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Devuan präsentiert sich als Debian-Fork.
Devuan präsentiert sich als Debian-Fork. (Bild: Devuan/Screenshot: Golem.de)

Auch Devuan kommt nicht ohne Systemd

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Ganz auf Systemd will das Devuan-Team aber offenbar nicht verzichten. In einem ersten Schritt soll der Debian-Installer zwar so angepasst werden, dass Sysvinit der Standard bleibt. Systemd soll hingegen durch Systemd-Shim ersetzt werden, einer Zwischenschicht, die die umstrittene neue Startumgebung nur dann bereitstellt, wenn sie unbedingt benötigt wird. Dadurch soll verhindert werden, dass Systemd beim Systemstart mit der Prozess-ID 1 aufgerufen wird, wie es in Debian 8 geplant ist.

Devuan zeigt sich in seiner Argumentation auch als politisches Projekt. Die Initiatoren sehen Schwächen in den Entscheidungsprozessen des Debian-Teams, wenn es um grundlegende Beschlüsse geht. Das Debian-Projekt entschied sich nach einer sehr langen Diskussion zunächst für die Verwendung von Systemd als Standard-Init-System in dem kommenden Debian Jessie. Die anhaltende und sehr emotional geführte Diskussion über die konkrete Umsetzung Systemds zog jedoch einen Vorschlag über eine Urabstimmung (General Resolution, GR) zu dem Thema nach sich. Die Mehrheit der der Entwickler stimmte jedoch gegen eine GR.

Lock-in sollte verhindert werden

Damit bleibt es in Debian beim Status Quo: Systemd wird Standard in Debian Jessie und eine Kopplung an den Gnome-Desktop, der Systemd voraussetzt, ist zulässig. Bei der Abstimmung sollte dem eingereichten Wortlaut zufolge aber nicht Systemd als solches infrage gestellt werden. Vielmehr sollte eine technische Richtlinie festgelegt werden, die verhindern soll, dass Anwendungen in Debian - außer in begründeten Einzelfällen - Abhängigkeiten zu einem bestimmten Init-System aufweisen. Damit soll ein Lock-In verhindert und die Möglichkeit, das Init-System zukünftig eventuell auszutauschen, erhalten werden.

Genau diesen Vorschlag will das Devuan-Projekt jetzt umsetzen. Aus Sicht der Initiatoren ist "die aktuelle Führung des (Debian-)Projekts stark von Gnome-Entwicklern beeinflusst und zu sehr darauf bedacht, die Bedürfnisse von Desktops als entscheidend für das Projekt anzusehen, trotz des Fakts, dass der Großteil der Debian-Nutzer technikerfahrene Systemadministratoren sind".

Wie umstritten Systemd in der Linux-Gemeinde ist, zeigen auch die Kommentare unter dem Verweis auf Devuan bei Lwn.net. Erst zum zweiten Mal in der langjährigen Geschichte der Webseite von Kernel-Entwickler Jonathan Corbett sei er gezwungen gewesen, Kommentare zu löschen.

 Systemd: Devuan droht Debian zu entzweien

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Murmlgrmpf 11. Dez 2014

Praktisch keiner will dafür spenden. Der ganze Streit um Debian und systemd entpuppt sich...

Strongground 05. Dez 2014

Informieren, dann motzen. Das reine Startsystem ist sicher kein Moloch.

Ass Bestos 05. Dez 2014

kann man schon aber wenn du sowas wie cfengine/chef benutzt und dann alle naselang auf...

/mecki78 02. Dez 2014

Und genau deswegen halte ich es für total bescheuert, weil nur aus Prinzip an etwas...

tendenzrot 02. Dez 2014

Oh Mann. Ich habe sowas geahnt. Da kommt jemand mit einem ziemlich blöden Vergleich. Ich...



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