Deutscher Bauernverband: Bauern haben kaum schnelles Internet
Bauern haben kaum Zugang zu schnellem Internet. "Breitband in der Fläche ist das A und O", sagte(öffnet im neuen Fenster) Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), am 2. November 2016 in Berlin. Nur wenige Betriebe verfügten über eine Datenrate von 50 MBit/s. Nach einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom und des DBV sehen zwei Drittel der Bauern die Digitalisierung dennoch positiv. Nur 13 Prozent erwarten Risiken.
Schon heute nutzt mehr als jeder Zweite in der Branche (53 Prozent) digitale Lösungen. Landmaschinen, mit denen die Bodenbearbeitung, Aussaat, Pflanzenpflege und Ernte digital erfolgt, nutzen bereits vier von zehn (39 Prozent) der Landwirte oder Lohnunternehmer. Auf dem Acker können Landmaschinen GPS-gestützt und sensorgesteuert arbeiten. So kann der Landwirt die Entwicklung und die Nährstoffversorgung von Pflanzen beobachten und steuern. Im Stall misst währenddessen die Technik die Gesundheits- und Leistungsdaten jedes einzelnen Tieres.
Bauern setzen auf Digitalisierung
Fütterungsautomaten alarmieren den Landwirt, wenn es Probleme gibt. So werden zum Beispiel kranke Tiere, die zu wenig fressen, sofort erkannt. Roboter sind bei 8 Prozent aller Betriebe im Einsatz, besonders stark verbreitet in der Tierhaltung: Mehr als ein Drittel (37 Prozent) setzt auf die Robotertechnik, mit der ein Stall gesäubert oder das Melken durchgeführt werden kann.
Drei Viertel (75 Prozent) der Befragten meinen, dass sie dank digitaler Technologien langfristig ihre Kosten senken können. 67 Prozent geben an, dass Smart Farming auch die Qualität der landwirtschaftlichen Erzeugnisse verbessert.
Befragt nach den Möglichkeiten für das Jahr 2030 sehen 43 Prozent der Befragten den Einsatz autonomer Feldroboter als "sehr weit verbreitet oder eher verbreitet" an. Auf noch höhere Werte kommt der Einsatz von Drohnen (45 Prozent) und fahrerlosen Traktoren (49 Prozent).
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