Deutschland: Drei Viertel der mobilen Daten sind bald Video-Traffic

In Deutschland wird der mobile Datenverkehr von 2014 bis 2019 um das Siebenfache steigen. Dies ergab der Global Mobile Data Traffic Forecast des Routerherstellers Cisco, der am 11. Februar 2015 vorgelegt wurde(öffnet im neuen Fenster) . Im gleichen Zeitraum erhöhe sich der Anteil des Video-Traffics am mobilen Datenaufkommen von 53 auf 73 Prozent. Damit wachse das Volumen dreimal schneller als der Verkehr über feste Leitungen.
Der Datentransfer über LTE steigt demnach um das 23-Fache und wird 2019 für 81 Prozent des gesamten Mobilverkehrs verantwortlich sein. Ende 2014 wurde durch LTE erst ein Volumen von 26 Prozent der Daten generiert. In vier Jahren werden 39 Prozent aller mobilen Verbindungen in Deutschland 4G-fähig sein, in Westeuropa 38 Prozent und weltweit 26 Prozent.
"Deutschlands Mobilfunknetze gehören zu den besten der Welt" , sagte Cisco-Deutschland-Chef Oliver Tuszik. Der Netzwerkausrüster mahnte zugleich an, weiter zu investieren, um den Anschluss nicht zu verlieren.
Zudem soll in Deutschland der Datenverkehr über Maschine-zu-Maschine-Verbindungen (M2M) von 2014 bis 2019 um das 37-Fache steigen. Damit werden 14 Prozent des gesamten mobilen Traffics keine menschliche Kommunikation sein. Diese Daten laufen überwiegend über Cloud-Anwendungen.
Der Datenverkehr über Wearables steigt in Deutschland von 2014 bis 2019 um das 17-Fache. Damit würde der Sektor für 1 Prozent des gesamten mobilen Traffics und für 2 Prozent des Datenverkehrs über Smartphones sorgen. "Damit scheinen sie zwar auf dem ersten Blick ein Randphänomen zu bleiben, doch es werden hier meist deutlich kleinere Dateien übertragen als zum Beispiel bei den Videos über Smartphones oder Tablets" , heißt es in der Studie.



