Deutscher Raketenstartplatz: Gosa-Konsortium plant erste Raketenstarts für 2023

Mehrere Unternehmen haben ein Konsortium gegründet, das die Raumfahrt in Deutschland voranbringen soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Start einer Ariane-Rakete in Kourou (Symbolbild): Deutschland profitiert von New Space.
Start einer Ariane-Rakete in Kourou (Symbolbild): Deutschland profitiert von New Space. (Bild: Stephane Corvaja/Esa)

Countdown auf der Nordsee: 2023 sollen die ersten Raketen von der Nordsee aus starten. Das will ein neues Konsortium mit Sitz in Bremen ermöglichen. Standort an Land soll Bremen, wo mehrere Raumfahrtunternehmen ihren Sitz haben, oder der Seehafen Bremerhaven werden.

Stellenmarkt
  1. SAP S / 4HANA Entwickler (m/w/d) - ABAP und Formulare
    Sikla GmbH, Villingen-Schwenningen
  2. Entwicklungsingenieur (m/w/d) im Bereich Maschinensoftware
    Kleemann GmbH, Göppingen
Detailsuche

An der German Offshore Spaceport Alliance (Gosa) sind neben dem Raumfahrtunternehmen OHB vor allem Unternehmen aus dem maritimen Bereich beteiligt: die Reederei Harren & Partner, Tractebel DOC Offshore, ein Unternehmen, das maritime Projekte umsetzt, Mediamobil, ein Unternehmen, das Offshore-Kommunikationssysteme entwickelt, sowie der Hafen-Logistikdienstleister BLG Logistics. Schließlich ist noch das Versicherungsunternehmen Lampe & Schwartze dabei.

Ein Schiff bringt die Rakete zum Startplatz

Das Konzept sieht vor, dass ein Schiff die Rakete zu einer schwimmenden Plattform auf die Nordsee bringen soll - deshalb die starke Beteiligung aus der Schifffahrtsbranche. Hier sollen Erfahrungen aus dem Transport und dem Aufbau von Offshore-Windrädern genutzt werden. Am nördlichen Rand der deutschen Hoheitsgewässer sollen die Raketen abheben. Vorteil ist, dass der Lärm niemanden stört.

Initiiert hatte das Projekt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Vom BDI stammt auch die Idee einer mobilen Plattform in der Nordsee als Startplatz. Nach den Vorstellungen des Verbandes soll der Bund den Startplatz bauen und ihn dann an private Raumfahrtunternehmen vermieten.

Drei deutsche Unternehmen entwickeln Microlauncher

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Von einer solchen Plattform können nur sogenannte Microlauncher starten, kleinere Raketen, die Nutzlasten von 500 bis 1.000 kg Gewicht in den Weltraum bringen können. Drei Unternehmen in Deutschland entwickeln an solchen Raketen: Hyimpulse, Isar Aerospace und die Rocket Factory Augsburg (RFA), ein Tochterunternehmen von OHB.

Goldrausch im All: Wie Elon Musk, Richard Branson und Jeff Bezos den Weltraum erobern - Silicon Valley, NewSpace und die Zukunft der Menschheit

Gerade für solche Kleinsatelliten wächst der Markt derzeit. Sie können für die unterschiedlichsten Formen der Erdbeobachtung genutzt werden, wie etwa der Überwachung von Lkw und Zügen oder des Pflanzenwachstums auf Feldern. Kleinsatelliten können für die Datenkommunikation eingesetzt werden - mehrere US-Unternehmen bauen entsprechende Konstellationen aus Tausenden Satelliten auf. Aber nicht nur die Wirtschaft, auch die Bundeswehr hat Interesse an der Möglichkeit, von hier aus Satelliten ins All zu bringen.

Deutschland profitiere vom Boom der New-Space-Wirtschaft, schreibt die Gosa auf ihrer Website. "Eine wachsende Anzahl von Startups und kleinen und mittleren Unternehmen, die raumbasierte Lösungen anbieten, belebt die Raumfahrtbranche in Deutschland." Ein eigener Startplatz biete deshalb "die historische Chance, in einem Zukunftsmarkt ein Cluster zu erschließen und dadurch ein wirtschaftliches Ökosystem zu schaffen, das vom Hersteller der kleinsten Schraube bis zur vollständigen Anwendung des Produkts alles umfasst."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Star Wars
Youtuber bekommt für Deep Fakes Job bei Lucasfilm

Mit Deepfakes schafft Shamook überzeugendere Varianten von Star-Wars-Figuren, als es Disney je gelungen ist. Jetzt arbeitet er bei ILM.

Star Wars: Youtuber bekommt für Deep Fakes Job bei Lucasfilm
Artikel
  1. IBM, OpenAI, Volocopter: Das Flugtaxi nimmt jetzt echte Passagiere auf
    IBM, OpenAI, Volocopter
    Das Flugtaxi nimmt jetzt echte Passagiere auf

    Sonst noch was? Was am 28. Juli 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

  2. Flight Simulator im Benchmark-Test: Sim Update 5 lässt Performance abheben
    Flight Simulator im Benchmark-Test
    Sim Update 5 lässt Performance abheben

    Die Optimierungen bei Bildrate und Speicherbedarf sind derart immens, dass wir kaum glauben können, noch den Flight Simulator zu spielen.
    Ein Test von Marc Sauter

  3. Mass Effect: Mehrheit der Spieler ist galaktisch gut
    Mass Effect
    Mehrheit der Spieler ist galaktisch gut

    Weiblicher oder männlicher Shepard, Gegner leben lassen? EA hat die Entscheidungen in der Legendary Edition von Mass Effect ausgewertet.

M.P. 17. Dez 2020

Naja "Vorstellen" kann man sich viel

M.P. 17. Dez 2020

Eine so äquatorferne Startplattform ist eigentlich nur sinnvoll für exotische...

Kein Kostverächter 17. Dez 2020

Ist das wirklich wirtschaftlich oder wollen da ein paar Geschäftsführer unbedingt...

derdiedas 17. Dez 2020

Stuttgart 21 sollte auch mal "nur" 2,1 Milliarden Kosten - heute sind eher 10 im...

M.P. 17. Dez 2020

Könnte aber klappen https://de.wikipedia.org/wiki/RFA_One



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Samsung-Monitore Amazon Exclusive günstiger (u. a. G7 32" QLED Curved WQHD 240Hz 559€) • AKRacing Core EX-Wide SE Gaming-Stuhl 229€ • Thrustmaster TCA Officer Pack Airbus Edition 119,99€ • Flight Simulator Xbox Series X 69,99€ [Werbung]
    •  /