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Deutscher Computerspielpreis: Nominiertenliste mit Konfliktpotenzial

2012 hat die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises an Crysis 2 für Proteste konservativer Politiker gesorgt. Bei der nächsten Preisverleihung droht angesichts der Nominierung von Spec Ops: The Line ähnlicher Ärger.
/ Peter Steinlechner
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Spec Ops: The Line (Bild: 2K Games)
Spec Ops: The Line Bild: 2K Games

Die Jury des Deutschen Computerspielpreises(öffnet im neuen Fenster) hat die Liste mit den Nominierungen für die Preisverleihung 2013 veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht traditionell der Preis für das beste deutsche Spiel, für das Chaos auf Deponia von Daedalic Entertainment, Risen 2 von Piranha Bytes und Spec Ops: The Line vom Berliner Entwicklerstudio Yager Development nominiert sind.

Spec Ops The Line - Test
Spec Ops The Line - Test (04:16)

Vor allem Spec Ops könnte für Proteste ebenjener Politiker sorgen, die bereits 2012 gegen den Gewinner Crysis 2 waren . Denn zumindest auf den ersten Blick ist Spec Ops ein blutrünstiges Ballerspiel - wer etwas genauer hinsieht, merkt aber, dass sich die Handlung kritisch mit den Themen Krieg und Töten auseinandersetzt.

Computerspielpreis 2012 - Bestes Deutsches Spiel
Computerspielpreis 2012 - Bestes Deutsches Spiel (03:14)

Als bestes Jugendspiel sind Jack Keane und das Auge des Schicksals, Tiny & Big: Grandpa´s Leftovers sowie ebenfalls Chaos auf Deponia nominiert. Als bestes Kinderspiel schlägt die Jury Brave Smart von Flaregames, Giana Sisters: Twisted Dreams sowie Meine 1. App von apppmedia vor. Als bestes mobiles Spiel kommen Emergency iPad von Promotion Software, Royal Revolt von Flaregames und World Wonders - The Tower of Babel von Games in Flames in Betracht.

Die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2013 findet im Rahmen der Deutschen Gamestage am 24. April 2013 in Berlin statt. Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 385.000 Euro werden je zur Hälfte vom Beauftragten für Kultur und Medien und den Branchenverbänden zur Verfügung gestellt. Ausgewählt werden die Preisträger von einer Jury aus Medienpädagogen und anderen Wissenschaftlern, Vertretern des Jugendmedienschutzes, der Politik, der Fachpresse und der Spielebranche.


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