Deutscher Streaming-Dienst: Soundcloud entlässt ein Fünftel aller Mitarbeiter

Der in Berlin ansässige Streaming-Anbieter baut 20 Prozent der Stellen ab, um sich auf den Weg zu "nachhaltiger Profitabilität" zu bringen.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Augen zu und durch ...
Augen zu und durch ... (Bild: Rachit Tank/Unsplash)

Die Entlassungswelle rollt weiter durch die Tech-Branche: Am Mittwoch kündigte Soundcloud an, bis zu 20 Prozent seiner weltweiten Belegschaft entlassen zu wollen. CEO Michael Weissman teilte das seinen Mitarbeitern in einer E-Mail mit. Der Musikstreaming-Dienst mit Sitz in Berlin steht damit in einer Reihe von Unternehmen, die über die letzten Monate massiv Stellen abbauten.

"Veränderungen vorzunehmen, die Menschen betreffen, ist unglaublich schwer", schreibt Weissmann in dem internen Memo. "Aber angesichts des schwierigen Wirtschaftsklimas und des Gegenwinds auf den Finanzmärkten sind sie notwendig." Man habe "bereits damit begonnen, im gesamten Unternehmen umsichtige finanzielle Entscheidungen zu treffen, und das erstreckt sich nun auch auf eine Reduzierung unseres Teams".

Auf Linkedin dankt Weissman noch einmal den Betroffenen "für ihre Leidenschaft und ihren Beitrag zu Soundcloud". Sie alle hätten "einen unglaublichen Einfluss auf die Musikindustrie und das Leben von Künstlern gehabt".

Mit den Veränderungen wolle sich Soundcloud langfristig auf einen Weg zu "nachhaltiger Profitabilität" bringen. Zuletzt entließ Soundcloud 173 Angestellte im Jahr 2017, auch in Berlin.

In der Vergangenheit gab es Berichte über eine Übernahme von Soundcloud durch Spotify. Auch Twitter war 2014 interessiert, eine Summe von 4 Milliarden US-Dollar stand im Raum. Beide Übernahmen scheiterten letztendlich wegen Sorgen um Soundclouds Rentabilität.

Auch andere Streaming-Anbieter bauten in diesem Jahr massiv Stellen ab. Netflix entließ im Mai 2022 bereits 150 Angestellte, im Juni wurden weitere 300 Stellen abgebaut. Spotify kündigte an, das Tempo von Neueinstellungen massiv herunterzufahren.

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