• IT-Karriere:
  • Services:

Deutsche Telekom: "Wir haben bei Giganetzen keine führende Position"

Die Deutsche Telekom spricht für den Glasfaserausbau von Koinvestmodellen oder einer Netzbetreibergesellschaft. Ein M-net-Topmanager nannte beim Buglas-Sommerfest Vectoring "Beschiss".

Artikel veröffentlicht am ,
Die Podiumsdiskussion beim Buglas-Sommerfest
Die Podiumsdiskussion beim Buglas-Sommerfest (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Der Deutsche-Telekom-Manager Jürgen Lück hat zugegeben, dass der Konzern bei Glasfasernetzen keine starke Position hat. Lück sagte beim Sommerfest des Branchenverbandes Buglas am 4. Juli 2017 in Norderstedt: "Bei Giganetzen hat die Telekom nicht unbedingt eine führende Position und fokussiert sich auf Kooperationen." Lück sprach für das Team von Johannes Pruchnow, dem neuen Vorstandsbeauftragten für Breitbandkooperation des Konzerns.

Stellenmarkt
  1. Bihl+Wiedemann GmbH, Mannheim
  2. Lidl Digital, Neckarsulm

Man sei heute in der Lage, professionell auf Augenhöhe verhandeln zu können, betonte Lück. Er fügte hinzu: "Für uns sind neben dem eigenen Ausbau Kooperationen für die Giganetze ein extrem wichtiges Thema. Wir richten den Blick nach vorn beim Glasfaserausbau." Angedacht seien "Joint Ventures, ein Koinvestmodell oder eine Netzbetreibergesellschaft."

Netcologne-Chef Timo von Lepel forderte: "Wir sollten uns einigen, wo wir die Netze ausbauen. Wir haben wenig Lust FTTB-Netze zu bauen, wenn dann die Deutsche Telekom mit Super Vectoring einsteigt."

Telekom: Wir konnten FTTH nicht verkaufen

Der technische Geschäftsführer bei M-net, der Diplomingenieur für Elektrotechnik, Michael Fränkle, sagte: "Vectoring ist nichts anderes als Beschiss." Telekom-Manager Lück erklärte daraufhin, der Grund, warum die Telekom auf Vectoring gesetzt habe, sei gewesen, dass viele Menschen in hoher Ausbaugeschwindigkeit Bandbreite bekommen sollten. Mit FTTH habe der Konzern in der Zeit von 2011 bis 2013 die Erfahrung gemacht, dass der Markt die Bandbreiten noch nicht nachfordert. Zudem sei es sehr schwierig gewesen, Genehmigungen für den Ausbau zu erhalten. "Es gab viele interessierte Endkunden, die wir dann nicht anschließen konnten." Auch sei die Telekom wegen der Regulierung "vielleicht etwas zurückhaltend mit Investitionen in das FTTH- Netz".

Fränkle betonte, dass er hoffe, dass die Telekom es mit Kooperationen ernst meine. Wenn so Last auf das Netz käme, das würde den Glasfaserausbau in Deutschland wirklich voranbringen.

Der Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) ist der kleinste der Telekommunikationsverbände Deutschlands, viele Stadtnetzbetreiber der Stadtwerke sind dort organisiert.

Telekom-Sprecher Philipp Blank erklärte Golem.de: "Jürgen Lücks Aussage war nicht, dass die Telekom bei Giganetzen keine führende Position hat, sondern keine marktbeherrschende Stellung. Das ist ein erheblicher Unterschied. Und die Aussage erfolgte in dem Kontext, dass Kabelnetzbetreiber durchaus eine dominante Stellung in ihren Gebieten haben und nicht reguliert sind. Zudem ist unsere Ausbaustrategie, dass wir neben dem Eigenausbau und dem geförderten Ausbau auch auf Kooperationen setzen. Wir fokussieren uns aber nicht nur auf Kooperationen."

Golem.de bleibt bei seiner Darstellung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,49€
  2. 21€
  3. 25,99€

DerDy 06. Jul 2017

Das ist so nicht richtig. Die Serienautos haben meistens immer noch die Beschränkung auf...

DerDy 06. Jul 2017

Zu einem war das spanische Telefonnetz nicht besonders gut und sie mussten es technisch...

DooMMasteR 05. Jul 2017

Alleine schon der Begriff "Giganetz" ist unter aller Kanone und unterstriecht nur die...

SJ 05. Jul 2017

Ich denke zwischen der Swisscom und Telekom bestehen keine grossen Unterschiede. Lange...


Folgen Sie uns
       


Cowboy 4 ausprobiert

Die urbanen Pedelecs von Cowboy liegen gut auf der Straße und sind dank neuem Motor antrittstärker.

Cowboy 4 ausprobiert Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /