Deutschland: Alle Telekom-Shops wegen Corona geschlossen

Einige Telekom-Shops sollen in Absprache mit den Behörden als Notversorgung wieder öffnen. Gegen die Schließungen gibt es Widerspruch.

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Deutsche-Telekom-Shop geschlossen
Deutsche-Telekom-Shop geschlossen (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die Deutsche Telekom schließt ihre Shops in Deutschland. Das gab das Unternehmen am 18. März 2020 bekannt. Die Schließung gilt ab Mittwoch. "Gesundheit steht im Vordergrund", heißt es. Das Unternehmen betreue seine Kunden nur noch über Hotlines, online und auf Social Media.

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Angesichts der Corona-Krise habe die Telekom Verkauf und Service in ihren derzeit rund 500 eigenen Shops eingestellt. Dies betreffe auch die rund 200 Partnershops in Deutschland. Die Telekom arbeite gemeinsam mit den Behörden an einer Lösung, um demnächst einige Shops als Grundversorgung für die Bevölkerung wieder zu öffnen.

Damit folgt das Unternehmen laut Telekom-Angaben der Empfehlung des Bundes für den Einzelhandel. Dieser haben sich jedoch noch nicht alle Bundesländer angeschlossen.

Deutschland ist nicht das einzige Land, in dem die Telekom ihre Shops vorübergehend schließt. In den Niederlanden betrifft es alle Telekom-Läden, in den USA 80 Prozent der Shops von T-Mobile US.

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Im Januar hatte die Telekom erklärt, dass die Schließung von 99 der derzeit 504 Telekom-Shops bis Jahresende 2021 geplant sei. Betriebsbedingte Beendigungskündigungen seien ausgeschlossen. Die Arbeitsplätze sollen über Abfindungen, Altersteilzeit oder den Wechsel in andere Jobs im Konzern reduziert werden.

Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM (Verband für Telekommunikation und Mehrwertdienste) hat den Schließungen widersprochen: "Die Telekommunikationsanbieter haben sich auf eine deutlich steigende Nachfrage und Beratungsbedarf in den Shops eingerichtet. Es zeichnet sich schon jetzt eine wesentlich höhere Nachfrage nach Beratungsleistungen und leistungsfähigeren Anschlüssen ab. Viele Bürger werden in den nächsten Tagen und Wochen auf höhere Datenraten und schnellere Verbindungen angewiesen sein." Das gelte für Festnetz und Mobilfunk.

Mit deutlich gesteigerten Sicherheitsvorkehrungen sorgten die Unternehmen dafür, dass für ihr Personal und für die Kunden durch größeren Abstand und Desinfektion die Ansteckungsgefahr auf ein Minimum reduziert wird.

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