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Deutschlandradio: Radio über 5G bringe "wesentlich höhere Kosten"

Nach Niedersachsens Ausstieg beim Digitalradio DAB+ warnt der Intendant von Deutschlandradio vor der Alternative 5G. Diese sei teuer und der Ausbau der Netze dauere noch viele Jahre.

Artikel veröffentlicht am ,
Das erste 5G-Fernseh-Testnetz ist schon live.
Das erste 5G-Fernseh-Testnetz ist schon live. (Bild: IRT)

Die Verbreitung des Radioprogramms über 5G werde erheblich teurer. Das erklärte Stefan Raue, Intendant von Deutschlandradio, in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Die Unternehmen, die bei der Auktion Milliarden für die Frequenzen bezahlen und weitere zahlreiche Milliarden in Entwicklung, Installation und in den Betrieb investieren müssen, werden diese Summen auch irgendwann refinanzieren müssen." Die Erfahrung mit der Kabelverbreitung von TV und Hörfunk lehre, dass diese Unternehmen bei beiden Seiten zugreifen: bei den Programmanbietern und bei den Endkunden.

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Das bedeute, dass sich Hörer "auf wesentlich höhere Kosten für die technische Nutzung der Programme über 5G einstellen müssen". Von einem direkten und frei zugänglichen Radioangebot, wie es für die öffentlich-rechtlichen Angebote rechtlich geboten sei, gebe es keine Spur, erklärte Raue.

Die Sende- und Empfangsqualität für Radiostreaming am Smartphone sei erbarmungswürdig und ein Ärgernis für jeden Radiofan. Angesichts der Schätzung von mehreren Hunderttausend neu zu bauenden und zu errichtenden Funkmasten in Deutschland dürfte eine großflächige Abdeckung mit 5G ein Projekt von Jahrzehnten sein, wenn es überhaupt durchsetzbar sei.

Keine Alternative zu DAB+

Zu dem frei zugänglichen, kostengünstigen, stabilen und qualitativ hochwertigen Standard wie DAB+ gebe es keine Alternative. Und die bundesweit ausgestrahlten DAB+-Programme, ob öffentlich-rechtlich oder privat, werde es auch in Niedersachsen weiterhin geben. Niedersachsens Landtag hatte beschlossen, mit dem Digitalradio DAB+ Schluss zu machen.

Das Projekt 5G Today hat bereits mit der offiziellen Inbetriebnahme des Testfelds für 5G-Rundfunkübertragung begonnen. Das gaben die Projektpartner Bayerischer Rundfunk, das Institut für Rundfunktechnik (IRT), Kathrein, Rohde & Schwarz und Telefónica Deutschland im Mai 2019 bekannt. Das 5G-Testfeld in Oberbayern wird von zwei Hochleistungssendern mit je 100 Kilowatt (kW) Ausgangsleistung an den Standorten Ismaning und am Wendelstein versorgt.

Durch hohe Sendetürme und die Leistung der Sender (High-Power-High-Tower-Konzept, HPHT) wird die Ausstrahlung von Rundfunkprogrammen mit dem Broadcast-Modus FeMBMS (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service) getestet. Der FeMBMS-Rundfunkmodus erlaubt eine Verbreitung von Inhalten über große Funkzellen mit Radien von bis zu 60 Kilometern, was aber 5G Broadcast ist.

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/mecki78 10. Jul 2019

"Der Bürger will es so!" Nicht, dass man ihn gefragt hätte... und nicht das es eine...

M.P. 10. Jul 2019

Ich finde jedenfalls - zumindest mit dem Kopfhörer - die Audioqualität meines DAB+ Radios...

M.P. 10. Jul 2019

Kann natürlich bei großen Fischen anders sein, bei einem kleinen Mann der mit seiner...

WasntMe 10. Jul 2019

Das kenne ich genau anders. UKW: In den Tunnel gefahren - Radio still. Sonne scheint...

RicoBrassers 10. Jul 2019

Das wäre auch meine Idee. Anstatt jetzt noch eine parallele Infrastruktur zu bauen...


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