Abo
  • Services:

Deutsche Verwertungsgesellschaften: 700 Millionen Euro pro Jahr von Apple und Samsung

Die milliardenschweren Smartphone-Hersteller haben Post aus Deutschland bekommen: Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) fordert mit einem Schreiben direkt an die Konzernchefs Geld für Künstler, Autoren und Medienkonzerne. Die Forderungen stehen seit 2011 aus und sind bekannt.

Artikel veröffentlicht am ,
Ältere Smartphones
Ältere Smartphones (Bild: Damien Meyer/AFP/Getty Images)

Die große deutsche Verwertungsgesellschaft ZPÜ hat die Unternehmenschefs von Apple, Samsung, Google, Microsoft, Nokia, HTC, LG Electronics und Huawei direkt angeschrieben, um Urheberrechtsabgaben auf Smartphones und Handys geltend zu machen. Einen entsprechenden Bericht von Spiegel Online hat die ZPÜ Golem.de bestätigt.

Stellenmarkt
  1. AKDB, München, Nürnberg
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg

Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) will damit die private Nutzung legaler Kopien von urheberrechtlich geschützten Inhalten abgelten. Dabei geht es beispielsweise um zusätzliche digitale Kopien von Musik-CDs oder der iTunes-Bibliothek auf dem Smartphone. Die Forderungen beginnen mit dem Jahr 2011 und müssen erhoben werden, damit sie nicht verjähren.

Die Forderungen der ZPÜ bestehen seit Jahren und unterscheiden sich je nach Leistungsfähigkeit der Geräte. Standardhandys sollen mit einer Abgabe von 12 Euro belegt werden, Geräte mit Touchscreen je nach Speicherkapazität mit 16 oder 36 Euro. Das Geld wird an die Medienkonzerne, aber auch an die Urheber ausgeschüttet.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder sagte Golem.de: "Die Verwertungsgesellschaften verlangen allein von den Handyherstellern rund 700 Millionen Euro pro Jahr. Letztlich müssen die Verbraucher die Zeche zahlen. Internetnutzer sind heute fast überall online und haben über Webplattformen Zugang zu Inhalten. Musik oder Filme stehen bei Bedarf jederzeit im Streaming zur Verfügung. Digitale Privatkopien, wie sie zum Beispiel durch Downloads erzeugt werden, werden über kurz oder lang eine Randerscheinung."

Die Gema erklärte Golem.de bereits im Jahr 2011, dass die ZPÜ die vom Bitkom genannten Forderungen für Mobiltelefone am 28. Juli 2011 im Bundesanzeiger veröffentlicht hat. "Die Abgaben legen die Hersteller auf die Käufer um. Das ist aber deren Entscheidung. Wir richten die Forderungen an die Gerätehersteller und -importeure. Die sind für uns zahlungspflichtig, nicht die Endkunden", sagte der Gema-Sprecher.

Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte wurde 1963 gegründet und ist das wirtschaftlich wichtigste Gremium der deutschen Verwertungsgesellschaften.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  2. 3,99€
  3. 5€
  4. 22,49€

Anwälte_sind_Sc... 18. Mär 2014

wäre es, wenn Google, Apple, Samsung und co. mal ein Jahr lang nichts mehr in Deutschland...

Sharkuu 25. Feb 2014

warum bringt eigentlich niemand den interessantesten aspekt dieser ganzen geschichte? es...

Sharkuu 25. Feb 2014

jap... das kopieren eines gerätes mit ausgabe als eigen und allem was dazu gehört, z.b...

Michael H. 25. Feb 2014

Vermutlich 692 an die Plattenfirmen und 316 kamen bei den künstlern an...

breadbaker 25. Feb 2014

Ich zahle diese Abgaben liebend gerne mehrmals: auf Festplatten, Rohlinge, USB Sticks...


Folgen Sie uns
       


God of War (2018) - Fazit

Viele langjährige Fans von Kratos dürften beim neuen God of War erst mal vom Glauben abfallen. Der Neue hat aber auf eigenständige Art ebenfalls das Zeug zum Kulthelden.

God of War (2018) - Fazit Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

    •  /