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Deutschland: Telefónica/O2 macht durch Antennenverkauf erstmals Gewinn

Im nächsten Jahr sollen die Belastungen durch Mobilfunkfrequenzen und den Kauf von E-Plus im Wesentlichen auslaufen. Telefónica könnte mehr Geld für den Netzausbau haben.
/ Achim Sawall
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Frau vor O2-Shop (Bild: Tolga Akmen/AFP via Getty Images)
Frau vor O2-Shop Bild: Tolga Akmen/AFP via Getty Images

Telefónica/O2 hat zum ersten Mal seit dem Jahr 2016 wieder einen Quartalsgewinn verzeichnet. Das gab das Unternehmen am 28. Oktober 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Das Nettoergebnis für das dritte Quartal betrug 390 Millionen Euro, nach einem Verlust von 24 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg im dritten Quartal leicht um 0,4 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro.

Doch der Gewinn basiert auf einem Einmaleffekt aus Erlösen aus dem Verkauf der ersten Tranche von Dachstandorten an den Infrastrukturanbieter Telxius in Höhe von 407 Millionen Euro. Die Infrastrukturgesellschaft Telxius gehört mehrheitlich dem spanischen Mutterkonzern Telefónica, der so seine Schuldenlast senken will. Im Februar 2020 betrug die Verschuldung des Telefónica-Konzerns 37,74 Milliarden Euro.

Doch der Netzbetreiber verweist auf eine Verbesserung im nächsten Jahr: "Die negativen Nettoergebnisse beruhten in der Vergangenheit vor allem auf Abschreibungen auf vor Jahren erworbene Mobilfunkfrequenzen sowie auf planmäßige Abschreibungen aus dem Zusammenschluss mit E-Plus. Ein wesentlicher Teil dieser Effekte läuft Ende 2020 aus", erklärte die Telefónica.

Telefónica: Gutes Geschäft mit VDSL

VDSL-Anschlüsse im Netz der Deutschen Telekom stießen auf Interesse. Ihre Zahl stieg um 33.500 an. Insgesamt nutzten 2,25 Million Kunden Festnetzangebote von O2, was einem Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht.

Landeschef Markus Haas sagte: "Wir haben uns im dritten Quartal erneut robust entwickelt. Unser Kerngeschäft erweist sich inmitten einer gesamtwirtschaftlichen Rezession als sehr widerstandsfähig." Er sei zuversichtlich, im Gesamtjahr die Ziele erreichen, die vor Ausbruch der Pandemie festgelegt wurden.

Der spanische Mutterkonzern wird am 29. Oktober seine Quartalsergebnisse vorlegen.


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