Deutschland: Merkel sieht Zukunft der Autoindustrie pessimistisch

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeichnet ein düsteres Zukunftsbild der Automobilindustrie. Diese werde in der heutigen Form nicht überleben, sagt sie. Die Bundesumweltministerin will derweil Steuerprivilegien für Diesel abschaffen.

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Bundeskanzlern Angela Merkel
Bundeskanzlern Angela Merkel (Bild: Andrej Klizan/CC0 1.0)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht die Autoindustrie vor großen Herausforderungen. Jeder wisse, dass die Branche in ihrer heutigen Form nicht überleben werde, sagte Merkel laut einem Bericht des Magazins Der Spiegel beim Europäischen Rat Ende Juni 2017. Alle betroffenen Länder sollten sich darauf einstellen und bereit sein, "die Umstrukturierung unserer Autoindustrie in den kommenden Jahren zu begleiten und zu kompensieren". Dies sei jedoch schwer, wenn chinesische Unternehmen systematisch interessante Neugründungen aus dem Hochtechnologiebereich übernähmen, sagte Merkel.

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Im Wahlprogramm von CDU und CSU (PDF) liest sich das noch etwas anders. Die beiden Parteien bekunden darin ihren Willen, "dass die deutsche Automobilindustrie auch künftig ihre Weltmarktstellung behauptet". Deutschland solle führend bei der Produktion alternativer, umweltfreundlicher Antriebe werden. Im Jahr 2016 waren rund 808.000 Personen in der deutschen Automobilindustrie beschäftigt.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sprach sich unterdessen in der Rheinischen Post dafür aus, Steuerprivilegien für Diesel abzuschaffen. Sie schlägt zugleich eine Senkung der Stromsteuer vor, damit sich Be- und Entlastung die Waage hielten.

Wie viele Mitarbeiter werden für Elektroautos noch gebraucht?

Die Sorge, dass der Wandel in der Autoindustrie zu massiven Arbeitsplatzverlusten führen könne, beschäftigt die Branche seit längerem. In einem Gespräch mit der Zeitschrift Auto, Motor und Sport sagte auch der Zukunftsforscher Stephan Rammler im November 2016, deutsche Autohersteller hätten im Elektromobilitätszeitalter in ihrer jetzigen Form keine Chance, da Unternehmen aus Asien ebenfalls gute Elektroautos bauen könnten. Wenn sich die asiatische Autoindustrie mit Unternehmen des Silicon Valley verbündete, könnte eine Marktmacht entstehen, der die hiesige Industrie nichts entgegensetzen könne.

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Die FAZ berichtete im November 2016, dass bei Elektroautos nur noch ein Siebtel des Arbeitsumfangs im Vergleich zu Verbrennungsfahrzeugen nötig sei. Das dürfte Folgen für die Belegschaft der Autohersteller, aber auch deren Zulieferer haben. Der BMW-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Manfred Schoch wies darauf hin, dass ein 8-Zylinder-Motor 1.200 Teile habe, die zusammenmontiert werden müssten, ein Elektromotor nur 17 Teile.

Elektroautos sind einfacher aufgebaut

Der steigende Anteil von Elektroautos schaffe zwar auch Jobs im Bereich Software und Elektronik, doch unterm Strich sei die Bilanz hinsichtlich der Arbeitsplätze negativ, sagte VW-Personalvorstand Karlheinz Blessing im Februar 2017. Der Grund: Elektromotoren sind einfacher aufgebaut als Verbrennungsmotoren. Auch zahlreiche Nebenaggregate fallen beim Elektroauto weg.

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PiranhA 14. Jul 2017

Gut, ich glaub da halt den Forschern weltweit etwas mehr. Kenne persönlich auch ähnliche...

subjord 13. Jul 2017

Naja, musst auch schon viel Auto fahren um an die 1000 Euro zu kommen. Wenn man nicht...

OhYeah 11. Jul 2017

++ Der 0815-Bürger ist froh, wenn er ein eingermaßen gescheites Auto fährt. Diejenigen...

OhYeah 11. Jul 2017

Die Frage ist, was effizienter Energie erzeugt, Automotoren oder Kraftwerke? Arbeiten Sie...



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