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Deutscher Computerspielpreis: Eklat um Serious Games

Bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2014 soll es keinen Gewinner in der Kategorie "Bestes Serious Game" geben. Deshalb lehnt Kalypso Media die Nominierung für sein Rise of Venice ab – und empört sich über die öffentliche Nicht-Kommunikation der Jury.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Peter Steinlechner
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Rise of Venice (Bild: Kalypso Media)
Rise of Venice Bild: Kalypso Media

Der Deutsche Computerspielpreis(öffnet im neuen Fenster) ist immer wieder für ein Skandälchen gut – meist sind es Politiker, die über angeblich zu gewalthaltige Actionspiele schimpfen. In diesem Jahr sorgt die sonst eher brave Kategorie Serious Game für einen Eklat. Der aus Worms stammende Publisher und Entwickler Kalypso Media(öffnet im neuen Fenster) lehnt die Nominierung von Rise of Venice ab und verrät Interna aus der eigentlich nicht-öffentlich tagenden Jury.

Rise of Venice – Trailer (Launch)
Rise of Venice – Trailer (Launch) (01:29)

Nach Darstellung von Kalypso-Chef Stefan Marcinek empfand die Jury kein Serious Game als auszeichnungswürdig, weswegen 2014 kein Preis in dieser Kategorie vergeben werden soll. Marcinek sagt, er könne damit leben. Ihn störe, dass diese Entscheidung erst am 15. Mai 2014 während der Preisverleihung verkündet werden solle. "Bis dahin, so scheint es, soll das Ganze unter den sogenannten Teppich gekehrt werden. Die Nominierten will man bis dahin nach außen weiterhin als Nominierte präsentieren."

"Das Ganze ist für die Branche und für die Ausrichter eine peinliche Sache, die man hätte offen kommunizieren sollen und müssen" , sagt Marcinek. "So hingegen bleibt ein fader Beigeschmack" . Nach seinen Angaben haben sich die Ausrichter zudem einen Plan B überlegt, der sei aber so daneben, dass er ihn nicht weiter kommentieren wolle.

Neben Rise of Venice (Kalypso Media) sind noch die Spiele Evolution: Indian Hunter von Scorpius Forge und The Day the Laughter Stopped von Hypnotic Owl nominiert worden. Die Ausrichter des Deutschen Computerspielpreises haben sich auf Anfrage noch nicht zu der Angelegenheit geäußert.

Nachtrag vom 17. April 2014, 14:50 Uhr

Mittlerweile hat sich auf Anfrage von Golem.de auch Peter Tscherne vom Award-Büro des Deutschen Computerspielpreises zu Wort gemeldet. "Die Jury des Deutschen Computerspielpreises arbeitet und entscheidet unabhängig" , so Tscherne. "Alle Entscheidungen der Hauptjury werden wie sonst auch am Tag der Gala, dem 15.Mai 2014, in München bekannt gegeben."


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