Deutsche Telekom: Wenn ein ICE-Funkloch nicht geschlossen werden kann

Um das größte LTE-Funkloch auf der ICE-Strecke Berlin-Hamburg zu schließen, hat die Telekom schon elf Standorte vorgeschlagen. Doch seit zwei Jahren bewegt sich nichts.

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Die Telekom kennt die Funklöcher genau
Die Telekom kennt die Funklöcher genau (Bild: Deutsche Telekom/Screenshot: Golem.de)

Die Deutsche Telekom versucht seit zwei Jahren vergeblich in Aumühle in Schleswig-Holstein das größte Funkloch an der ICE-Strecke Berlin-Hamburg zu schließen. Das gab das Unternehmen in seinem Youtube-Kanal bekannt. "Hier fehlt im Endeffekt einfach ein Standort", sagte Robin Wulf, Kommunalbeauftragter Telekom Technik.

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Auf 290 Kilometern gibt es noch sieben Funklöcher mit einer Länge von insgesamt 1,34 Kilometern. In einer langgezogenen Kurve existiert eine Versorgungslücke von 550 Metern. Die Telekom braucht einen Mast, der mindesten 40 Meter hoch ist, über die umliegenden Bäume hinausreicht und bei dem die Antennen so ausgerichtet werden können, dass sie genau in die Kurve hineinsenden.

Lars Ilgemann von der Deutschen Funkturm versucht hier einen Standort für einen neuen Mast zu finden. "Wir haben inzwischen elf verschiedene, aus unserer Sicht geeignete Standortalternativen verfolgt, um die Trasse bei Aumühle zu versorgen. Bislang blieben alle Versuche ohne Erfolg. Der S-Bahnhof ist denkmalgeschützt, der nahegelegene Park-and-Ride-Parkplatz ist nicht realisierbar, weil Baulasten und Abstandsflächen von der Kommune nicht zugesagt wurden. Auf dem Bahngelände nahe eines Bahnmuseums verhindern unterirdische Kabel das Aufstellen eines Masten", erläuterte Ilgemann.

Auch an den Böschungen direkt an der Trasse kann die Telekom nicht bauen. "Der umliegende Sachsenwald ist Naturschutzgebiet. Hier wäre eine Rodung des Waldbestandes von etwa 500 Quadratmetern notwendig. Da wissen wir aus Erfahrung, dass dies nicht genehmigt wird, insbesondere weil wir Wege und eine Baufläche im Wald errichten müssten." Ilgemann und sein Team sprechen nun noch einmal mit Eigentümern geeigneter Flächen, die in der ersten Phase eine Absage erteilt haben.

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Die Telekom stellt den Lückenschluss so dar, dass sie trotz guten Willens am Ausbau gehindert werde. Doch bundesweit ist etwa jeder 20. Kilometer Eisenbahnstrecke nicht mit LTE ausgeleuchtet. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine FDP-Anfrage hervor, die im September 2020 veröffentlicht wurde. Betroffen sind demnach gut 2.040 von rund 40.600 Kilometern Schienenwegenetz. Das entspricht einer Quote von fünf Prozent.

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HeroFeat 13. Jan 2021

Die werden dann aber meistens nicht mit bis zu 300 km/h durchfahren. Aber ich will...

TomTomTomTom 13. Jan 2021

Hammer Idee! ...und Handys, Hörgeräte, Herzschrittmacher... einfach ALLES Lass uns...

Oktavian 13. Jan 2021

Eine Ruine, die nur noch aus Stein besteht, brennt so schlecht. Und wenn nur noch zwei...



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