Deutschland: Ninja Blocks 2.0 bleiben im Zoll hängen

Der deutsche Zoll hat mindestens zwei Ninja Blocks 2.0 beschlagnahmt. Die Bundesnetzagentur soll den für die Heimautomation gedachten Linux-Minirechner nun überprüfen.

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Ninja Blocks 2.0 hat Probleme mit dem deutschen Zoll.
Ninja Blocks 2.0 hat Probleme mit dem deutschen Zoll. (Bild: Ninja Blocks)

Golem.de hat durch einen Leser erfahren, dass sein importierter Ninja Block 2.0 vom Zoll wegen eines fehlenden CE-Zeichens beschlagnahmt worden sei. Bei mindestens einem weiteren Kunden sei dies ebenfalls passiert, berichtet der Hersteller Ninja Blocks Golem.de. Das ist auch in dessen offiziellem Forum nachzulesen.

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Der Ninja Block 2.0 ist ein kleiner Linux-Computer, der auf eigens designter Open-Source-Hardware mit USB, WLAN b/g/n und einem zusätzlichen Arduino-Board für die Kommunikation mit Sensoren, Aktuatoren und einem integrierten 433-MHz-Funkmodul basiert. Ende 2012 wurden die ersten 1.000 Ninja Blocks 2.0 zur Vorbestellung freigegeben. Der Versand erfolgt verspätet seit dem 13. Januar 2013.

Dass der Ninja Block 2.0 in Deutschland nicht ohne weiteres durch den Zoll kommt, könnte mit dem beigepackten Netzteil zu tun haben, das über ein abnehmbares Kabel verfügt. Die jeweiligen Zollämter wollten die Geräte nicht an die Empfänger aushändigen. Stattdessen sollen die Ninja Blocks in Kürze zur Überprüfung an die Bundesnetzagentur gesendet und eventuell danach zerstört werden. Golem.de hat den Zoll um mehr Informationen zum Thema gebeten, eine Antwort steht allerdings noch aus.

Laut Ninja-Blocks-Team wird Ninja Blocks 2.0 als Elektronikbausatz verkauft. Man verschicke es "wie ein Arduino", hieß es gegenüber Golem.de. Die meisten der Komponenten seien CE-konform, ein Beispiel sei das zusätzliche Beagle-Bone-Board im Ninja Block 2.0. Daher vermutet das Team hinter der Beschlagnahme eine Lappalie: "Seeed Studio, die die Produktion und den Versand für uns erledigen, verkaufen Tausende ähnlicher Bausätze nach Europa".

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In der Regel würden solche Sachen schnell geklärt. Auch bei der ersten über Kickstarter finanzierten Hardwareversion habe es Probleme gegeben. Bei den rund 100 nach Europa versendeten Ninja Block Alphas soll es beispielsweise nur wenige Vorfälle gegeben haben, und alle hätten über Formulare geklärt werden können. Allerdings war dabei laut Ninja-Blocks-Team auch noch Fedex der Lieferpartner, der sich direkt an den Versender wandte, was die Problemlösung vereinfachte.

Es sei wichtig, den Zoll darauf hinzuweisen, dass es sich nicht um ein Endkundenprodukt, sondern um einen Bausatz mit mehreren Komponenten handele, erklärt das Team weiter. Im Ernstfall sollen Ninja-Blocks-Käufer entschädigt werden. Werde ein Ninja Block 2.0 beschlagnahmt, so gebe es demnach entweder das Geld zurück oder es werde versucht, neu zu versenden. Betroffene Kunden werden gebeten, sich an help@ninjablocks.com zu wenden.

Nachtrag vom 29. Januar 2013, 11:07 Uhr

Ein möglicher Grund für die genaue Untersuchung des Pakets könnte eine falsche Deklarierung der Ninja Blocks 2.0 als Geschenk mit zu gering angesetztem Wert sein. Eine Erklärung für die teilweisen Beschlagnahmungen durch den deutschen Zoll ist das jedoch nicht. Entsprechend frustriert gibt sich der Ninja-Blocks-Gründer Golem.de gegenüber.

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Muaddib 01. Feb 2013

Schockierend, wenn ich das als Nichtdeutscher hier so lese. Die sollten sich mal...

nomnomnom 30. Jan 2013

Ich hab dort schon öfters was abgeholt und musste es auch immer Vorort öffnen. Unabhängig...

JNZ 29. Jan 2013

Aber dafür muss ja erstmal das Paket geöffnet werden, um zu sehen, ob irgendwo ein Teil...

Ekelpack 29. Jan 2013

Finanzbeamte mit Waffen. Das sagt mehr, als tausend Worte.



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