Deutsche TV-Plattform über VR: "Ein langer Weg vom Wow-Effekt zum dauerhaften Format"

Noch sind Augmented und Virtual Reality klar Nischenthemen. Die TV-Branche beginnt, mit 360-Grad-Videos zu experimentieren, teils sind aber die Lizenzprobleme größer als alle anderen, wie das Fraunhofer HHI bei RTL feststellen musste.

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Andre Prahl vom Verein Deutsche TV-Plattform
Andre Prahl vom Verein Deutsche TV-Plattform (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Der Verein Deutsche TV-Plattform hat in Berlin gemeinsam mit dem Fraunhofer HHI und Partnern wie Avegant, n-TV, RTL, Sky, Telekom und UFA einen Ausblick gegeben, wie die TV-Branche gedenkt, mit VR und Co. umzugehen: Die Frage lautete folgerichtig 'How virtual is today's television reality?'. Mögliche Einsatzgebiete sind Nachrichtenformate, Kultur-, Medizin- und Sport-Berichterstattung sowie Unterhaltung im Allgemeinen.

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Erste Schritte wurden bereits unternommen, wenngleich noch keine virtuelle Realität im eigentlichen Sinne: Mehrere Sender haben schon 360-Grad-Videos im Angebot, etwa das ZDF mit Terra-X und Sky mit seinem eigenen Angebot als Sky-VR-App für Android-Geräte. Der Aufwand ist allerdings teils sehr hoch, wie Christian Weissig vom Fraunhofer HHI und Frank Heineberg von RTL erläuterten. Gemeinsam wurde in einer Sendung von SternTV mit der OmniCam360 gefilmt, die 10.000 x 2.000 Pixel liefert und die mit einigen Sekunden Verzögerung eine Vorschau an ein VR-Headset ausgibt.

  • Andre Prahl vom Verein Deutsche TV-Plattform (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
  • Thomas Wiegand vom Fraunhofer HHI (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
  • Kathleen Schröter vom 3IT des Fraunhofer HHI (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
  • Gruppen-360-Grad-Video-Gucken vor dem Greenscreen mit Samsungs GearVR (Foto: Marc Sauter/Golem.de)
Gruppen-360-Grad-Video-Gucken vor dem Greenscreen mit Samsungs GearVR (Foto: Marc Sauter/Golem.de)

Öffentlich verfügbar ist das aufgenommene Material nicht, obendrein waren nur einige Minuten gestattet. Die Rechtefrage der Verwertung zu klären, sei laut Weissig ein nicht zu unterschätzender Zeitfaktor. Ein anderer Aspekt sind die Kosten, die Heineberg als deutlich höher bezifferte. Wie üblich gilt aber: Was heute noch sehr teuer ist, wird bald recht günstig umzusetzen sein.

In diesem Kontext wies Kathleen Schröter vom Fraunhofer-Innovationszentrum 3IT darauf hin, dass 360-Grad-Kameras und VR-Headsets mittlerweile auch für (wenige) hundert Euro erhältlich seien und Plattformen wie Googles Daydream einen gemeinsamen Standard bilden. Selbst bei hoher Verbreitung sind Heineberg zufolge aber reguläre Filme und Serien nicht die richtigen Inhalte für VR-Headsets, die Aufnahmen bei SternTV etwa seien eher als 2nd-Screen-Erfahrung gedacht. Mehr als drei bis fünf Minuten würden die wenigsten Leute ohnehin kein 360-Grad-Video anschauen, fügte Weissig hinzu.

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Vor Ort gab es Demos und Workshops, Avegant etwa präsentierte das Glyph, das 2017 nach Deutschland kommen soll. Ein Playstation VR samt Playstation 4 Pro durfte nicht fehlen, auch Samsungs GearVR gab es zum Ausprobieren. Im Greenscreen-Raum des Fraunhofer HHI versammelten sich mehrmals rund 20 Leute, um Skys 360-Grad-Videos anzuschauen. Dabei wurde klar: Vom Wow-Effekt zum dauerhaften Format ist es ein langer Weg.

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