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Deutsche Umwelthilfe: Händler verweigern Annahme von Elektroschrott

55 Händler hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) überprüft: Jeder zweite verstößt gegen die gesetzliche Verpflichtung zur Rücknahme von alten Elektrogeräten. Kontrollen gebe es keine, die DUH will die Verbraucherrechte zur Not mit Klagen durchsetzen.

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Zurück zum Händler: Elektroschrott
Zurück zum Händler: Elektroschrott (Bild: andreahuyoff/Pixabay)

Viele Händler setzen die Rücknahmepflicht von Elektroaltgeräten unzureichend um. Das ergab eine Untersuchung der Umweltschutzorganisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) in 55 Märkten. Jeder zweite Markt habe gegen die Hinweispflichten verstoßen, 15 verweigerten die Rücknahme von Elektronikgeräten, obwohl Märkte mit einer Verkaufsfläche ab 400 Quadratmetern für Elektrogeräte seit Juli 2016 zu einer Rücknahme verpflichtet sind. Bei Onlinehändlern wird deren Versand- und Lagerfläche berechnet. Rund 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott fallen in Deutschland jährlich an, 2018 wurden jedoch nur rund 100.000 Tonnen über den Handel zurückgenommen.

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"Drei Jahre hatte der Handel Zeit und noch immer gibt es eklatante Probleme bei der Information und Rücknahme von Elektroaltgeräten. Mitarbeiter lehnen die Rückgabe alter Elektrogeräte ab, anstatt Verbraucher zur Rückgabe zu motivieren. Dieser Zustand ist völlig inakzeptabel", kritisiert Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. Der Handel sei daher mitverantwortlich dafür, dass mehr als die Hälfte des Elektroschrotts illegal entsorgt würde. Schadstoffhaltiger Elektroschrott lande so im Restmüll, in der Umwelt oder würde ins Ausland exportiert.

Nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) können Verbraucher Elektrogeräte mit einer Kantenlänge bis 25 cm ohne Kassenbeleg und ohne Kauf eines neuen Geräts bei den Händlern abgeben. Größere Geräte dürfen Kunden nur beim Kauf eines neuen kostenlos abgeben.

Große Unterscheide zwischen den Händlern

Bei Cyberport, Hornbach, Media Markt, Saturn und bei vielen weiteren Händlern konnte die Deutsche Umwelthilfe in einem Test keine Informationen zu den gesetzlichen Rückgabemöglichkeiten finden. In anderen Filialen, etwa bei Apple oder Toom, seien die Hinweise so versteckt gewesen, dass die Kunden sie praktisch nicht wahrnehmen konnten.

15 Händler verweigerten trotz der gesetzlichen Pflicht die Annahme von großen oder kleinen Elektrogeräten. "So hieß es in Märkten von Apple, Globus, Obi, Porta und Roller fälschlich, dass eine Rückgabe kleiner Elektroaltgeräte oder Altlampen gar nicht oder nur bei Kauf eines neuen Geräts möglich sei", schreibt die Umwelthilfe. Media Markt und Obi verlangten für die Rückgabe eines Großgerätes widerrechtlich eine Gebühr, Toom und Hornbach nahmen die Großgeräte erst gar nicht zurück. Nur bei vier der 55 untersuchten Händler habe die DUH geschulte Mitarbeiter, gute Verbraucherinformationen und insgesamt eine reibungslose Rücknahme erlebt.

Auch bei Lieferung muss zurückgenommen werden

Auch bei der Lieferung eines neuen Gerätes muss ein altes kostenlos mitgenommen werden. Dies verweigerten Filialen von Conrad und Galeria Kaufhof. Die Umwelthilfe kritisiert das völlige Fehlen behördlicher Kontrollen. "Solange die für die Kontrolle des Elektrogesetzes zuständigen Landesbehörden untätig bleiben, wird die DUH die Einhaltung notfalls auf dem Rechtsweg durchsetzen", sagt Agnes Sauter, DUH-Leiterin für ökologische Marktüberwachung.

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AllDayPiano 30. Jul 2019

Das Argument zieht nicht. Das sind alles Belastungen, die *zusätzlich* dazu kommen...

Lanski 29. Jul 2019

Denk mal an Wohnblöcke in Großsstädten, wo Leute leben, die teils nicht mal ein Auto...

bofhl 29. Jul 2019

Warum?

nille02 26. Jul 2019

Zur Verbraucherschutzzentrale Habe ich mal gemacht, die Hotline wäre recht teuer und per...

ichbinsmalwieder 24. Jul 2019

Kommt auf den Händler an. Bei meinem letzten Kühlschrank kostete die Lieferung 10¤, und...


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