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Deutscher Entwicklerpreis: Far Lone Sails hat Spielemacher besonders überzeugt

Ein einsames Schiff, das über die Oberfläche einer düsteren Welt segelt: Mit diesem einfachen, aber toll umgesetzten Konzept hat Far Lone Sails beim Deutschen Entwicklerpreis in zwei Kategorien gesiegt. Preise gab es auch für Hunt von Crytek und für Railway Empire.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Far Lone Sails (Bild: Okomotive)
Artwork von Far Lone Sails Bild: Okomotive

Das Schweizer Entwicklerstudio Okomotive(öffnet im neuen Fenster) hat für Far Lone Sails ( Livestream auf Golem.de ) schon viel Lob bekommen. Nun hat das ungewöhnliche Indiegame bei der Verleihung des Deutschen Entwicklerpreises 2018(öffnet im neuen Fenster) in Köln in der wichtigsten Kategorie gewonnen: Es wurde von der Jury als Bestes Deutsches Spiel ausgezeichnet. Außerdem war die Jury der Auffassung, dass Far Lone Sails "Game Design als Poesie" versteht und hat dem Titel den Preis für das Beste Game Design 2018 zugesprochen.

Das Spiel erzählt ohne Worte von einer Reise durch eine einsame Postapokalypse. Der rot gewandete Protagonist ist in einem riesigen Gefährt unterwegs, das die zentrale Spielmechanik darstellt: Das mit Wind- oder Dampfkraft bewegte Riesending muss sorgfältig gewartet und am Laufen gehalten werden. Gewalt oder Gegner gibt es nicht – trotzdem ist das Abenteuer von der ersten bis zur letzten Minute spannend.

Golemma, die Lokomotive, in Far Lone Sails – Livestream
Golemma, die Lokomotive, in Far Lone Sails – Livestream (51:11)

Ebenfalls in zwei Kategorien konnten sich zwei weitere Games durchsetzen: Das von Crytek produzierte, in einem Horror-Western-Szenario angesiedelte Actionspiel Hunt Showdown wurde für die Beste Grafik und den Besten Sound ausgezeichnet. Die Eisenbahnersimulation Railway Empire hat in den Kategorien Beste Technische Leistung und Bestes PC- und Konsolenspiel gewonnen.

Die Beste Story 2018 hat nach Auffassung der Jury das von Daedalic entwickelte State of Mind zu bieten, das Spieler in eine dystopische Version von Berlin versetzt. Das Beste Mobilegame ist Supertype von Philipp Stollenmayer und das Beste Indiegame ist Crosscode von Radical Fish Game. Den Innovationspreis der Stadt Köln hat Nukklear Games für sein AR-Rennspiel Drift bekommen.

Railway Empire – Trailer (Gameplay)
Railway Empire – Trailer (Gameplay) (01:05)

Das am meisten erwartete Spiel hat ebenfalls eine Auszeichnung erhalten, in diesem Jahr hofft die Jury besonders auf Desperados 3 von Mimimi Productions aus München. Nachwuchspreise gab es für Out of Place von der HAW Hamburg, und für die interaktive Version des Kinderbuchklassikers Aschenputtel von einem Teams namens Golden Orb Games.

Den Preis für das Beste Studio hat Paintbucket Games aus Berlin erhalten, das momentan an Through the Darkest of Times ( Vorschau auf Golem.de ) arbeitet – einem Serious Game, das sich mit dem Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Bester Publisher ist nach Auffassung der Jury THQ Nordic. Den Award für die Beste Marketing Aktion 2018 hat Bethesda Deutschland für ihre Influencer-Kampagne zu The Evil Within 2 gewonnen.


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