Prämien in Deutschland: BSA zahlt Kopfgeld für Hinweise auf illegale Software

Der Branchenverband BSA (Business Software Alliance) bietet in Deutschland erstmalig Belohnungen für Hinweise auf unlizenzierte Software in Unternehmen. Das gab die BSA am 20. Oktober 2014 bekannt. Der Verband wirbt unter anderem mit Anzeigen auf Facebook(öffnet im neuen Fenster) dafür, Hinweise abzugeben und illegale Software zu melden.
Georg Herrnleben, Senior Director der BSA sagte: "Die Belohnung für Hinweise auf unlizenzierte Software in Unternehmen kann bis zu zehn Prozent der Schadensersatzzahlung betragen - bis zu einer Obergrenze von 10.000 Euro. Belohnungen zahlt die BSA nur für Hinweise, die zu einem für die BSA oder ihre Mitgliedsfirmen erfolgreichen Urteil oder Vergleich führen." Potentielle Whistleblower über die sozialen Medien anzusprechen, sei ein guter Weg, um Aufmerksamkeit zu erlangen und das Risiko zu unterstreichen, das Unternehmen eingingen, wenn sie unlizenzierte Software einsetzten.
In anderen Ländern, den USA, Großbritannien, den Niederlanden oder Tschechien, seien Belohnungen schon länger Teil des Compliance-Programms der BSA.
Noch im Februar 2014 hatte Herrnleben Golem.de gesagt: "In manchen Ländern sind Belohnungen ein akzeptiertes Mittel, um Hinweise zu erhalten, in anderen Ländern wie Deutschland aber sind sie aus kulturellen oder historischen Gründen nicht angebracht."
Deutsche Unternehmen, die 2012 wegen unlizenzierter Software von der BSA belangt wurden, zahlten laut der Organisation rund 1,4 Millionen Euro Schadensersatz. Sie mussten weitere 620.000 Euro aufbringen, um Softwarelizenzen nachzukaufen. Die Summe der Schadensersatzzahlungen an die BSA im Rahmen des Rechtsprogramms in Deutschland wuchs damit im Jahresvergleich um 27 Prozent.



