Abo
  • Services:

Deutscher Computerspielpreis: Eklat um Serious Games

Bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2014 soll es keinen Gewinner in der Kategorie "Bestes Serious Game" geben. Deshalb lehnt Kalypso Media die Nominierung für sein Rise of Venice ab - und empört sich über die öffentliche Nicht-Kommunikation der Jury.

Artikel veröffentlicht am ,
Rise of Venice
Rise of Venice (Bild: Kalypso Media)

Der Deutsche Computerspielpreis ist immer wieder für ein Skandälchen gut - meist sind es Politiker, die über angeblich zu gewalthaltige Actionspiele schimpfen. In diesem Jahr sorgt die sonst eher brave Kategorie Serious Game für einen Eklat. Der aus Worms stammende Publisher und Entwickler Kalypso Media lehnt die Nominierung von Rise of Venice ab und verrät Interna aus der eigentlich nicht-öffentlich tagenden Jury.

Stellenmarkt
  1. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. dSPACE GmbH, Paderborn

Nach Darstellung von Kalypso-Chef Stefan Marcinek empfand die Jury kein Serious Game als auszeichnungswürdig, weswegen 2014 kein Preis in dieser Kategorie vergeben werden soll. Marcinek sagt, er könne damit leben. Ihn störe, dass diese Entscheidung erst am 15. Mai 2014 während der Preisverleihung verkündet werden solle. "Bis dahin, so scheint es, soll das Ganze unter den sogenannten Teppich gekehrt werden. Die Nominierten will man bis dahin nach außen weiterhin als Nominierte präsentieren."

"Das Ganze ist für die Branche und für die Ausrichter eine peinliche Sache, die man hätte offen kommunizieren sollen und müssen", sagt Marcinek. "So hingegen bleibt ein fader Beigeschmack". Nach seinen Angaben haben sich die Ausrichter zudem einen Plan B überlegt, der sei aber so daneben, dass er ihn nicht weiter kommentieren wolle.

Neben Rise of Venice (Kalypso Media) sind noch die Spiele Evolution: Indian Hunter von Scorpius Forge und The Day the Laughter Stopped von Hypnotic Owl nominiert worden. Die Ausrichter des Deutschen Computerspielpreises haben sich auf Anfrage noch nicht zu der Angelegenheit geäußert.

Nachtrag vom 17. April 2014, 14:50 Uhr

Mittlerweile hat sich auf Anfrage von Golem.de auch Peter Tscherne vom Award-Büro des Deutschen Computerspielpreises zu Wort gemeldet. "Die Jury des Deutschen Computerspielpreises arbeitet und entscheidet unabhängig", so Tscherne. "Alle Entscheidungen der Hauptjury werden wie sonst auch am Tag der Gala, dem 15.Mai 2014, in München bekannt gegeben."



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 127,75€ + Versand

Phreeze 22. Apr 2014

gab doch letztens einen Schwimmer aus der die x-meter nach gefühlten 2000 Minuten...

Phreeze 22. Apr 2014

seit den Siedlern und Anno , als sie noch "deutsch" waren, kam ja eh kaum was raus. Einen...

caldeum 19. Apr 2014

Ich verstehe nicht, was daran so schlimm sein soll, wenn die Platzierungen am Tag der...

Johnny Cache 17. Apr 2014

Das motiviert, schließlich wissen wir alle daß das Benzin dafür auf dem Mars ist. ;)

tangonuevo 17. Apr 2014

Seltsam. Ich hab eher das Gefühl der deutschen Spielebranche gings gerade recht gut...


Folgen Sie uns
       


iPad 2018 - Test

Das neue iPad hat vertraute Funktionen, die es teilweise zu diesem Preis aber noch nicht gegeben hat. Wir haben uns Apples neues Tablet im Test angeschaut.

iPad 2018 - Test Video aufrufen
Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. SteamVR Tracking 2.0 36 m² Spielfläche kosten 1.400 Euro
  2. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  3. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

    •  /