Deutsche Webhoster: Vorerst keine automatische Unterstützung von Let's Encrypt
Let's Encrypt hat sich zum Ziel gesetzt, die Verbreitung von HTTPS-Verbindungen im Internet deutlich zu erhöhen. Wer einen eigenen Server betreibt, kann die Software selbst installieren und dabei zwischen dem nativen Python-Client(öffnet im neuen Fenster) , Skripten(öffnet im neuen Fenster) und PHP-Implementationen(öffnet im neuen Fenster) wählen. Eine Übersicht aller Clients bietet die Let's Encrypt Community(öffnet im neuen Fenster) . Doch noch alltagstauglicher wäre das System, wenn große Webhoster Let's Encrypt als Inklusiv-Skript für vServer und kleinere Webhosting-Pakete bereitstellen würden. Wir haben uns mal umgehört.
Konkrete Pläne, Let's Encrypt in die Managed-Server und Webhosting-Angebote des Unternehmens zu integrieren, hat bislang nur Hetzner. Ein Unternehmenssprecher schreibt auf unsere Anfrage: "Dies bedeutet, wir sind gerade dabei, die nötigen Schnittstellen zu schaffen, damit Let's-Encrypt-Zertifikate einfach über unsere Administrationsoberfläche beantragt werden können. Ferner werden Skripte implementiert, mit welchen die Zertifikate automatisiert verlängert werden. Ein Einführungsdatum liegt jedoch noch nicht vor." Noch seien Programmierarbeiten notwendig, außerdem würde man erstmal beobachten, wie sich Let's Encrypt in der Beta-Phase bewährt.
Strato will Kunden unterstützen
Auch Strato begrüßt die Einführung von Let's Encrypt. "Wir sind gespannt, wie sich Let's Encrypt entwickelt und, ob es sich zukünftig in die Welt der großen Shared-Hosting-Plattformen integrieren lässt. Dafür muss es nicht nur so sicher und beständig sein wie Lösungen von etablierten Anbietern, zum Beispiel Symantec, sondern ebenso einfach zu nutzen – am besten per Knopfdruck" , heißt es in der Antwort des Unternehmens. Kunden, die Angebote mit vollem SSH-Zugang nutzen, will Strato mit Anleitungen bei der Implementation von Let's Encrypt unterstützen.
Hosteurope beobachtet die Entwicklung rund um die freie CA nach eigenen Angaben "sehr genau und wohlwollend" , über einen konkreten Einführungstermin könne man aber noch nichts sagen. Man gehe davon aus, dass es auf absehbare Zeit Bedarf sowohl an kostenfreien als auch an kostenpflichtigen Zertifikaten gebe. Denn die Let's-Encrypt-Zertifikate deckten zum Beispiel die Bedürfnisse vieler Unternehmenskunden derzeit nicht ab. 1&1 verweist in seiner Antwort auf unsere Anfrage nur darauf, dass es Zertifikate anbiete, die Kunden erwerben könnten.
Einige kleinere Anbieter werben bereits mit der Integration von Let's Encrypt. Die Anbieter KeyCDN(öffnet im neuen Fenster) , Uberspace(öffnet im neuen Fenster) und Schokokeks(öffnet im neuen Fenster) haben bereits entsprechende Angebote.
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