Bastel-Linux für den Devterm

Ein Blick in den Code auf Github verrät schnell, was und wie genau das Team hier für den Einsatz auf dem Devterm anpasst. Die Patches umfassen für die Core-Module-Boards jeweils mehrere Tausend Zeilen Code, die teils von den SoC-Herstellern selbst stammen und schnell zusammengewürfelt wirken, damit der Rechner wenigstens nutzbar ist. Dass das System eher fix zusammengeschustert ist, merken wir auch an dem Treiber für den Trackball sowie den Audio-Treiber, die wir beide austauschen müssen, was aber immerhin dank Community-Unterstützung geht.

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Das vom Devterm-Team gebaute Linux-Image basiert darüber hinaus auf einer veralteten Version des Langzeit-Kernels 5.10. Wie schon zuvor bei vielen ähnlichen Linux-Bastelprojekten und -Platinen scheint eine Upstream-Arbeit im Linux-Kernel und damit sogenannter Mainline-Support für die Devterm-Community zunächst eher nachrangig - falls diese überhaupt noch kommen sollte.

Das Team erstellt außerdem zahlreiche weitere Anpassungen für das Gerät, wie etwa System-Daemons für den Drucker oder auch für Lüfter und Temperatur-Steuerung. Auch hier gilt wieder, dass ein langfristiger Software-Support nicht erwartet werden sollte und jene, die den Devterm selbst besitzen, sich unter Umständen selbst helfen müssen, um das Gerät auch in einigen Jahren noch mit aktueller Software zu betreiben.

Entwickler probieren auf proprietäre Software zu verzichten

Davon abgesehen ist positiv hervorzuheben, dass das Devterm-Team zumindest probiert, auf proprietäre Bestandteile der Hardware-Hersteller zu verzichten und so etwa der freie Linux-ARM-Grafiktreiber Pandfrost für die Mali-GPU zum Einsatz kommt. Dieser unterstützt bisher aber nur OpenGL 3.1 und OpenGL ES 3.1. Das kann zu einigen Problemen mit moderner Software führen.

  • Das Devterm von Clockwork ist ein tragbarer Bastelrechner im Retro-Design. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Devterm basiert auf einem ARM-Rechenkern. Neben von Clockwork selbst entwickelten Core-Boards lässt sich auch das Raspberry Pi CM3 als Rechenkern verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display ist 6,8 Zoll groß und hat ein ungewöhnlich breites Display im Format 16:6. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Am rechten oberen Rand lässt sich ein Thermodrucker anschließen, der mit dem Gerät geliefert wird. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur bietet alle wichtigen Tasten und Gaming-Buttons, ist aber im Alltag schwierig zu nutzen - ebenso der Trackball. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Devterm läuft Clockwork OS, eine angepasste Version von Armbian. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Käufer müssen das Devterm selbst zusammenbauen, was dank der guten Qualität der Bauteile unproblematisch ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Devterm von Clockwork (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur des Devterm ist sehr klein, weshalb wir die Tasten nicht immer zuverlässig treffen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Auf dem Devterm läuft Clockwork OS, eine angepasste Version von Armbian. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Auch alle weiteren eigenen Software-Komponenten hat das Devterm-Team auf Github unter einer Open-Source-Lizenz zusammengetragen, wie etwa die Tastatur-Firmware. Im Github-Repository finden sich außerdem die Designs der Platine sowie Schaltpläne für die Chips. Elektronikbastler könnten hier direkt einsteigen und an der Weiterentwicklung des Rechners arbeiten oder an ihrem Gerät selbst weiter hacken.

Als Paketquelle für weitere Software nutzt das Team in der aktuellen Version Ubuntu 21.10 alias Hisuite Hippo, so dass sich Zusatzsoftware leicht über die Kommandozeile oder auch grafische Werkzeuge installieren lässt. Nutzer, die bereits Erfahrung mit Linux und den zahlreichen Bastelplatinen wie dem Raspberry Pi haben, sollten also keine größeren Probleme mit dem Devterm haben.

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 Gutes modulares Design und einfacher ZusammenbauDevterm erinnert an Open Pandora 
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superdachs 21. Feb 2022

Vorweg, das Ding sieht toll aus. Die wirkliche Nutzbarkeit dürfte sich aber arg in...

Fwk 16. Feb 2022

Kein Rechner ist perfekt, perfekt sind sie nur dann wenn sie den Bedürfnissen...

Kein Kostverächter 16. Feb 2022

Das ist dann aber immer noch nicht portabel.

sg-1 16. Feb 2022

hat wirklich was. das ist definitiv was für nerds und hipster



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