist der Fuß: Charlie hat einen großen Fuß, nicht wie andere Laufroboter der Bremer, etwa der sechsbeinige Space Climber oder der achtbeinige Scorpion, einfach nur einen punktförmigen Fuß. Damit kann Charlie eleganter laufen. Doch es bedarf einer genauen Kontrolle: Für einen stabilen Gang muss das System genau wissen, welcher Teil des Fußes gerade Bodenkontakt hat - vor allem auf unebenem Grund. Die Fußsohle ist deshalb gespickt mit Sensoren, die stets feststellen, wie der Fuß zum Boden steht.

Karl krabbelt in Krater

Entwickelt wurde Charlie - wie Space Climber und Scorpion - für die Weltraumforschung: Der Roboter soll in Krater hinuntersteigen, in die fahrende Roboter wie etwa der Rover Curiosity nicht hinein- und aus denen sie vor allem nicht wieder herauskommen. Ein laufender Roboter kann die Steigung besser bewältigen.

Das haben die Bremer auch schon getestet: Das DFKI hat eine eigene Weltraumhalle mit einem künstlichen Krater, in der die Weltraumroboter getestet werden. Charlie musste Kraterwände auch schon hinunterkraxeln. Er habe eine Steigung von 25 Grad geschafft, erzählt Kühn. Allerdings nur auf vier Beinen. Er könne sich zwar auf zwei Beine aufrichten. Zweibeinig zu laufen, lerne der Roboter aber derzeit noch.


eye home zur Startseite
Neuro-Chef 11. Mär 2014

Ja, intelligente Roboter, die Emotionen zeigen: https://www.youtube.com/watch?&v...

User0815 11. Mär 2014

Ahja, Werbevideo == SD Beitragsvideo == HD Leitung == 1-2 Mbit Problem gelöst, Danke...

Flasher 11. Mär 2014

Rechenleistung ist heutzutage gar kein Problem mehr für die Robotik. Die echten...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. dbh Logistics IT AG, Bremen
  2. Enza Zaden Deutschland GmbH & Co. KG, Dannstadt
  3. SSI Schäfer Automation GmbH, Giebelstadt bei Würzburg, Dortmund
  4. Fachhochschule Südwestfalen, Iserlohn


Anzeige
Top-Angebote
  1. 7,97€ (inkl. FSK-18-Versand)
  2. 249€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis 340€)
  3. 20,42€ (ohne Prime/unter 29€ Einkauf + 3€ Versand) - Vergleichspreis ab 40€

Folgen Sie uns
       


  1. Mirai-Nachfolger

    Experten warnen vor "Cyber-Hurrican" durch neues Botnetz

  2. Europol

    EU will "Entschlüsselungsplattform" ausbauen

  3. Krack-Angriff

    AVM liefert erste Updates für Repeater und Powerline

  4. Spieleklassiker

    Mafia digital bei GoG erhältlich

  5. Air-Berlin-Insolvenz

    Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

  6. Fraport

    Autonomer Bus im dichten Verkehr auf dem Flughafen

  7. Mixed Reality

    Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

  8. Nvidia

    Shield TV ohne Controller kostet 200 Euro

  9. Die Woche im Video

    Wegen Krack wie auf Crack!

  10. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Essential Phone im Test: Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
Essential Phone im Test
Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
  1. Teardown Das Essential Phone ist praktisch nicht zu reparieren
  2. Smartphone Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung
  3. Andy Rubin Essential gewinnt 300 Millionen US-Dollar Investorengelder

Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test: Google fehlt der Mut
Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test
Google fehlt der Mut
  1. Pixel Visual Core Googles eigener ISP macht HDR+ schneller
  2. Smartphones Googles Pixel 2 ist in Deutschland besonders teuer
  3. Pixel 2 und Pixel 2 XL im Hands on Googles neue Smartphone-Oberklasse überzeugt

Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

  1. Re: Besser nicht veröffentlichen als ohne Musik

    Juge | 17:40

  2. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    hum4n0id3 | 17:40

  3. Re: Manövrieren unter Wasser...

    ernstl | 17:39

  4. Probleme Schatten des Krieges

    Friesse | 17:10

  5. Re: Hawking irrt.

    Tilman21 | 17:08


  1. 14:50

  2. 13:27

  3. 11:25

  4. 17:14

  5. 16:25

  6. 15:34

  7. 13:05

  8. 11:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel