Deutschland: Mehrheit der Nutzer trotz Sicherheitsbedenken in der Cloud

Der NSA-Skandal macht die Nutzer zwar misstrauisch, aber auf die Annehmlichkeiten der Cloud wollen sie dennoch nicht verzichten.

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Rechenzentrum von Google
Rechenzentrum von Google (Bild: Google)

Die Mehrheit der Bundesbürger nutzt die Cloud trotz Sicherheitsbedenken. 60 Prozent der Erwachsenen verwenden die Cloud bereits oder planen, dies in nächster Zeit zu tun. Zugleich hat die Mehrheit teilweise erhebliche Sicherheitsbedenken, wie aus einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervorgeht, die am 13. März 2014 anlässlich der Cebit in Hannover veröffentlicht wurde. So halten 57 Prozent der Verbraucher die Daten in der Cloud nicht für sicher: 32 Prozent speichern laut Umfrage keine sensiblen Daten im Internet, weitere 25 Prozent haben nur ein sehr geringes oder überhaupt kein Vertrauen in die Datensicherheit.

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"Viele Befragte nutzen offenbar Cloud Services, obwohl sie die damit verbundenen Risiken sehen. Dies ist damit zu erklären, dass die persönlichen Vorteile der Online-Datenspeicherung und -verarbeitung höher geschätzt werden als die potenziellen Nachteile durch Datenmissbrauch. Hinzu kommt, dass viele moderne Online-Dienste nur unter Angabe personenbezogener Daten genutzt werden können", sagte Markus Vehlow, PwC-Experte für Cloud Computing.

Besonders wichtig ist den Cloud-Nutzern mit 45 Prozent die Möglichkeit, jederzeit und von jedem Ort aus auf ihre Daten zugreifen zu können. Vier von zehn Befragten speichern zudem Sicherheitskopien wichtiger Daten in der Cloud.

Bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters vertrauen fast 40 Prozent eher großen Unternehmen mit bekannten Namen, 30 Prozent entscheiden sich explizit für deutsche Anbieter mit Servern im Inland.

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Zudem stellt die überwiegende Mehrheit der Befragten nur ausgewählte Daten ins Netz. Knapp jeder Fünfte gibt personenbezogene Daten grundsätzlich nicht weiter.

12 Prozent gehen nach eigenen Angaben "öfter mal" zu sorglos mit ihren Daten um, weitere 15 Prozent haben sich mit der umfassenden Datenübermittlung abgefunden, da sie ansonsten auf "viele Annehmlichkeiten" verzichten müssten. Und vier Prozent der Nutzer ist der Umgang mit personenbezogenen Daten vollkommen egal, da diese ihrer Ansicht nach "sowieso schon überall vorliegen".

An der Umfrage beteiligten sich 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren. Die Ergebnisse wurden bevölkerungsrepräsentativ hochgerechnet.

Der NSA-Skandal soll für die US-Cloud-Anbieter über die nächsten Jahre Umsatzausfälle zwischen 21,5 und 35 Milliarden US-Dollar zur Folge haben. Das hatte der Thinktank Information Technology & Innovation Foundation im August 2013 berechnet. US-Konzerne sind weltweit führend bei Cloud-Angeboten. Zunehmend kündigten ausländische Kunden ihre Verträge mit den US-Konzernen. Betroffen seien auch große Cloud-Anbieter wie Amazon, Google und Microsoft. So hätten 36 Prozent der US-Betreiber erklärt, dass es seit den Enthüllungen von Edward Snowden schwieriger geworden sei, Verträge im Ausland zu schließen.

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FreiGeistler 14. Mär 2014

Dann optimier mal schön. Die Alternative wäre ein private Cloud, am besten per VPN. Geht...

S-Talker 14. Mär 2014

... und -verarbeitung höher geschätzt werden als die potenziellen Nachteile durch...

SoniX 14. Mär 2014

Richtig. Ich würde sogar noch höher gehen. Diese Umfrage (aus dem Artikel) kann man...

Anonymer Nutzer 14. Mär 2014

Kommt darauf an wer sie wie nutzt. Ich benutze Onenote dass auch über die so genannte...



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