Einige Hindernisse mit RISC-V, Linux und dem Devterm

So sehr uns der erste Eindruck mit dem erfolgreichen Booten positiv überrascht hat, so schnell fangen dann auch schon die kleineren und später auch größeren Probleme an zu irritieren. Bei dem ersten Versuch, eine SSH-Verbindung aufzubauen, scheitern wir unerklärlicherweise an einem Timeout. Erst im zweiten Anlauf klappt eine Verbindung.

Da die Eingabe über die Tastatur des Devterm zwar eine lustige Idee, aber eher ungeeignet für produktive Arbeit ist und auch eine HDMI-Ausgabe noch nicht funktioniert, sehen wir uns per SSH auf dem Linux-System um. Das basiert auf dem aktuellen Ubuntu 22.04 alias Jammy Jellyfish und ermöglicht einen gewohnten Umgang mit dem System. Doch ganz so leicht ist das auch wieder nicht, wie ein Blick ins Devterm-Forum zeigt.

So sind die Paketquellen standardmäßig auf den Entwicklungszweig Devel eingestellt, nicht auf Jammy. Ebenso gibt es bei Upgrades wohl Probleme mit dem Überschreiben der Bootloader-Konfiguration. Auch treten Probleme im Zusammenhang mit dem Kernel und Systemd auf, die vor einem Update gelöst werden sollten.

Davon abgesehen können wir die RISC-V-Platine aber schnell für einfache Tests verwenden. So ist ein HTTP-Server in Python schnell aufgesetzt und sind kleine Programme in C nativ auf dem Gerät leicht kompiliert, auch wenn dies auf dem Single-Core mit nur 1 GHz doch etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt als gewohnt.

Was im Vergleich zu leistungsstarken und vor allem ARM-basierten Platinen nicht möglich ist, ist eine grafische Nutzung als Desktop-Ersatz. Zwar steht sogar ein Webbrowser bereit, aber das Gerät ist für solch einen Einsatzzweck definitiv nicht gemacht und kommt dabei schnell an Leistungsgrenzen.

Pfeifen, Abstürze, Einfrieren und Blackscreens

An unsere ganz persönlichen Grenzen in Bezug auf Vernunft und Verstand kommen wir auch bei der weiteren Nutzung des Core-Modul R-01. So dauert selbst das Installieren von Paketen und das Ausführen eventueller Skripte dabei sehr lang. Die CPU wird dabei auf 100 Prozent Last getrieben. Spannungswandler und das ganze Modul fangen dabei wirklich nervtötend an zu fiepen und zu pfeifen.

Doch viel zu oft schaffen wir es, den Devterm mit RISC-V-CPU über seine Grenzen zu treiben. So stürzt das Gerät teils spontan ab, wir erhalten Blackscreens, können uns aber weiter per SSH anmelden. Bei Neustarts kann es vorkommen, dass Tastatur, Maus und eventuell auch die Anzeige einfach gar nicht mehr reagieren. Hier hilft nur ein Power-Cycle und Hoffnung auf Besserung.

Derartige Situationen sind es wohl, vor denen die Macher der Clockwork-Pi-Community eventuelle Käufer warnen wollen. Nicht immer ist der Ausgang dabei beherrschbar. So ist unser System auf der SD-Karte beispielsweise einmal komplett kaputtgegangen, ohne dass wir uns genau erklären könnten, woran dies denn nun lag. Nur ein Neu-Flashen des Images hat geholfen, den Minirechner wieder in Betrieb zu nehmen.

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 Devterm Kit R-01: Mit RISC-V freudig in die Linux-BastelhölleDevterm R-01: Verfügbarkeit und Fazit 
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