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Deutschland: Vodafone spart sich Weihnachtsfeier

Vodafone spart an den Weihnachtsfeiern. Der Mobilfunkbetreiber will zugleich 4 Milliarden Euro in Deutschland in Netz, Service und bei Produkten investieren.
/ Achim Sawall
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Vodafone-Landeschef Jens Schulte-Bockum (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Vodafone-Landeschef Jens Schulte-Bockum Bild: Sean Gallup/Getty Images

Vodafone hat alle Weihnachtsfeiern des Unternehmens in Deutschland abgesagt. Das berichtet die Rheinische Post(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eine interne E-Mail. Darin heißt es: "Die wirtschaftlich angespannte Situation, die gerade auf der Kostenseite von uns größte Disziplin erfordert, macht diesen Schritt aus unserer Sicht notwendig" , schreibt Personalgeschäftsführer Dirk Barnard. Das Unternehmen hat den Bericht bestätigt.

Vodafone legte am 12. November 2013 Quartalszahlen vor. Im Halbjahr sank nach den Angaben der Serviceumsatz um 5,6 Prozent auf 4,259 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 12,6 Prozent auf 1,494 Milliarden Euro. Die Anzahl der Mobilfunkkunden fiel im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,9 Prozent. Der Serviceumsatz im Festnetz ging um 5,6 Prozent zurück. Die Zahl der DSL-Kunden sank um 8,1 Prozent. Weiterhin Umsatzwachstum zeigte das Datengeschäft mit einem Plus von 7,1 Prozent. Der Anteil der Smartphone-Nutzer im Kundenbestand stieg zum Vorjahresquartal um 11,8 Prozent. Die Anzahl der Tablet-Nutzer wuchs zum Vorjahresquartal um 58 Prozent.

Zugleich wurde angekündigt, dass Vodafone bis 2015 den Betrag von 4 Milliarden Euro in Deutschland in Netz, Service und bei Produkten investiert. Landeschef Jens Schulte-Bockum sagte, harter Wettbewerb belaste weiterhin das Geschäft. "Um sich künftig besser aufzustellen, wird Vodafone jetzt noch stärker in Deutschland investieren. Mit den zusätzlichen Milliarden werden wir vor allem den Netz- und Service-Ausbau vorantreiben. Intern werden wir auch weiterhin den Fokus auf größte Kostendisziplin legen."

Vodafone Deutschland verlagert 200 bis 250 Stellen aus der Netzüberwachung nach Rumänien. Gleichzeitig will das Unternehmen rund 100 IT-Arbeitsplätze nach Indien verlagern. Das Projekt läuft unter dem Namen "Oslo", hatte die Rheinische Post berichtet.


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