Deutschland: Paypal wird beliebter als Kauf auf Rechnung

Einkäufe im Internet werden in Deutschland etwas häufiger mit Paypal als per Rechnung bezahlt. Das ergab eine Studie des Instituts für Handelsforschung (IFH) und der Hochschule Aschaffenburg, die am 4. Februar 2015 veröffentlicht worden ist(öffnet im neuen Fenster) . Paypal und Rechnung werden jeweils bei knapp 24 Prozent aller Online-Käufe genutzt, gefolgt von Lastschrift (22 Prozent) und der Kreditkarte (17 Prozent).
Allerdings liegt Paypal der Studie zufolge bei 23,9 Prozent für alle Online-Käufe, der Rechnungskauf dagegen bei 23,5 Prozent.
Höhere Beträge werden eher per Rechnung oder Kreditkarte beglichen. Rund die Hälfte der Ausgaben entfällt auf diese Zahlarten. Rund ein Drittel der Gesamtausgaben verteilt sich auf die Lastschrift und Paypal. Damit werden rund 80 Prozent der Onlineumsätze über diese vier Zahlungsverfahren abgewickelt. Auf Platz fünf folgt die Sofort-Überweisung mit einem Anteil von sechs Prozent an den Online-Ausgaben der Konsumenten.
"Gerade bei höheren Beträgen haben Konsumenten ein besonderes Sicherheitsbedürfnis" , sagte Malte Krüger von der Hochschule Aschaffenburg.
Die Auswahl an Zahlungsverfahren nimmt erstmals wieder ab. Die Shop-Betreiber hatten ihr Angebot an Zahlungsmöglichkeiten von 2003 bis 2011 auf zuletzt durchschnittlich 5,5 Optionen ausgebaut. Aktuell bieten Online-Händler im Schnitt nur noch 5,1 Verfahren an.
Die Studie wurde von der Deutschen Telekom, Expercash, Klarna, Paypal Deutschland, Skrill, Sofort AG und Wirecard unterstützt. Befragt wurden 2.040 deutsche Online-Shopper sowie 562 Online-Händler.
Laut einer Studie vom Mai 2014(öffnet im neuen Fenster) lag der Kauf auf Rechnung mit einem Anteil von einem Viertel (25,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr stabil. Paypal lag bei einem Anteil von 19,9 Prozent (Vorjahr: 16,1 Prozent).



