E-Autos: Continental würde Akkus nicht in Deutschland bauen

In Deutschland will Continental keine Akkus für Elektroautos bauen, weil das viel zu teuer wäre. Stattdessen würde das Unternehmen in anderen europäischen Ländern, Amerika und Asien investieren und gleich bei Festkörperakkus einsteigen.

Artikel veröffentlicht am ,
Continental will Akkus außerhalb von Deutschland bauen.
Continental will Akkus außerhalb von Deutschland bauen. (Bild: Continental)

Continental überlegt, eine eigene Fertigung für Elektroauto-Akkus aufzuziehen. Nach einem Bericht der Automobilwoche will der Zulieferer das aber nicht allein tun. Vorstandschef Elmar Degenhart sagte der Branchenzeitung, dass für die Akkufabrik etwa 3 Milliarden Euro investiert werden müssen, was nur mit mehreren Partnern realisierbar ist. Damit sollen jährlich 500.000 Autos bestückt werden.

Stellenmarkt
  1. IT Administrator (m/w/d) Office & Infrastructure
    Hirschvogel Komponenten GmbH, Schongau
  2. Entwicklungsingenieur Software (m/w/d)
    Jumo GmbH & Co. KG, Fulda
Detailsuche

Vor allem die hohen Strompreise halten Continental von dem Bau in Deutschland ab. Die künftigen Werke sollen, sofern der Plan umgesetzt wird, kundennah gebaut werden und damit vermutlich in Europa außerhalb Deutschlands, in Asien und in Amerika. Andere Hersteller wie LG und Samsung bauten kleine Fabriken in Polen und Ungarn, wo der Strom günstiger sei, so der Continental-Chef.

Vermutlich will Conti die aktuelle Akkugeneration überspringen und gleich in Solid-State-Akkus (Festkörperakkus) investieren, die eine höhere Betriebssicherheit als Lithium-Ionen-Stromspeicher versprechen. Sie erlauben eine dünnere Bauweise, die Gefahr einer Entzündung ist nicht mehr vorhanden. Ein Festkörperakkumulator, auch Feststoffbatterie genannt, ist eine spezielle Bauform von Akkumulatoren, bei der beide Elektroden und auch der Elektrolyt aus festem Material bestehen.

Die Produktion von Continental könnte dem Bericht zufolge aber erst 2024 oder 2025 starten. Mit den Produkten sollen jährlich 500.000 Autos bestückt werden.

Golem Karrierewelt
  1. Deep Dive: Data Governance Fundamentals: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.02.2023, Virtuell
  2. Einführung in das Zero Trust Security Framework (virtueller Ein-Tages-Workshop)
    18.01.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

Derweil baut Daimler für rund 500 Millionen Euro eine zweite Batteriefabrik in Kamenz, die Akkus für Elektroautos produziert. Betrieben wird sie unter anderem mit Solarstrom. Mitte 2018 soll die Produktion von Lithium-Ionen-Akkus für Hybrid- und Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz und Smart beginnen. Außerdem will das Daimler-Tochterunternehmen Accumotive dort Heimakkus bauen, mit denen Daimler Teslas Powerwall Konkurrenz machen will.

Der Autohersteller will zudem bis 2022 zehn neue Elektroautos auf den Markt bringen. Ursprünglich war geplant, sich drei Jahre länger Zeit zu lassen. Aktuell hat Daimler nur den Smart und die B-Klasse elektrifiziert und bietet eine Reihe von Hybridfahrzeugen an. Das Unternehmen will im Bereich Elektroautos zehn Milliarden Euro investieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


matok 14. Nov 2017

Etwas einseitige Sicht. Deutschland hat auch Standortvorteile. Nicht unbedingt. Man muss...

Ach 14. Nov 2017

Mir jedenfalls fällt da eine Menge ein. Statt einer bei niedrigem Strompreis...

486dx4-160 14. Nov 2017

Danke für den Link. Die Reihung ist überaus interessant: Skandinavische Länder sind...

AllDayPiano 14. Nov 2017

xD. Schon der initial Post ließ vermuten, dass hier geballte Kompetenz zu finden sein...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ada Lovelace
Nvidia senkt Preise für Geforce RTX 4080 und RTX 4090

Kurz vor dem Launch der AMD-Konkurrenz passt Nvidia die Preise der eigenen Grafikkarten an. Das liegt auch an einem stärkeren Euro.

Ada Lovelace: Nvidia senkt Preise für Geforce RTX 4080 und RTX 4090
Artikel
  1. CO2-Emissionen: Maximalwert nur knapp verfehlt
    CO2-Emissionen
    Maximalwert nur knapp verfehlt

    Weltweit wurden in diesem Jahr 40,6 Milliarden Tonnen Kohlendioxid emittiert. Nur in China und der EU sank der Ausstoß.

  2. Kids für Alexa im Test: Alexa, wer hat den Kindermodus verbockt?
    Kids für Alexa im Test
    Alexa, wer hat den Kindermodus verbockt?

    Amazon bietet neuerdings einen speziellen Kindermodus für Alexa an. Das soll Eltern in Sicherheit wiegen, die sollten sich aber besser nicht darauf verlassen.
    Ein Test von Ingo Pakalski

  3. Darknet: Hohe Haftstrafen im Boystown-Prozess
    Darknet
    Hohe Haftstrafen im Boystown-Prozess

    Die Betreiber einer Darknet-Plattform mit mit Fotos und Videos von schwerer sexueller Gewalt an Kindern sind in Frankfurt verurteilt worden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Amazon Last Minute Angebote: Games & Zubehör, AVM-Router • Saturn-Weihnachts-Hits: Rabatt-Angebote aus allen Kategorien • Tiefstpreise: Intel Core i7-13700K & AMD Ryzen 5 5600X • PS5 Disc Edition inkl. GoW Ragnarök wieder vorbestellbar bei Amazon 619€ • ViewSonic 32" WQHD/144 Hz 229,90€ [Werbung]
    •  /