Deutschland 4.0: Merkel gibt geringe Glasfaserverkabelung zu

Die Bundeskanzlerin hat in einer Rede zu Deutschland 4.0 zugegeben, dass die Glasfaserverkabelung wenig entwickelt ist.

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Merkel spricht zu Industrie 4.0.
Merkel spricht zu Industrie 4.0. (Bild: CDU-Fraktion)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf dem Unionsfraktionskongress Deutschland 4.0 eingeräumt, dass in Deutschland die Glasfaserverkabelung noch "vergleichsweise gering" sei. Merkel bekräftigte zugleich das Breitbandziel der Bundesregierung. "Dennoch werden wir unser Ziel, jeden Haushalt in Deutschland mit 50 Megabit pro Sekunde im nächsten Jahr angeschlossen zu haben, erreichen", versicherte sie. Das Ziel soll bis Ende kommenden Jahres erreicht werden. Bislang ist die Übertragungsgeschwindigkeit laut dpa erst in rund 75 Prozent der deutschen Haushalte verfügbar.

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Die Gigabitanbindung sei notwendig, um neue Anwendungen wie die Telemedizin und das autonome Fahren überhaupt möglich zu machen. Das Internet der Dinge werde sich in den nächsten Jahren massiv weiterentwickeln.

Merkel: 5G schnell verteilen

Bis 2025 sollen Datenübertragungsraten im Gigabitbereich zur Verfügung stehen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse man den 5G-Standard schnell verteilen, sagte Merkel. Der Mobilfunkstandard 5G ist Nachfolger des LTE-Standards. Damit sollen Übertragungen von bis zu 20 GBit pro Sekunde möglich sein.

Tabea Rößner, Sprecherin für digitale Infrastruktur der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, erklärte, Merkel halte am Breitbandziel von Minister Dobrindt für 2018 fest, obgleich sie wisse, dass "dieses Ziel nicht nur unambitioniert ist, sondern auch nicht erreicht wird. Sie müsste auch wissen, dass massiv in den Glasfaserausbau investiert werden müsste, aber Deutschland hier mit Griechenland das Schlusslicht in Europa bildet und der Glasfaserausbau nur im Schneckentempo vorankommt."

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Das Breitbandziel 2018 werde im kommenden Jahr ganz sicher verfehlt werden und die Verantwortung dafür sei ausschließlich bei der fehlgeleiteten Politik der Bundesregierung zu suchen, sagte Rößner.

Deutschland erreicht laut Angaben des FTTH Council 647.600 Glasfaserkunden und 2.358.100 Homes passed. Insgesamt liegt das Land bei der Versorgung in Europa damit weiter zurück. Im Ranking der EU 39 ist es der vorletzte Platz bei den FTTH/B-Kunden.

Die Gesamtzahl der FTTB/H-Anschlüsse in Deutschland liegt laut Angaben des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) zum Jahresende 2016 bei knapp 2,7 Millionen. Tatsächlich gebucht sind 791.000, davon 707.000 bei den Wettbewerbern, 84.000 bei der Telekom.

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Dwalinn 30. Jun 2017

Der Breitbandatlas ist großer Mist. gerade mal reingeguckt mein Dorf wird immer noch ohne...

Ovaron 30. Jun 2017

Mach nen ICE draus und die Daten sind praktisch schon in Heathrow wenn sie...äh...also...

neocron 29. Jun 2017

den letzten Teil verstehe ich nicht ... auch "nur ein paar Kilometer" zu ueberbruecken...

chewbacca0815 29. Jun 2017

DOCH! Damals war das allerneueste Technik! Ist halt seither nicht mehr ersetzt worden...



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