Deutscher Computerspielpreis 2014: Crysis 3, Giana Sisters oder The Inner World

Die 35 Mitglieder starke Jury des Deutschen Computerspielpreises 2014(öffnet im neuen Fenster) hat bekanntgegeben, welche Spiele sie in den sieben Kategorien vorne sieht. Ein gewisses Konfliktpotenzial gibt es vor allem in der wichtigsten, nämlich der des "Besten Deutschen Spiels": Dort sind der Ego-Shooter Crysis 3 von Crytek, das Jump-and-Run-Spiel Giana Sisters: Twisted Dreams von Black Forest Games und das vom Studio Fizbin stammende Adventure The Inner World nominiert.

2012 hatte es nach der Nominierung von Crysis 2 noch Proteste von CDU- und CSU-Politikern gegen das ihrer Auffassung nach zu gewalthaltige Actionspiel gegeben - trotzdem hatte es den Preis gewonnen.
Giana Sisters ist auch als bestes Kinderspiel nominiert, neben Malduell von Cribster und The Night of the Rabbit von Daedalic Entertainment. Unter den besten Jugendspielen sieht die Jury Beatbuddy von Threaks, Clarc von Golden Tricycle und das Rollenspiel Das Schwarze Auge - Memoria von Daedalic Entertainment.
Als bestes "Serious Game" sind nominiert: The Day the Laughter Stopped von Hypnotic Owl - ein Spiel, das das Thema Vergewaltigung aufgreift, Evolution: Indian Hunter von Scorpius Forge, das sich mit den nordamerikanischen Ureinwohnern beschäftigt, und Rise of Venice von Kalypso Media, ein Aufbauspiel im Mittelmeerraum.

Bestes mobiles Spiel können Clarc von Golden Tricycle, Jelly Splash von Wooga und Symmetrain von Black Pants Studio werden. In der Kategorie Browsergame sind Anno Online von Blue Byte, Rail Nation von Bright Future und Steam Power 1830 von Hexagon nominiert. Als beste Nachwuchsspiele können The Gaudy Woods von der Burg-Giebichenstein-Kunsthochschule in Halle, Lux 3 von der Berliner Games Academy und Scherbenwerk - Bruchteil einer Ewigkeit von der HAW in Hamburg auf den Sieg hoffen.
Die Preisverleihung findet am 15. Mai 2014 in München statt. Der hauptverantwortliche Politiker ist Alexander Dobrindt , Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). In den vergangenen Jahren war jeweils der Kulturstaatsminister im Kanzleramt zuständig.
Die Verbände BIU und Game sehen den Wechsel der Zuständigkeit kritisch: Zwar betonen auch sie die starke technische Komponente von Games, heben jedoch auch hervor, "dass mit der neuen Zuordnung zum BMVI keine Infragestellung der kulturellen Bedeutung digitaler Spiele einhergehen" dürfe.



