Deutscher Entwicklerpreis 2014 Summit: Das dreifache Balancing für den E-Sport

E-Sport boomt und bietet Entwicklern und Publishern viele Möglichkeiten etwa für die Vermarktung von Games. Allerdings ist es inzwischen extrem aufwendig, den Ansprüchen der anspruchsvollen Community zu genügen, so ESL-Veranstalter Turtle Entertainment.

Artikel veröffentlicht am ,
E-Sportler
E-Sportler (Bild: Turtle Entertainment)

"Es funktioniert nicht, einfach einen Multiplayermodus zu einem E-Sport-Modus umbauen zu wollen", so Arne Peters vom Kölner E-Sports-Unternehmen Turtle Entertainment, dem Veranstalter der ESL. "Schon gar nicht wird ein Spiel von heute auf morgen zum neuen Dota 2 oder League of Legends - dafür müssen Entwickler sehr viel beachten", so Peters auf dem Deutschen Entwicklerpreis 2014 Summit.

Stellenmarkt
  1. IT-Architektin bzw. IT-Architekt (m/w/d)
    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg
  2. Referent*in (Technik- und IT-Koordination) Archiv-Bibliothek-Dokumentat- ion
    Zweites Deutsches Fernsehen Anstalt des öffentlichen Rechts, Mainz
Detailsuche

Für Entwickler, die sich trotz der hohen Hürden für E-Sport entscheiden - etwa um ihr Produkt länger zu vermarkten oder schlicht aus Begeisterung -, stellt Peters drei Stufen vor, wie der Einstieg gelingen kann. Das Wichtigste überhaupt und in jeder der Stufen ganz oben auf der To-do-Liste: Balancing.

"Das klingt so einfach, ist aber sehr viel schwieriger als von vielen erwartet", so Peters. Es gehe nämlich nicht einfach darum, Cheats oder auch nur billige Tricks zu verhindern. Sehr viel schwieriger sei es, Shortcuts und andere unfaire spielerische Abkürzungen effektiv zu unterbinden. Wer will, dass sein Titel dann von professionellen E-Sportlern gespielt wird, müsse sehr viel Aufwand investieren, um allen Teilnehmern gleiche Startbedingungen zu ermöglichen.

Entwicklerstudios müssen sich abgesehen vom Balancing auf der ersten Stufe beim Einstieg in den E-Sport darum kümmern, dass ihr Werk ganz grundsätzlich für die Übertragung über Twitch.tv geeignet ist - das Portal ist laut Peters derzeit schlicht der Standard für Übertragungen. Auch ausreichende Matchmakingfunktionen müssen vorhanden sein, ebenso wie Schutzsysteme gegen Cheats.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Auch bei der Integration von Twitch.tv unterstütze Turtle die Entwickler mit White-Label-Lösungen. Insbesondere das ESL-Anti-Cheat-Programm arbeite schon sehr effektiv, weil es die Möglichkeit gebe, die Spiele vollständig aufzuzeichnen und auch nach den Partien mit wirklich allen Details zu untersuchen, so Peters. Im Frühjahr oder Sommer 2015 soll laut Peters übrigens eine neue, grundlegend weiter verbesserte Version zur Verfügung stehen.

Matchmaking für Teams

Auf Stufe zwei beim Einstieg in E-Sport müssen Entwickler dann Custom Matches anbieten - also die Möglichkeit, neben den Standardmatches auch eigene Zusammenstellungen etwa von Spielern und Regeln zu ermöglichen, und zwar auch für Teams. Das lasse sich normalerweise am einfachsten mit einem eigenen Editor und angepassten APIs umsetzen. Außerdem muss es laut Peters einen Zuschauermodus geben, der wirklich zuverlässig arbeitet - ein Ausfall von einer Sekunde zum falschen Zeitpunkt in einem Finale ist schließlich schon ein nicht hinnehmbares Problem.

Wer mit seinem Werk in die Königsklassen des E-Sports vordringen möchte, müsse als letzten Schritt dann auch so gut wie zwingend einen Karteneditor im Angebot haben, sowie APIs, über die Fanseiten auf die Statistiken aus den Partien zugreifen können.

Trotz vieler etablierter E-Sport-Spiele sieht Arne Peters noch Chancen für neue Titel. Besonders spannend findet er den mobilen Bereich, für den er ein starkes Wachstum erwartet. Zwar gebe es erste Anzeichen, dass sich Titel wie Hearthstone langfristig etablieren könnten, aber im Grunde suche der Markt noch entschlossene Einsteiger mit langem Atem und einem guten Draht zur Community.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektromobilität
BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden

Reichweite ist für BMW wichtig, aber nicht am wichtigsten. Eine Rekordjagd nach immer mehr Kilometern sehen die Entwickler nicht vor.

Elektromobilität: BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden
Artikel
  1. Telekom: Vodafone will unseren Glasfaserausbau bremsen
    Telekom
    Vodafone will "unseren Glasfaserausbau bremsen"

    Vodafone habe den eigenen Glasfaserausbau kürzlich für beendet erklärt und nehme den Spaten nicht in die Hand, erklärte die Telekom.

  2. Chorus angespielt: Automatischer Arschtritt im All
    Chorus angespielt
    Automatischer Arschtritt im All

    Knopfdruck, Teleport hinter Feind, Abschuss: Das Weltraumspiel Chorus will mit Story, Grafik und Ideen punkten. Golem.de hat es angespielt.
    Von Peter Steinlechner

  3. Lightning ade: EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben
    Lightning ade  
    EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben

    Die EU-Kommission will eine einheitliche Ladebuchse einführen. USB-C soll zum Aufladen aller möglichen Kleingeräte verwendet werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital mit FIFA 22 bei o2 bestellbar [Werbung]
    •  /