Deutsche Telekom: Zahl der Telefonzellen zurückgegangen, aber einige bleiben

Weiter stark rückläufig ist die Nutzung von Telefonzellen. Doch es gibt für die Telekom Orte, an denen sich der Betrieb noch lohnt.

Artikel veröffentlicht am ,
Die letzte Ihrer Art
Die letzte Ihrer Art (Bild: Deutsche Telekom)

Die Zahl der öffentlichen Telefonzellen ist in den vergangenen drei Jahren um über 16 Prozent zurückgegangen. "Bundesweit sind aktuell noch rund 14.200 öffentliche Telefonzellen in Betrieb", sagte ein Sprecher der Deutschen Telekom dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Anfang 2019 hatte die Zahl noch bei rund 17.000 gelegen.

Stellenmarkt
  1. Head of IT (m/w/d) Führendes Unternehmen in der Herstellung und dem Handel von Ingredients ... (m/w/d)
    TOPOS Personalberatung Hamburg, Raum Hamburg
  2. BI-Manager (w/m/d)
    VGH Versicherungen, Hannover
Detailsuche

Die Nachfrage nach öffentlicher Telefonie sei in den vergangenen Jahren weiter stark rückläufig. Dies sei auf die weiter zunehmende Nutzung von Mobiltelefonen zurückzuführen. "In Abstimmung mit unseren Standortpartnern haben wir daher in den letzten Jahren Standorte abgebaut, die von den Menschen nicht oder kaum mehr genutzt werden" Der Sprecher betonte, der Bestand an öffentlichen Telefonzellen werde auch weiterhin abnehmen - "ein vollständiger Abbau" sei "seitens der Telekom aktuell jedoch nicht geplant".

Standorte in Einkaufszentren bleiben

Standorte, an denen es eine entsprechende Nachfrage gebe, könnten vielmehr weiterbetrieben werden. Das sei meistens an Orten mit hohem Publikumsverkehr wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Einkaufsstraßen der Fall, nicht aber in reinen Wohngebieten.

Die letzte gelbe Telefonzelle Deutschlands auf der Halbinsel Hirschau im Wallfahrtsort St. Bartholomä in Südbayern wurde bereits April 2019 abgebaut. "Zu den besten Zeiten hatten wir über 100.000 öffentliche Telefone in Deutschland, davon waren circa 50.000 von der Art, wie wir sie heute abgebaut haben", sagte Telekom-Projektleiter Günter Nerlinger.

Wann ein Telefonhäuschen vom Netz gehen muss

Golem Akademie
  1. Apache Kafka Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    21.–22. März 2022, Virtuell
  2. Data Engineering mit Apache Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25.–26. April 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

"Wir entschließen uns, das Telefonhäuschen vom Netz zu nehmen, wenn der Umsatz pro Monat dauerhaft unter 50 Euro absinkt, weil die Kosten natürlich wesentlich höher sind", sagte Nerlinger. Ausgaben entstünden vor allem durch die regelmäßige Wartung des Häuschens. "Da sind natürlich erst einmal die Kosten für den Stromanschluss. Es hat einen Telefonanschluss, es muss gereinigt werden und wenn ein Schaden entsteht, muss der beseitigt werden." Durch ein paar Gespräche im Monat sei keine Kostendeckung zu erreichen.

Nach der Einführung des Euros im Jahr 2002 stieg die Nutzung zuerst wieder und die Umsätze mit den Automaten stabilisierten sich. Reisende aus den Euro-Ländern hatten die passende Währung dabei und konnten so unkompliziert an den Münzfernsprechern telefonieren. Doch auch das ist längst Vergangenheit.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Sharra 14. Jan 2022 / Themenstart

Ja, nennt sich Gasherd

TheBlueFire 14. Jan 2022 / Themenstart

Man muss die Orte herausfinden wo das Sinn macht und Infotainment und Notruf/Service...

Lacrimula 13. Jan 2022 / Themenstart

Haaaalllooo, wir haben 2022! Superman ist selbstverständlich nicht-binär.

Boandlgramer 13. Jan 2022 / Themenstart

Die sind mittlerweile allesamt wertlos... Die letzten "Umtauschfristen" waren vor 15...

Oktavian 13. Jan 2022 / Themenstart

Die Erinnerung habe ich nicht. Das mag daran liegen, dass nach meiner Erinnerung viele...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sam Zeloof
Student baut Chip mit 1.200 Transistoren

In seiner Garage hat Sam Zeloof den Z2 fertiggestellt und merkt scherzhaft an, Moore's Law schneller umgesetzt zu haben als Intel selbst.

Sam Zeloof: Student baut Chip mit 1.200 Transistoren
Artikel
  1. Xbox Cloud Gaming: Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden
    Xbox Cloud Gaming
    Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden

    Call of Duty, Fallout oder Halo: Neue Spiele bequem am Business-Laptop via Stream zocken, klingt zu gut, um wahr zu sein. Ist auch nicht wahr.
    Ein Erfahrungsbericht von Benjamin Sterbenz

  2. IBM: Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft
    IBM
    Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft

    Mit Francisco Partners greift eine große Investmentgruppe zu, das Geschäft mit Watson Health soll laut IBM darunter aber nicht leiden.

  3. Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut: Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell
    Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut
    "Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell"

    Ganz wie der Imperator es wünscht: Der Lego UCS AT-AT ist riesig und imposant - und eines der besten Star-Wars-Modelle aus Klemmbausteinen.
    Ein Praxistest von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MediaMarkt & Saturn: Heute alle Produkte versandkostenfrei • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 114,90€ • Alternate (u.a. DeepCool AS500 Plus 61,89€) • Acer XV282K UHD/144 Hz 724,61€ • MindStar (u.a. be quiet! Pure Power 11 CM 600W 59€) • Sony-TVs heute im Angebot [Werbung]
    •  /